Hilary Hahn: Paris (Universal)

Herrlich die gefühlvoll ausziselierten Pianopassagen in Ernest Chaussons „Poeme“, dann die sich langsam steigernde dramatische Intensität und schließlich die berührend ausgeformten Triller. Begleitet wird Hilary Hahn vom Orchestre Philharmonique de Radio France geleitet von Mikko Franck, dem bei jeder Komposition eine feinsinnige, differenzierte aber auch dramatisch schlüssige Werkinterpretation gelingt, wobei er für jedes Werk einen individuellen Tonfall findet. Als nächstes Werk deuten sie das Violinenkonzert Nr. 1 von Sergei Prokofiev aus. Herrlich die akzentuiert ausgeformten, mitreißend ausgeformten virtuosen Passagen des 1. Satzes. Gefühlvoll ausgeformte virtuosen Passagen mit großartigen dynamischen Abstufungen begeistern im 2. Satz und dann diese feinsinnigen Pianopassagen des 3. Satz. Abschließend „Deux Sérénades“ von Einojuhani Rautavaara. Die erste Serenade wird ebenso feinsinnige und gefühlvoll und berührend ausgeformt wie die 2. Serenade. Eine CD, die von der ersten bis zur letzten Note einfach nur begeistert.

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Benjamin Grosvenor: Liszt (Universal)

Eröffnet wird die CD mit der Klaviersonate in B-minor S178. Der 1. Satz besticht zum einen durch seine dramatische Intensität und zum anderen durch die perlenden Triller und die virtuosen und rhythmisch akzentuierten, energievoll ausgeformten Passagen. Dann der akzentuiert ausgeformte 2. Satz mit seinen grandiosen dynamischen Abstufungen, sowohl in den lyrischen wie auch in den dramatischen Passagen. Dann die perlend ausgeformten virtuosen Passagen und Triller des 3. Satzes und dieser feinsinnig ausziselierte 4. Satz. Grandios auch die feinfühlig ausgeformte „Berceuse“. Weiter geht es mit 2 Anées de pèlerinage, Deuxieme année: Italie S161. Der erste Teil besticht durch seine feinsinnige Eleganz, der zweite durch seine akzentuiert ausgeformten Pianopassagen und dann noch die feinsinnigen Triller aus dem 3. Teil. Die Réminiscences de Norma; Grand fantaisie S394″ bestechen zum einen durch ihre akzentuierte, dramatische Intensität und zum anderen durch die gefühlvollen, ausdrucksvoll ausgeformten Pianopassagen und die herrlichen dynamischen Abstufungen bei den Trillern. Abschließend dann ein feinsinniges und gefühlvoll ausgeformtes „Ave Maria“ von Franz Schubert in der Fassung von Franz Lizst.

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Natalie Dessay – Á L’Opera (Warner)

Wer sich einen guten Überblick über das musikalische Schaffen der Sopranistin Natalie Dessay verschaffen möchte, der ist mit dem Kauf dieser 3 er CD Box gut beraten. Neben Auszügen aus den Gesamtaufnahmen Lakmé, La Sonnambula, Lucia di Lammermoor und La Rossignol, finden sich natürlich auch die Schätze aus ihren Reciteln wieder, wie den „Valse de Juliette“, Wahnsinnsszene der Ophelia, die Arie des Olympia, die Arie der Philine aus Mignon, Schlußszene 1 Akt der Violetta, das Terzett aus I Puritani, Die Arie der Königin der Nacht (Der Hölle Rache) und die wundervolle Arie „Glitter and be gay“ aus Candide, wo die Koloraturen deliziös ausgeformt werden. Schließlich noch die gefühlvoll ausziselierten Arien aus Massanets Manon, dann die der Gilda „Caro nome, die der Giuletta „Oh, quante volte“, aus der Zauberflöte „Ach ich fühls“, die der Cleopatra „Piangero la sorte mia“, aus der Entführung aus dem Serail „Traurigkeit ward mir zum Lose“. Abschließend noch die großartigen Szenen aus zwei Strauss Opern. Zum einen das wundervolle Duett aus dem Rosenkavallier „Mir ist die Ehre widerfahren“ und schließlich noch die großartige Szene der Zebinetta aus Ariadne aus Naxos „Großmächtige Prinzessin“, alles gefühlvoll und ausdrucksvoll ausziseliert.

