Dmitri Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk (Hamburgische Staatsoper: 22.01.2023)

Nach den erfolgreichen Produktionen in Lübeck und Bremen von Schostakowitsch‘ 2. Oper, nun eine Neuinszenierung dieses sehr anspruchsvollen Werkes an der Staatsoper Hamburg, und zwar in der Urfassung von 1932. Das Werk wurde damals zu einem großen Erfolg, aber von Stalin wenige Jahre später verboten, da sie ihm zu wenig „russisch“ war. In Hamburg gab es seitdem die vieraktige Oper in grandiosen Besetzungen zu sehen. Die Handlung, die auf einer Erzählung von Nikolai Leskow beruht, ist düster und beklemmend und zeichnet das Leben einer unglücklich verheirateten Frau in der russischen Provinz nach, die einem jüngeren Mann erliegt und durch extrem widrige Umstände zur Mehrfachmörderin wird. Die Inszenierung von  Angelina Nikonova, in Russland eher als (unpolitische) Filmregisseurin tätig, charakterisiert die Rolle der Lady als Opfer der gesellschaftlichen Umstände und nicht als blutrünstige Mörderin und Intrigantin, wie es Shakespeares‘ Lady ist. Die Inszenierung ist klassisch gegenständlich und verzichtet auf unnötige (und meistens unverständliche Experimente) Die Personenführung ist sehr gelungen und Ausstattung und Kostüme von Varvara Timofeeva ergeben auch durch Videoeinspielungen russischer Landschaften im Hintergrund einen sehr stimmigen und überzeugenden Gesamteindruck des Geschehens. Überwältigend ist natürlich die musikalische Ausstattung dieses sehr besonderen Werkes. Die Partitur ist streng durchkomponiert unter Verzicht auf jegliche Arien und Duette bz. Ensembles und gewinnt dadurch eine überaus spannende und packende Dichte. Wie auch in Schostakowitsch`Sinfonien, wird der musikalische Eindruck von extrem lyrischen Sequenzen durch fragmentartig kurzen, orchestralen Ausbrüchen geprägt unter Einsatz von atemberaubender Rhythmik- und Tempiwechsel. Kent Nagano mit seinen Philharmonikern setzen diese hohen Anforderungen bravourös um, wobei der wiederum auf hohem Niveau singende Chor des Hauses (Leitung: Eberhard Friedrich) seinen gebührenden Anteil hat. Die finnische Sopranistin Camilla Nylund begeistert als dramatisch- packende „Lady“ Katerina, stimmlich und auch darstellerisch. Alexander Roslavets gibt einen dramatisch zupackenden Boris mit großer Stimme, der durch seine herrische, demütigende Art zum ersten Opfer der „Lady“ wird. Grandios, mit welcher Intensität Dmitry Golovnin die Rolle des Sergej als Liebhaber zum Leben erweckt. Überzeugend: Vincent Wolfsteiner als Sinowij. In weiteren Rollen: Carole Wilson (großartig) als drangsalierte Aksinja, Andreas Conrad als Schäbigen, Liam James Karai als Verwalter und Wächter, Sava Vernic als Hausknecht und Sergant, Florian Panzieri als 1. Vorarbeiter, Nicholas Mogg als 2 . Vorarbeiter und Lehrer, Julian Arsenault als Mühlenarbeiter, Tigran Martirossian als Pope, Karl Huml als Polizeichef, Mateusz Lugowski als Polizist, Owen Metsileng als betrunkener Gast, Marta Swiderska als Sonjetka, Ayk Martirossian als Alter Zwangsarbeiter und Bettina Rösel als Frau runden das Ensemble vortrefflich ab. Eine Produktion, die von der 1. bis zur letzten Note begeistert. Großer Jubel des Publikums. Ein/zwei laute Buhs, deren Adressat nicht klar wurde, aber irgendein Idiot buht ja neuerdings immer, galt möglicherweise dem Herkunftsland der Regisseurin.                                                      
Sven Godenrath, Hamburg
 
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Alan Mencken: Der kleine Horrorladen (First Stage Theater 21.01.2023)

