Ludwig Mittelhammer – Schubert, Wolf, Medtner – (Berlin classics)

Der Bariton Ludwig Mittelhammer hat auf  dieser CD Lieder dreier Komponisten, in Liedgruppen zusammengefasst, interpretiert.  Zum einen Franz Schubert, dann Hugo Wolf und schließlich Nikolai Medtner. Mit seinem lyrischen, angenehm timbrierten Bariton gelingt Ludwig Mittelhammer eine feinsinnige, elegante Interpretation von „Im Frühling“ von Franz Schubert, rhythmisch feinsinnig und akzentuiert gelingt ihm „Der Knabe“. Ebenfalls akzentuiert gelingt „Der Schmetterling“, rhythmisch pointiert dann „Der Musensohn“, einfühlsam wird schließlich „Alinde“ ausziseliert. Auch in „Der Wandere an der Mond“werden die rhythmischen Passagen feinsinnig ausziseliert. „An den Mond“ gelingt berührend und gefühlvoll, ebenso wie ihm auch bei „An den Mond in einer Herbstnacht“ eine gefühlvolle Interpretation gelingt. Akzentuiert und gefühlvoll die nächsten beiden Lieder „Der Gärtner“ und „“Der Knabe und das „Immlein“ von Hugo Wolf, dramatischer und pointierter gelingt ihm „Der Tambour“. Von dramatischer Intensität ist die Interpretation „Wo find ich Trost“ geprägt, berührend und einfühlsam “ Gesang Weylas“, akzentuiert „Storchenbotschaft.“ Die letzte Liedgruppe ist dem Komponisten Nikolai Medtner gewidmet. Einfühlsam gelingt die Interpretation von „Liebliches Kind“, gleiches gilt auch für „Nähe des Geliebten“ und  „Wanderer Nachtlied I und II“, berührend „Meerestille“ von dramatischer Intensität geprägt „Glückliche Fahrt“. Ludwig Mittelhammer gelingt es mit seinem Debütalbum den Liedern eine emotionale Tiefe und Ausdruckskraft zu verleihen, die von der ersten bis zur letzten Note begeistert. Jedes Lied bekommt eine eigene Klangfarbe. Mit Jonathan Ware hat er einen Begleiter gefunden, dem es gelingt die psychologische Tiefe der einzelne Stücke zu erfassen und jedem Lied, jedem Komponisten einen eigenen Tonfall zu verleihen. Dank ihm wird jedes Lied zu einem Kleinod der ganz besonderen Art, wird jedes Lied, jede einzelne Geschichte zum Leben erweckt, der Zuhörer wird in die Welt jedes einzelnen Liedes förmlich hinein gesogen. Was hier gelungen ist, ist ganz große Kunst, ein Album, das man gehört haben sollte.

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A Bernstein Story – Sebastian Studnitzky, Sebastian Manz – (Berlin Classics)

Die CD wird eröffnet mit den „Three pieces for clarinet solo“ von Igor Stravinsky, die mal einfühlsam und mal mit einer Virtuosität gespielt wird, die einfach begeistert. Es folgte die „Sonate for clarinet and piano“ von Leonard Bernstein arragiert von Sebastian Manz und Sebastian Studnitzky, rhythmisch pointiert und gefühlvoll gelingt es beiden diese Musik gefühlvoll auszuziselieren, hier gehen Jazz und Klassik eine ideale Verbindung miteinander ein. Die „Melancolenny“ (Sebastian Mantz und Sebastian Studnitzky) beginnt mit einem perlenden,feinsinnigen Klavierton. feinfühlig gesellt sich dann die Klarinette mit hinzu. Es folgt der „Chichester Choral“ von Leonard Bernstein, arrangiert von Sebastian Manz und Sebastian Studnitzky. mit einem berückenden, gefühlvollen Klarinettenentré, ebenso gefühlvoll fällt der Klavierton in diese Stimmung ein. „New York Counterpoint for clarinet and tape“ von Steve Reich besticht anfänglich durch einen vibrierenden, elektronischen Ton, in welchen sich dann nach wenigen Minuten die Klarinette gefühlvoll einfällt. Irgendwann wechselt der vibrierende Ton in eine sich immer wieder wiederholende Tonfolge. In „Slow“ spielt die Klarinette eine sich wiederholende kurze Tonskala, das gleiche wiederholt sich dann mit einer anderen Tonskala im 3. Satz, wobei hier immer wieder neue Tonfolgen hinzukommen. Es folgt „Prelude, Loops & Riffs“ von Leonard Bernstein, arrangiert von Sebastian Manz und Sebastian Studnitzky. Die „Clubhouse fanfare“ klingt rhythmisch prägnant bei sich wiederholenden Tonfolgen, die hin und wieder etwas variieren, „Rise against the walk“ offenbart ein gefühlvolles Klavierintro, das musikalisch eher dem Jazz entlehnt zu sein scheint, mit einer gefühlvollen rhythmischen Klarinetten Unterstützung. „Stravinsky-Morph“ klingt akzentuiert, das Klavier gibt den Rhythmus vor und die Klarinette gesellt sich dann immer dominanter werdend mit hinzu. In die „Jam Session“ startet die Klarinette rhythmisch akzentuiert, immer virtuoser werdend, nach kurzer Zeit fällt das Klavier mit ein.