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Charles Gounod: Romeo et Juliette – San Francisco 09/2019 (DVD, Premiere Opera)

Der in Neuseeland gebürtige samoanische Tenor Pene Pati ist schlichtweg sensationell, mühelose Höhe, schlanke Stimmführung, Charme, schwebende Piani, vielleicht eine der besten Sänger dieser Rolle seit Jussi Björling, seine Interpretation dieser Rolle gleicht einer Offenbarung. Nadine Sierra überzeugt durch ihre schwebenden Piani, perlenden Koloraturen und einem bezwingenden Charme und einer eben solchen Bühnenpräsens. In weiteren Rollen bestechen der Mercutio von Lucas Meachem; Friar Lawrence gesungen von James Creswell; Count Capulet gesungen von Timothy Mix; Tybalt gesungen von Daniel Montenegro; Duke of Verona gesungen von Philip Skinner. Als Stephano besticht der sinnliche Mezzo von Stephanie Lauricella, gleiches gilt auch für die Gertrude von Eve Gigliotti. Abgerundet wird das herrliche Ensemble zudem noch von SeokJong Baek als Grigorio und Christopher Oglesby als Benvolio. Herrlich das Dirigat von Yves Abel. Die Inszenierung ist zwar konventionell besticht aber durch seine überzeugende Personenführung. Eine Produktion die man unbedingt gesehen und gehört haben sollte.

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Franz Liszt: Années de Pèlerinage (Odradek)

Vielen Lesern wird der Name Michele Campanella sicherlich noch in bester Erinnerung sein, um so unverständlicher des es immer noch Radiosender und sogenannte Fachpublikationen gibt die diesen herausragenden Pianisten ignorieren. Mit seiner Interpretation der Années de Pélerinage von Franz Liszt ist Michele Campanella erneut ein ganz großer Wurf gelungen. Jedes einzelne Meisterwerk überzeugt durch ihren perlenden, feinfühligen Ausformungs- und Interpretationsstil. Der gelungene Wechsel zwischen feinsinniger Eleganz, dramatischer Intensität, virtuos ausgeformten Passagen die einfach nur begeistern und mitreißen, feinsinnigen oder virtuos dramatischen Trillern. Für jede einzelne Komposition findet er einen individuellen Tonfall. Eine 3 er CD Edition, die den Verfasser schon nach wenigen Sekunden begeistert hat und nicht mehr losließ. Eine CD Edition an der einfach kein Weg vorbeiführen sollte, nicht nur für Freunde der Klaviermusik.

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Yuji Takahashi – Aki Kuroda – Klavier, Mutsumi Hatano – Voice, Yoichi Sugiyama – Leitung (Odradek)

Der Komponist Yuji Takahashi (1938) ist wahrscheinlich in diesen Breitengraden wohl eher weniger bekannt. Seine Kompositionen sind modern, teilweise muten diese auch eher atonal an, klingen vielleicht für manche eher weniger gefällig sind aber von einer geistigen Tiefe und Ausdruckskraft die zumindest den Verfasser für diese Musik begeistern konnte. „Chromasmorphe I“ ist modern und etwas atonal, gleiches gilt für „Operation Euler“, für das rhythmisch pointierte „Paint Light“ und die rhythmisch akzentuierten „6 Stroicheia“ die alle vor allem durch ihre gefühlvoll ausziselierten Bläserpassagen begeistern. „SA“ wird feinsinnig ausgeformt während der 1. Satz von „Kaghai“ durch seine dramatisch, packende Intensität begeistert, sind es beim 2. Satz die feinsinnig ausziselierten Pianopassagen. Bei „Stone“ sorgen die dynamischen Abstufungen in der dezidierten Sprache von Mutsumi Hatano – Voice für Aufmerksamkeit. „Metatheses“, „Rosace“ und „Für Dorsch und Stint“ begeistert durch ihre feinsinnigen Pianopassagen. „Nikite“ und „Prajna Paramita“ werden rhythmisch prägnant und mit einer mitreißenden, dramatischen Intensität ausgeformt.

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Franz schubert: Klavier Trios Nr. 1 und Nr. 2 (Odradek)

Franco Mezzena – Violine, Elena Ballario – Klavier und Sergio Patria – Cello interpretieren auf ihrer aktuellen CD die Klaviertrios Nr. 1 und Nr. 2 von Franz Schubert. Der 1. Satz des Klaviertrios D. 898 wird gefühlvoll und rhythmisch Prägnant ausgeformt, während der 2. Satz feinsinnig und berührend in den Violinenpassagen ausgeformt wird. Der 3. Satz glückt rhythmisch prägnant während der letzte Satz durch seine gefühlvolle, rhythmisch akzentuierte Interpretation begeistert. Der 1. Satz des Klaviertrios Nr. 2 D.929 wird gefühlvoll, feinsinnig in den virtuosen Passagen und Trillern ausgeformt. Der 2. Satz glückt feinsinnig und berührend, während der 3. Satz rhythmisch akzentuiert ausgeformt wird, begeistert der 4. Satz durch seine rhythmisch prägnante Ausformung.