Ein witziger, kurzweiliger Abend, voller abgedrehter Charaktere. Zum einen Seymour, den personifizierten Pflanzennerd. Audrey, die blonde Sexbombe, naiv aber das Herz auf am rechten Fleck. Orin Schivello, dem sadistischen Zahnarzt und Frauenschläger, Mr. Mushnik, dem Ladenbesitzer, der nichts unversucht läßt, um aus der Pflanze auch noch Kapital zu schlagen, Audry II, die alles verschlingende, fleischfressende Pflanze und dann noch eine Dreier -Damencombo als Revuegirls zur Auflockerung der Handlung. Als kürzlich in  der „Welt“ stand, man habe acht neue fleischfressende Pflanzen entdeckt, wusste wohl noch keiner etwas von dieser, der neunten ihrer Art, grandios gesungen von Carl van Wegeberg. Joshua Hien gab einen Seymour, bei dem nicht immer jede Note da war wo sie sein sollte, dennoch gab es Sequenzen, insbesondere in den Ensembleszenen, wo er einfach großartig war, was sich auch auf seine Darstellung der Rolle bezieht. Stimmlich ebenfalls großartig: Ruth Katharina Fuchs als Audrey die mit ihrem Sexappeal, die humoristischen Einwürfe waren auf dem Punkt. Andreas Zaron überzeugte als Mr. Mushnik. Bag Timmers beeindruckte sowohl stimmlich wie darstellerisch als Orin Scrivello. Großartig die drei Damen Olivia Kate Ward als Chiffondance Captain, Daniela Tweesmann als Ronnette und Finn Samira Präffcke-Schrimps als Crystal.
Sven Godenrath,  Hamburg
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Adolf Busch: String Quartet, Flute Qjuintet, Pieces for String Quartet (CPO)

Dem Sarastro Quinetet ()Ralph Orendain, Roman Conrad – Violine, Hanna WErner-Helfenstein – Viola, Lehel Donath – Violoncello) gelingt eine gefühlvolle, rhythmisch akzentuierte Ausformung des 1. von Nine pieces for String Quartet op. 45 von Adolf Busch. Gefühlvolle und feinsinnig gelingt das 2., 4., 6., und 7. während das 3. rhythmisch pointiert ausgeformt wird begeistern die 5., 8. und 9. durch ihre schwungvolle und mitreißende Interpretation. Gefühlvoll und rhythmisch prägnant gelingen der 1. und 3. Satz des String Quartet op. 57 in A minor. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 2. Satz. Berührend, mit feinsinnigen Pianopassagen (Flöte – Dimitri Vecchi) wird der 1. 2. und 4. Satz des Quintet op. 68 in C major ausgeformt, während der 3. Satz rhythmisch prägnant ausgeformt wird.

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Louis Glass: Symphonie No. 4 (CPO)

Dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Daniel Riaskin gelingt beim 1. Satz der 4. Sinfonie von Louis Glass eine dramatisch, packende Interpretation mit feinsinnig und berührend ausgeformten Pianopassagen und dann diese packende, dramatische Intensität in den Fortepassagen. Gefühlvoll und rhythmisch pointiert wird der 2. Satz ausgeformt auch hier begeistert wiederum diese packende, dramatische Intensität wie der Verfasser sie schon in den ersten Sekunden des 2. Satzes erlebt hat. Berührend und feinsinnig gelingt der 3. Satz, während der 4. Satz durch seine rhythmisch Brillianz, seine feinsinnigen Pianopassagen und seine dramatische Intensität begeistert. Eine CD, die man unbedingt gehört haben sollte.