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Schumann Quartett: Chiaroscuro (Berlin Classics)

Aus den „five fugues from Bach’s The well -tempered clavier KV 405“ von Wolfgang A. Mozart, wird der Charakter der Musik gut getroffen, die Musik wird feinsinnig und charmant ausziseliert. Es folgt „Fugue in E-Flat major op.81“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die ebenfalls mit einem warmen Tonfall, charmant präsentiert wird. Das String Quartet No. 2 von Philip Glass klingt eher rauer vom Tonfall, fast schon ein wenig atonal und dennoch bezwingend interpretiert. Düster, gefühlvoll erklingt das „Adagio“ aus „Two pieces for string quartett (1931)“ von Dmitri Shostakovich, mitreißend und pointiert folgt das „Allegretto“. Modern vom Klangbild, melodisch und einfühlsam ausgedeutet erklingen die „Six bagatelles for string quartet op.9“. Packend, mitreißend mit großartig, teilweise etwas rauer anmutenden Streicherpassagen glückt die Interpretation des String quartet No. 2 von Leos Janacek, der 2. Satz wird schließlich gefühlvoll ausziseliert. Gleiches gilt auch für die sich anschließenden beiden Sätze, die zum Teil noch durch ihre stellenweise auftretende dramatische Intensität und ihre Virtuosität in letzten Satz besticht. Abschließend eine gefühlvolle Interpretation des „Lullaby for string quartet“ von George Gershwin.

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Ragna Schirmer: Madame Schumann (Berlin Classics)

