Richard Wagner: Siegfried – 2/2021 Madrid (DVD, Premiere Opera)

Nach der sensationellen Walküre hat der Verfasser schon sehnsüchtig auf den Siegfried gewartet und wurde schwer enttäuscht. Pablo Heras-Casados Dirigat kommt erst im Schlußduett so richtig in fahrt. Das Bühnenbild des 1. Aktes ein Schrottplatz, wirkt phantasielos und uninspiriert. Andreas Schager klingt stellenweise in der Höhe eng und er neigt in manchen Momenten dazu die Töne wie Kaugummi zu dehnen. Andreas Conrad überzeugt als quirliger Mimi. Tomasz Konieczny ist ein großartiger Wanderer. Ricarda Merbeth begeistert einmal mehr als Brünnhilde auch wenn man bei der Erweckungsszenen befürchten mußte das ihr Oberteil platzen könnte. Okka von der Damerau begeistert als Erda. Martin Winkler überzeugt ebenso als Alberich, wie Jongmin Park als Wurm.

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Giuseppe Verdi: Il Trovatore – Pisa 9/2021 – (DVD, Premiere Opera)

Carolina Lopez Morena begeistert als Leonora. Murat Karahan hat leider stellenweise eine etwas enge, angestrengt wirkende Höhe, meistert die Rolle aber dennoch ganz ordentlich. Victoria Pitts begeistert dank ihrer dunklen Stimme als Azucena. In weiteren Rollen runden Cesat Méndez, Levan Makaridze und Greta Lirussi als Inez das Ensemble stimmig ab. Marco Guidarini begeistert mit seinem Orchesterklangteppich und auch der Chor versteht es zu begeistern.

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Giuseppe Verdi: La Traviata – Helsinki 11/2021 (DVD, Premiere Opera)

Alan Buribayev scheitert wie nahezu alle Dirigenten vor ihm an der großen Szene, 2. Akt, 2. Teil an Alfredo voi, entschieden zu schnell, abgesehen davon aber überzeugend. Großartig auch das opulente Bühnenbild und die aufwendigen Kostüme. Tuuli Takala, an die sich mancher Hamburger noch auf Grund ihrer großartigen Konstanze erinnern kann, gibt eine optisch eine aparte Violetta von nahezu makelloser Schönheit und eine stimmliche Leistung die berührt und begeistert. Irakli Kakhidze gibt einen lyrisch überzeugen Alfredo und Aleksei Isaev begeistert dank seiner dramatischen Intensität als Germont. In weiteren Rollen runden Johannes Vatjus, Ari Hosio, Jouni Kokoram Kolt Soasepp und Anu Ontronen runden das exzellent aufeinander abgestimmt Ensemble perfekt ab.

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Richard Wagner: Lohengrin- Wien !6.04.1997 (DVD, Premiere opera)

Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Fan Video mit einer recht guten Tonqualität. Peter Schneider sogt mit den Wiener Philharmonikern für einen Klangteppich von dem wahrscheinlich so mancher Wiener noch heute träumt, oder hinterher trauert. Ben Heppner ist ein exzellenter Lohengrin, sowohl in den dramatischen wie auch in den lyrischen Passagen. Was einst einmal diesen Hype auf Cheryl Stuider aufkommen ließ, diese auf der Bühne nahezu allen singen durfte und etliche Tonträger hinterlassen hat, ist auch beim Hören dieser Aufnahme schwer nachzuvollziehen. Die Stimme hat zwar einen gewissen Klangcharakter der begeistert, aber auch ein Vibrato, dass man in manchen Momenten auch schon als leichtes Tremolo deuten könnte. Dennoch eine charmante, überzeugende Elsa. Elizabeth Connel (Sopran) besitzt zwar die dramatische Intensität um eine bezwingende Ortrudinterpretation vorzulegen, sie ist nur kein Mezzo, und somit fehlt ihr die Tiefe für die Rolle. Kurt Rydl begeistert als Telramund, Tom Fox begeistert als König. Im Großen und Ganzen eine überzeugende Produktion.