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Grazyna Bacewicz: Complete Symphonie Works Vol. 1 (CPO)

Auf seiner aktuellen CD nimmt sich der Dirigent Lukasz Borowicz und das WDR Sinfonieorchester dem sinfonischen Schaffen von Grazyna Bacewicz an. Herrlich diese dramatische, packende Intensität des 1. Satzes der 3. Sinfonie die einen schon nach den ersten Sekunden gefangen nimmt. Gefühlvoll und rhythmisch pointiert gelingt der 2. Satz, während der 3. Satz durch seine schwungvoll und mitreißend ausgeformten Passagen begeistert. Sowohl der 1. wie auch der 2. Satz der 4. Sinfonie muten eher düster und bedrohlich und auch hier findet sich die gleiche dramatisch, packende Intensität wieder, die den Verfasser schon in der vorangegangen Sinfonie so begeistert hat. Gefühlvoll und berührend gelingt der 3. Satz und dann diese brillant ausgeformten virtuosen Passagen.

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Franz Xaver Richter: Six Sinfonias op. 2 (CPO)

Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim nimmt sich Johannes Moesus dem sinfonischen Schaffen von Franz Xaver Richter an. Der 1. und 3. Satz der Sinfonia op. 2/1 in D major gelingen rhythmisch prägnant und mitreißend in den virtuosen Passagen. Gefühlvoll und feinsinnig wird der 2. Satz nicht nur der 1. sondern auch der 3., 4. , 5. und 6. Sinfonie ausgeformt. Der 1. Satz wird rhythmisch prägnant ausgeformt, berührend wird der 2. Satz ausgeformt, während der 3. Satz gefühlvoll ausgeformt wird. Rhythmisch akzentuiert wird der 1. und 3. Satz der 3. Sinfonie ausgeformt. Mitreißend gelingt der 1. Satz der 4. Sinfonie, während der 3. Satz rhythmisch prägnant gelingt. Herrliche diese rhythmische Brillianz im 1. und 3. Satz der 5. Sinfonie, während der 3, Satz in den rhythmischen Passagen gefühlvoll ausziseliert wird. Schwungvoll und mitreißend wird der 3. Satz der 6. Sinfonie ausgeformt . Eine CD, die von der 1. bis zur letzten Note begeistert.

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Klavierabend, Masterprüfung von Stefan Bonev, Klasse Prof. Aleksandar Madzar (Musikhalle, Kleiner Saal, 17.01.2023)

Das Spiel von Stefan Bonev kann man in erster Linie als kraftvoll bezeichnen mit einem dominant, fast schon hämmernden Anschlag, Töne erklingen dadurch eher separiert denn flüssig und gebunden. Die Sonate op. 10 N. 2 F-Dur von Ludwig van Beethoven bestach vor allem durch seine dramatische Intensität und seine daraus resultierende Innenspannung. Das Werk gelang rhythmisch pointiert, Triller wurden schön ausziseliert, gelangen jedoch ebenso wie nahezu sämtliche virtuosen Passagen alle sehr ähnlich in der Ausformung. Es folgten Balladen op. 10 von Johannes Brahms. Hier gab es gefühlvolle ( im 1. Satz und auch schwebende ( im 2. Satz) Pianopassagen, die sich der Verfasser etwas gebundener in ihrer Ausformung gewünscht hätte, während die Fortepassagen sich was die dramatische Intensität anbelangt glichen. Der 3. Satz gelang rhythmisch separiert, bezogen auch auf die virtuosen Passagen, während im 4. Satz die Pianopassagen eher akzentuiert gelangen. Nach der Pause gab es die Fantasie d-Moll KV 397 von Wolfgang A. Mozart, die gefühlvoll, perlend mit separiert anmutenden, zum Teil auch schwebend anmutenden Pianopassagen, guten dynamischen Abstufungen und perlenden Trillern. Weiter ging es mit 5 Stücken aus dem Preluden Heft 1 von Claude Debussy. „Danseuses de Dephes“ gelang akzentuiert, „Voiles“ gefühlvoll, „Le vent danjs la plaine“ begeisterte durch seine perlenden Triller. „Le sons et les parfums tournent dans l’air du soir“ gab es gefühlvolle Pinopassagen, pointierte Fortepassagen und Triller, während „Les collines d’Anacapri“ gefühlvoll mit akzentuierten Trillern und perlend anmutenden Pianopassagen ausgeformt wurde. Abschließend folgte die „Polonaise-Fantaisie op. 61 As-Dur von Frédéric Chopin, mit gefühlvollen und berührenden Pianopassagen, rhythmisch pointiert, perlenden Trillern und einer packenden, dramatischen Intensität. In der kurzen Zugabe erlebte man das, was man sich den ganzen Abend über gewünscht hätte, gefühlvolle und feinsinnig gebunden anmutende Pianopassagen.