Unter dem Titel Madame Schumann wirft die Pianistin Ragna Schirmer nicht nur einen Blick auf das musikalische Schaffen von Clara Schumann, sondern auch einen Seitenblick auf Kompositionen von Robert Schumann, Fanny Hensel, Ludwig van Beethoven, Domenico Scarlatti, Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck/Johannes Brahms, Frederic Chopin und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Den Anfang macht das Klavierquartett Es-Dur op. 47 von Robert Schumann mit Iason Keramidis -Violine, Julien Heichelbach – Viola, Benedict Klöckner – Violoncello und Ragna Schirmer –  Klavier. Der 1. Satz wird feinsinnig und gefühlvoll ausziseliert, die Stimmen der einzelnen Instrumente sind adäquat aufeinander abgestimmt. Der 2. Satz besticht durch das gefühlvolle, virtuose Intro des Violoncello. Ragna Schirmer besticht durch ihre perlendes, virtuoses und auch akzentuiertes Spiel. Mit einem dominanteren, berückenden Violinenentré geht es in den 3. Satz, der von den Streichern feinsinnig ausziseliert wird und auch Ragna Schirmer besticht einmal mehr durch ihr sinnliches, perlendes Spiel. Virtuos und mitreißend gelingt dann der 4. Satz. „Über allen Gipfeln ist Ruh“ von Fanny Hensel“ wird von der Sopranistin Nora Friedrichs getragen, feinsinnig und gefühlvoll ausziseliert, wohingegen leicht und unbeschwert der Sopranistin die Interpretation der „Widmung“ von Robert Schumann glückt. Der 1. Satz des Klaviertrios von Clara Schumann wird elegant und gefühlvoll ausziseliert, das „Scherzo“ suggeriert eine leicht gebremste Unbeschwertheit, von einer berührenden Schönheit das „Andante“, während das „Allegretto“ eine leichte schwermütige Note erhält. Auf der 2. CD spielt Ragna Schirmer dann ein Programm nach, mit welchem auch schon Clara Schumann konzertierte. Rhythmisch pointiert mit wundervoll ausziselierten, perlenden Virtuosenpassagen und grandiosen Trillern begeistert Ragna Schirmer schon gleich mit dem 1. Satz der Klaviersonate Nr. 21 von Ludwig van Beethoven, von einer berührenden Melancholie ist dann der zweite Satz geprägt, während im dritten wiederum diese grandiosen, perlenden Triller, neben ihre akzentuierten Spiel und diese atemberaubende Virtuosität begeistern. Grandios auch diese akzentuierte Leichtigkeit in der Sonate in D-Dur  K.430 von Domenico Scarlatti. Es folgte die „Suite No. 7 von Georg Friedrich Händel, in welche die „Sarabande“ gefühlvoll mit wunderschönen Trillern, das „Gigue“ pointiert und die „Passacaglia“ rhythmisch akzentuiert ausgedeutet wird. Die „Gavotte“ von Christoph Willibald Gluck/Johannes Brahms  wird akzentuiert und gefühlvoll ausgedeutet. „Von Fremden Ländern und Menschen“ aus den Kinderszenen“ von Robert Schumann wird akzentuiert und feinsinnig ausgeformt, „kuriose Geschichten“  rhythmisch akzentuiert, „Hasche Mann“ ungemein Virtuos, „Bittendes Kind“getragen melancholisch, „Glückes genug“ mit einer heiteren Virtuosität, Träumerei“ mit einer berückenden Schönheit, „Am Kamin“ heiter, akzentuiert, „Ritter vom Steckenpferd“ rhythmisch pointiert, „Fürchten machen“ rhythmisch akzentuiert, „Kind im Einschlummern“ berückend schön und „Der Dichter spricht“ getragen, nachdenklich, vorgetragen. Es folgen von Frederic Chopin „Walzer in cis-Moll op. 64, rhythmisch akzentuiert und das „Impromptu“ mit einer ungebremsten perlenden Virtuosität und mit wunderbaren Trillern ausziseliert.  Abschließend noch das „Rondo Capriccioso op. 14“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, welches Ragna Schirmer getragen, gefühlvoll, akzentuiert und ebenfalls mit wunderschönen Trillern, ausziseliert.

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Gateways – Chen, Kreisler, Rachmaninov – Maxim Vengerov – (Universal)

Nach Carl Orff Camina Burana ist Gateways das zweite Album, dass das Shanhai Symphony Orchester unter der Leitung von Long Yu für die Deutsche Gramophone eingespielt hat. Die CD wird eröffnet mit „The Five Elements“ von Wu Xig . Der Orchesterklang ist modern, teilweise etwas minimalisch und geprägt von einer fernöstlichen Klangsprache. „Bei „Shui“ hört man stellenweise das Wasser plätschern, „Mu“ bekommt einen perlenden aber auch dramatischen Klangcharakter, bei „Huo“ meint man die Flammenspitzen fröhlich tanzen zu sehen, bei „Tu“ meint man eine sich unendlich erstreckende Weite zu sehen und bei „Jin“ meint man zu hören, wie das Metall bearbeitet wird. Es folgt „La joie de la souffrance“ concerto for violin and orchestra. Maxim Vengerov beginnt im „Désolation“  mit einem gefühlvollen Piano bis der Ton dann langsam an dramatischer Intensität und Virtuosität zunimmt um dann im „Solitaire“ darauf in dieses berückende Piano zurückzufallen. „Diviment solitaire“ besticht durch dieses zauberhafte gefühlvolle Piano, „Excite par des illusions“ gelingt rhythmisch pointiert mit großartig ausgeformten Virtuosenpassagen, „Soulagement mélancholique“ besticht durch seine berückende Schönheit, was auch auf „La beauté de la souffrance“ und „La béaute solitaire“, zutrifft. Rhythmisch pointiert, dann „Se laisser emballer par la folie“, während „Chant déchirant“ mit seiner dramatischen Intensität gleich zu Beginn begeistert um dann wiederum zarte Pianotöne hervorzuzaubern. Abschließend dann „Un lueur de lumiere“ das wiederum im zartesten Piano beginnt. Es folgt von Fritz Kreisler „Tambourin chinois op. 3, rhythmisch pointiert mit einer herrlichen Virtuosität ausgedeutet. Abschließend die „Symphonic Dances“ von Sergei Rachmaninov, die mit einem fesselnden, dramatischen Entré beginnen und dann erst einmal lyrischer zu werden. Der 2. Satz beginnt rhythmisch pointiert mit wunderschön ausgeformten Trillern der Bläser, während der 3. Satz eher etwas gemächlich daher kommt.