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Othmar Schoeck: Elegie – Christian Gerhaher – (Sony)

Dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Heinz Holliger gelingt trotz des überwiegend düsteren Klangbildes jedem Lied einen individuellen Klangcharakter zu verleihen. Christian Gerhaher singt bzw. rezitiert auf der Gesanglinie jedes der Lieder und verleiht jedem einzelnen Lied einen Klangcharakter mit berührend und einen mitnimmt. Herrlich die großartigen dynamischen Abstufungen mit welchem er die Texte ausformt und ihnen eine Tiefe und eine Authenzität verleiht, die man nicht alle Tage in dieser Formvollendung geboten bekommt.

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Telemann Intimissimo ( Perfect Noise)

Herrlich diese rhythmisch prägnant ausgeformten Triller mit welchen Christian Heim auf der Blockflöte bei der Sonata C-Dur TWV 41:C5 begeistert. Berührend gelingt der 2. Satz, während der 3. Satz durch seine rhythmische Brillianz begeistert. Gefühlvoll und rhythmisch akzentuiert wird er am Cembalo von Avinoam Shalev begleitet. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 1. Satz der Fantasia Nr. 8 g-Moll TWV 40:9. Herrlich diese rhythmische Prägnanz des 2. Satzes und dann dieser gefühlvoll ausziselierte 3. Satz. Gefühlvoll und berührend gelingt der 1. Satz der Sonata e-Moll TWV 41:e5. Hier begeistert Christian Heim an der Viola da Gamba. Die virtuosen Passagen werden im 2. und 4. Satz werden rhythmisch akzentuiert ausgeformt. Berührend gelingt der 3. Satz, ebenso wie die Fantasia Nr. 6 G-Dur TWV 40:31, die aber auch durch ihre rhythmische Brillianz begeistert. Rhythmisch Prägnant gelingt der 1. und 3. Satz des Concerto g-Moll TWV 51:g1. Herrlich die gefühlvoll ausziselierten Triller beim 2. Satz. Großartig die die dynamischen Abstufungen bei den pointierten ausgeformten Trillern die Christian Heim seiner Blockflöte bei der Fantasia D-Dur TWV 40:8 zu entlocken versteht. Bei der Sonata f-Moll TWV 41:f1 begeistern die feinsinnig und berührend ausgeformten Trillern und Pianopassagen ebenso wie die mitreißend ausgeformten virtuosen Passagen, die auch auf Grund der kunstvollen ausziselierten dynamischen Abstufungen begeistern. Großartig diese berührende Intensität in den virtuosen Passagen des 1. und 3. Satzes der Fantasia 11 d-Moll TWV 40.36. Berührend und feinsinnig gelingt der 2. Satz.. Gefühlvoll gelingen der 1. und 3. Satz der Sonata G-Dur TWV 41:C6. Auch hier begeistert Christian Heim erneut mit seinem gefühlvolle spiel bei der Viola da Gamba. Rhythmisch akzentuiert gelingt der 2. Satz, während der 4. Satz durch seine rhythmische Prägnanz in den virtuosen Passagen begeistert. Eine CD die nicht nur Freunde des Barock und der Blockflöte begeistern könnte.

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Antonio Vivaldi: Stabat Mater – Jakub Jozef Orlinsky – (Warner)

Rhythmisch prägnant und berührend gelingt der capella cracoviensis unter der Leitung von Jan Tomasz Adamus, welcher auch die Orgel spielt, eine Interpretation die schon nach wenigen Sekunden begeistert. Das spezielle Timbre und die einfühlsame, berührende Interpretation de Countertenors Jakub Jozef Orlinksy nimmt einen sofort gefangen. Grandios wie feinsinnig und phantasievoll die Verzierungen ausgeformt werden. Die rhythmische Prägnanz die dynamischen Abstufungen in den Pianopassagen und auch in den Verzierungen. Hier wird jede Phrase, jedes Wort, teilweise auch jeder Buchstabe goutiert. Was Jakub Jozef Orlinky mit seiner Interpretation leistet ist ganz große Kunst und eigentlich kaum in Worte zu fassen. Eine CD, ein Meilenstein der Interpretationskunst, wie man sie nur ganz selten findet. Als Zugabe erwartet den Käufer das gesamte Werk in der gleiches Besetzung noch einmal auf DVD. Eine Interpretation an der einfach kein Weg vorbeiführt, ein absolutes muß.