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Klavierabend: Johann Sebastian Bach Recital – Masterprüfung von Julien Cohen, Klasse Prof. Hubert Rutkowski (Musikhalle, kleiner Saal, Hamburg 16.01.2023)

Hätte man diesen Abend so vermarket wie es angemessen gewesen wäre, hätte man höchstwahrscheinlich sogar den großen Saal der Elbphilharmonie bis auf den letzten Platz füllen können. Ärgerlicherweise legt aber die Hfmt immer noch keine Wert darauf ihre größten Talente öffentlich wirksam ins richtige Licht zu rücken, was wohl auch nicht zuletzt auf die neue Führung zurückzuführen ist, die Besucher lieber vergrault und der Verfasser weiß wovon er spricht. Das bezieht sich nicht auf die Konzerte in der HfMt sondern auch auf die Prüfungskonzerte, denn dieses Konzerte glich einer Sternstunde in Sachen Bachinterpretationen am Klavier und stellte selbst Pianisten in den Schatten, die heute groß im Geschäft sind. Der Abend wurde eröffnet mit der Fantasie und Fugue in a-Moll BWV 904. Die Fantasie gelang akzentuiert, einfühlsam, gefühlvoll, herrlich in den dynamischen Abstufungen und einer perlenden Eleganz. Die Fugue gelang akzentuiert in den virtuosen Passagen, mitreißend, die Triller bestachen durch ihre phantasievolle Ausformung. Weiter ging es mit der Partita Nr. 6 in e-Moll. Im 1. Teil gelangen die Pianopassagen berührend, einfach zum dahinschmelzen, während die virtuosen Passagen durch ihre großartig ausziselierten dynamischen Abstufungen begeisterten. im 2. Teil wurden die rhythmischen Passagen pointiert, die Pianopassagen gefühlvoll und berührend ausgeformt, während die Triller prägnant ausgeformt wurden. Im 3. Teil gefühlvoll und feinsinnig gelang und dann diese perlende Eleganz. Der 4. gelang gelang kraftvoll und rhythmisch pointiert. Im 5. Teil dann diese perlenden Triller und die einfühlsam und berührend ausgeformten Pianopassagen mit ihren grandios ausgeformten dynamischen Abstufungen. Grandios die akzentuiert und phantasievoll ausgeformten virtuosen Passagen im 6. Teil. Nach einer Pause ging es weiter mit dem Italienischen Konzert in F-Dur. Der 1. Teil gelang mitreißend und rhythmisch pointiert und dann wiederum die phantasievoll ausgeformten Triller. Im 2. Teil dann diese berührenden Pianopassagen, einfach zum dahinschmelzen, dann die gefühlvoll, fast könnte man schon sagen sie wurden zelebrierten und zudem auch noch phantasievoll ausziselierten Triller und diese dramatischen Steigerungen, einfach grandios. Ebenfalls grandios die dramatisch, packende Intensität in den mitreißend ausgeformten virtuosen Passagen. Abschließend dann die Partita Nr. 2 in c-Moll. Ergreifend ausgeformt, einfühlsam und pointiert die Piano- und Trillerpassagen und dann wiederum diese grandios ausgeformten virtuosen Passagen. Der 2. Teil gelang gefühlvoll, akzentuiert, perlend, der 3. Teil schwungvoll, mitrei0ßend und akzentuiert. Der 4. Teil war einfach zum dahinschmelzen, feinsinnig mit traumhaft ausziselierten Trillern. Der 5. Teil gelang akzentuiert, die virtuosen Passagen bestachen durch ihre dramatisch, packenden Intensität die zu dem auch noch akzentuiert ausgeformt wurden. An diesem Abend hatte man das Glück einen zukünftigen Meister am Klavier zu begegnen, dem eine ganz große Karriere geradezu zu Füßen liegt. Sein Spiel besitzt eine emotionale Tiefe, wie es nur ganz wenigen Vergönnt ist, für jedes Werk, jeden Satz findet er eine individuellen Tonfall. Diesen einmaligen Künstler Live erleben zu dürfen kann der Verfasser nur als Glücksfall in seiner bisherigen „Karriere“ als Konzertbesucher bezeichnen.