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Evolution – Beethoven Complete Cello Sonatas – Adolfo Gutierpez Arewas – Cello, Christopher Park – Klavier (Odradek)

Auch wenn das Beethoven anders als geplant letztes Jahr zur neige ging, diese Doppel CD mit Adolfo Gutierpez Arewas – Cello und Christopher Park – Klavier sollte man gehört haben. Schon die Cello Sonate Nr. 1 begeistert durch ihre rhythmische Prägnanz und die feinsinnig ausziselierten Pianopassagen. Gefühlvoll und feinsinnig steigen beide in den 1. Satz der Cello Sonate Nr. 2 ein. Feinsinnig ausziselierte rhythmische Passagen begeistern beim 2. Satz und dann diese ebenso ausgeformten virtuosen Passagen, sowohl im 2. wie auch im 3. Satz. Rhythmisch pointiert geht es in den 1. Satz der 3. Cello Sonate mit herrlich ausgeformten Trillern. Auch im 2. Satz begeistern die rhythmisch akzentuiert ausgeformten Passagen. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 3. Satz. und dann diese mitreißend ausgeformten virtuosen Trillern im 4. Satz, die einfach nur begeistern. Gefühlvoll und feinsinnig wird der 1. und 3. Satz der Cello Sonate No. 4 ausgeformt. Rhythmisch pointiert glücken der 2. und 4. Satz. Auch bei der 5. Cello Sonate begeistern wiederum die rhythmisch prägnant ausgeformten Passagen, sowie auch die feinsinnig ausziselierten Pianopassagen des 1. Satzes. Gefühlvoll und feinsinnig dann der 2. Satz, während der 3. Satz durch seine rhythmische Brillianz begeistert. Selten hat der Verfasser eine so mitreißende Interpretation der 5 Cellosonaten von Ludwig van Beethoven gehört.

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Exodus – The Men Who Shaped Hollywood (Odradek)

Johannes Fleishmann – Violine, Magda Amara – Klavier und Günter Haumer – Bariton nehmen sich auf dieser CD Kompositionen von Erich Wolfgang Korngold und Eric Zeisl an, beginned mit „Margit“ aus den „Vier kleinen Walzer“ der gefühlvoll, mit feinsinnig ausziselierten Pianopassagen und Trillern ausgeformt wird. Der 1. und 3. Satz der „Sonata for Violin and Piano op.6“ gelingen feinsinnig und gefühlvoll, rhythmisch prägnant dann der 2. Satz. Gefühlvoll und rhythmisch akzentuiert wird der 1. Satz der „Sonata for violin and piano ‚Brandeins‘ “ Herrlich die feinsinnig ausgeformten Pianopassagen des 2. Satzes und dann diese rhythmisch prägnant ausgeformten virtuosen Passagen des 3. Satzes, die einfach nur begeistern. Zum Ende dann „Schneeglöckchen“ aus den 6 einfachen Liedern op. 9 von Erich Wolfgang Korngold mit dem Bariton Günter Haumer, welcher den Text berührend, gefühlvoll, dezidiert mit herrlichen dynamischen Abstufungen in den Pianopassagen ausformt. Eine CD, die man gehört haben sollte.

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Letters from Quarantine – Rui Travasso – Klarinette – (Odradek)

Bei den Letters from Quarantine stehen Kompositionen für Klarinette von Henri Tomasi, Gordon Jacub, Rudolf Escher, Ewald von Koch, Bela Kovacs, Henrik Odegaard, Sergio Azevedo und Giovanni Mattaliano im Vordergrund. Gefühlvoll, rhythmisch Prägnant mit feinsinnig ausziselierten Trillern gelingt die „Sonatine Attique“ von Henri Tomasi (1901-1971). Der 1. Satz der „Five Pieces for solo clarinet“ von Gordon Jacob (1895-1986) gelingt gefühlvoll mit feinsinnig ausziselierten Pianopassagen. Der 3. Satz gelingt rhythmisch Prägnant mit hervorragend ausziselierten Trillern. Ebenfalls hervorragend die feinsinnig ausziselierten Pianopassagen des 4. Satzes und schließlich die packend ausgeformten virtuosen Triller des 5. Satzes. Gefühlvoll und feinsinnig glücken der 1. und 3. Satz der „Sonate for clarinet“ von Rudolf Escher (1912-1980). Herrlich die rhythmisch ausgeformten virtuosen Triller des 2. Satzes. Der 1. Teil des Monolog No. 3 von Ewald von Koch (1910-2009) gelingt feinsinnig und elegant mit wunderschön ausgeformten Trillern, während der 2. Teil durch seine virtuos ausgeformten Trillerpassagen besticht. Gleiches gilt sowohl für die „Hommage a Manuel de Falla“ von Bela Kovacs (1937). sowie auch die „Antiphona V. Ave Maria“ von Henrik Odegaard (1955). Herrlich die feinsinnig ausziselierten Triller in den virtuosen Passagen des 1. Satzes der „Sonatina para clarinet“ von Sergio Azevedo (1968). Feinsinnig und gefühlvoll gelingt der 2. Satz, während der 3. Satz durch seine packend ausgeformten virtuosen Passagen besticht. Grandios die virtuos ausgeformten Triller der „Zeta word“ von Giovanni Mattaliano (1969).

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