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Johann Sebastian Bach: French Suites – Yuang Sheng – (Brilliant Classics)

Nach seinen letzten 3 Bach Alben hat sich der Pianist Yuang Sheng jetzt den Französiscehen Suiten von Johann Sebastian Bach angenommen. Die „Allemande“ aus der 1. Satz gelingt perlend, akzentuiert und wundervollen Trillern, „Die Courante“ perlend akzentuiert, ebenso wie die „Sarabande“, im „Menuet“ und im „Gigue“ stechen die akzentuierten Triller hervor. In der 2. Suite sticht bei der „Allemande“ die perlende Leichtigkeit hervor , während sich der Spielstil bei der „Courante“ und der „Sarabande“ kaum unterscheiden. Rhythmisch akzentuiert das „Air“ während das „Menuet“ etwas weicher vom Anschlag her ausgeformt, ebenfalls rhythmisch pointiert dann das „Gigue“. Von fließender Eleganz die „Allemand“ aus der 3. Suite, während die „Courante“ nach eine Spur weicher und perlender vom Klangcharakter her ausgeformt wird. Die „Sarabande“ besticht durch die feinsinnig ausziselierten Triller, während die „Angloise“ eher rhythmisch akzentuiert ausgeformt wird. Das „Menuet“ wird pointiert ausgeformt, während das „Gigue“ durch seine feinsinnige Virtuosität begeistert. Die „Allemande“ aus der 4. Suite gefühlvollerer und perlend vom Klangcharakter her, während die „Courante“ rhythmisch akzentuiert, die „Sarabande“ gefühlvoll, getragen, die „Gavotte“, akzentuiert, „das Menuet“ vom Klangcharakter her zu ähnlich, das „Air“ perlend virtuos und das „Gigue“ pointiert ausgeformt wird. Das „Allemande“ der 5. Suite. begeistert durch seine Eleganz und die „Courante“ durch seine perlende Virtuosität, während die „Sarabande“ durch ihre gefühlvolle Eleganz, die „Gavotte “ durch ihre perlende Leichtigkeit, die „Bourée“ durch ihre perlende, federnde Virtuosität und die „Gigue“ durch ihre virtuose Leichtigkeit, begeistern. Die „Allemande“ aus der 6. Suite begeistert durch ihre perlende Akzentuiertheit, die „Courante“ durch ihre federnde Virtuosität, die „Sarabande“ durch ihre gefühlvollen Triller. Erwähnenswert sind zu dem noch die gefühlvolle Eleganz und die wundervollen Triller in der „Allemande“ aus der Suite BWV 818, ein Ausdruck der sich auch in der „Sarabande simple“ und der „Sarabande“ aus der Suite BWV 819 wiederfindet.

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Sigismond Thalberg -apothéose & Fantasies of French Operas (Brilliant Classics)

Den Anfang auf dieser CD macht die „Fantasie sur des mifits de l’opera Les Hugenots de Meyerbeer op. 20“, die Mark Viner elegant, perlend, mit wundervollen berührenden Trillern ausformt, die „Grand caprice sur de motifs de l’opera Charles VI de F. Halevy op. 48“, besticht durch ein dramatisches, pointiertes Entré, perlende virtuose Passagen und wundervolle Pianopassagen. Die „Bella adorata incognita, romance de l’opera il Giuramente de Mercadante“ aus den „L’Art du chant applique au piano op. 70“ wird gefühlvoll und feinsinnig ausgedeutet, gleiches gilt auch für die „Casta Diva“. Es folgt die „Grand Fantasie sur les motifs de l’opera La Muette de Portici de d.F.E. Auber op. 52“ die akzentuiert, perlend,  gefühlvoll und mit feinsinnig gesetzten dramatischen Akzenten ausgedeutet wird. Abschließend dann die „Grand caprice sur la marche de L’apothéose de Berlioz op. 58“, die feinsinnig, akzentuiert mit geschickt gesetzten dramatischen Akzenten und einer bezwingenden dramatischen Intensität ausgedeutet wird.

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