Abschließend noch einen Satz zu Hubert Rutkowski, für alle diejenigen denen der Name nichts sagen sollte. Hubert Rutkowski hat sich in den letzten Jahren mit seinen Interpretationen polnischer Komponisten einen Namen gemacht wie z. B. Leschetitzky, Fontana, Mikuli, Ackland, Filisch und Gutmann (die letzten vier waren alles Schüler von Chopin)

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Georg Philippe Telemann: Französischer Jahrgang 1714/1715 – complete Cantatas Vol. 2 (CPO)

Die Sopranistin Sabine Goetze begeistert vor allem durch ihre brilliante Art die Koloraturen auszuformen, anders als nicht wenige eher dem sakralen Gesang verbundene Sängerinnen besitzt sie ihre Stimme eine eigene Klangfarbe und sie versteht es Koloraturen phantasievoll auszuformen, so das jede ausgeformte Verzierung ihren eigenen Charakter erhält, was ihrer Interpretation einen nicht abreißende Innenspannung verleiht. Der Bass Hans Christoph Bangemann begeistert durch seine Eleganz bei der Ausformung Arien. Der Tenor Fabian Kelly formt die Verzierungen elegant und phantasievoll aus. Wunderbar die Engführung der Stimmen zwischen der Sopranistin Sabine Goetz und der Altistin Liselotte Fink. Auf der 2. CD begeistert der Tenor Hans Jörg Mammel durch seine elegante Ausformung der Verzierungen. Dem Bass Gotthold Schwarz gelingt eine prägnante Interpretation. Julie Grutzkas Stimme ist verglichen mit der von Sabine Goetze höher timbriert, der eine gefühlvolle Interpretation der Arien gelingt. Luca Segger begeistert durch sein sinnliches Stimmtimbre und seine gefühlvolle Ausdeutung der Musik. Die Gutenberg Soloist und das Neumeyer Consort entwickeln unter der Leitung von Felix Koch einen exzellenten Orchesterklang.

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Etudes Poetiques – Signe Lund – (LAWO)

Die aktuelle CD des Pianist Rune Alver ist dem musikalischen Schaffen von Signe Lund gewidmet. Kraftvoll und mitreißend wird Piece chimes op. 52 gewidmet. Gefühlvoll und dennoch mit einer packenden dramatischen Intensität wird das Festive Prelude op. 21 ausgeformt. Gefühlvoll und berührend gelingen Legend und Novelletto aus den Piano Pieces op. 16., während das Intermezzo durch seine rhythmische Prägnanz begeistert ist beim Scherzino diese perlende Brillianz in den rhythmischen Pianopassagen. Gefühlvoll gelingt das Menuet aus den Piano Pieces op. 17, während das Preludium durch seine dramatische Intensität besticht. Feinsinnig wird Album leaf op. 19 ausgeformt. Idylle aus den Piano Pieces op. 24 gelingt rhythmisch akzentuiert, während die Elegie gefühlvoll ausziseliert wird. Berührend gelingt die 1. und 3. Etude poetique aus den trois etudes poetique op. 32., herrlich diese gefühlvolle Eleganz in der 2. Etude. Berührend und mit einer immer auflodernden dramatischen Intensität formt er die Concert Etude in C.-minor op. 37 aus. Herrlich diese perlende ausgeformten Pianopassagen bei „In the Boot“ aus den Impressionen of Nature op. 61. Gefühlvoll und berührend gelingt „Summer Night“. Herrlich diese berührende Eleganz von „By the Brook“ und diese packend rhythmische Brillianz in „Lost in the Forest“. Gefühlvoll und berührend formt er abschließend „In the Highlands“ aus.

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