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Paul Wranitzky: Symphonies (Sony)

War einem bisher nur die heut zu Tage bekannte Ouvertüre zum Oberon von Carl Maria von Weber geläufig. So begeistert die von Paul Wranitzsky durch ihre Unbeschwertheit, ihre feinsinnig ausziselierten Triller und ihre rhythmisch prägnante dramatische Intensität, mit welcher die Akademie für alte Musik Berlin unter der Leitung von Bernhard Forck gleich nach wenigen Sekunden begeistert. Großartige die interpretatorische Tiefe und die packende, dramatische Intensität mit welcher der 1. Satz der Symphony in C Minor op. 31 ausgedeutet wird. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 2. Satz. Großartig zum einen die Leichtigkeit und die rhythmische Prägnanz auch in den virtuoseren Passagen , mit welcher der 3. Satz gelingt. Gefühlvoll und feinsinnig wird der 4. Satz ausgedeutet. Herrlich auch hier gleich zu Beginn wiederum diese packende dramatische Intensität des 1. Satzes der Symphony in D Major op. 36. Gefühlvoll und rhythmisch akzentuiert werden der 2., 3. und 4. Satz ausgedeutet. Auch bei der Symphony in D minor „La Tempesta“ begeistern beim 1. und 3. Satz wiederum diese packende dramatische Intensität und die rhythmische Prägnanz. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 2. Satz. Eine Doppel CD Box die von der 1. bis zur letzten Note begeistert.

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Jan Vogler: Pop Songs (Sony)

Warum diese Pop Songs erschließt sich dem Verfasser nicht so ganz, zumal er sich hier eher um Titel handelt die zur damaligen Zeit Schlager, Hits waren, Pop Songs ist hier eher irreführend. da erwartet man eher Titel wie Yesterday, Paparazzi und ähnliches. Begleitet wird Jan Vogler von der BBC Philharmonic unter der Leitung von Omer Meir Wellber. Gefühlvoll, berührend und feinsinnig gelingt das Lamento der Dido aus Purcells Dido und Aeneas. Heiter und unbeschwert gelingt Glucks „Ach ich habe sie verloren. Schwungvoll und mitreißend wird „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen aus Mozarts Zauberflöte. Bellinis Casta Diva gelingt berührend und einfühlsam, eine der wohl besten Interpretationen senza voce die es bis heute gibt. Rhythmisch brilliant folgt das „Largo al factotum“. Einfühlsam wird „La fleur que tu m’avais jeteé“ ausgedeutet. Herrlich wie gefühlvoll das Lied an den Abendstern“ ausziseliert wird. Auch hier ein Meilenstein zum Thema Arieninterpretation senza Voce. Zum Abschluß dann doch noch ein paar Pop Songs, das bekannte „It was a good Year und Billie Jean und die weniger bekannten Titel „Golden Slummer“ immerhin von Lennon/McCartney und Still got the blues von Moore. Eine überaus hörenswerte CD, weil jeder Titel einen individuellen Klang bekommt und zu dem durch Jan Vogler eine emotionale Tiefe bekommt, die einfach nur begeistert.

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Pier Giuseppe Sandoni: Cantatas & Instrumental works (Sony)

Schon gleich zu Beginn, bei der Cantate „Dimmi crudel“ von Pier Giuseppe Sandoni begeistert die Wärme, der Charme der Sopranistin Francesca Aspromonte, welche mit ihren feinsinnigen Trillern eine berührende Interpretation glückt. Das Ensemble La Floridiana unter der Leitung von Nicoleta Paraschivescu begeistert durch ihre tiefsinnige Ausdeutung und einfühlsamen Begleitung. Die Sopranistin wird hier förmlich auf Händen getragen. Feinsinnig deutet Nicolata Paraschivescu am Harpsichord die Ciaccona in A Major aus. Berührend mit feinsinnig ausziselierten Trillern gelingt die Sonata Settima a Tré. Herrlich dieser perlende Sopranklang, mit welchem Francesca Aspromonte bei ihrer Interpretation der Cantata „Chi s’intende d’amar begeistert. Diese feinsinnig, perlenden Triller und diese interpretatorische Tiefe, einfach toll. Großartig diese perlende Eleganz mit welcher Nicoleta Paraschivescu am Harpsichord die Follia ausdeutet. Abschließend dann die Cantata „Del timor d’un cor geloso“. Auch hier begeistert Francesca Aspromonte erneut durch die perlende Eleganz ihrer Stimme und ihre feinsinnige Interpretationskunst. Eine CD, die nicht nur Freunde von Barockmusiken und Cantaten begeistern dürfte.

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