Nils Anders Mortensen: Bach – BWV 831, BWV 990, BWV 811 – (LAWO)

Bei der „Ouvertüre nach französische Art“ von Johann Sebastian Bach begeistert der Pianist Nils Anders Mortensen in der Ouvertüre durch seine feinsinnige Eleganz, dem perlender Klangcharakter, der tiefsinnige Werkausdeutung , seinen wundervoll ausziselierten, perlenden  Trillern und seine feinsinnige Virtuosität. Eine Interpretation, die schon nach den ersten Sekunden begeistert. Die „Courante“ besticht durch  ihre feinsinnige Eleganz und den ebenso ausgeformten Trillern, die „Gavotte“ durch sein pointierte Interpretation, die „Passepied“ durch die akzentuierten Triller, die „Sarabande“ durch ihre elegische Eleganz, die „Bourée“ und die „Gigue“ durch ihre rhythmische Pointiertheit und das „Echo“ durch seine rhythmisch Akzentuiertheit. Elegant und feinsinnig mit wundervoll ausziselierten Trillern dann der Einstieg in die „Sarabande con partite in C major BWV 990“. Für jede einzelne Variation ob nun  feinsinnig perlend oder rhythmisch prägnant, dramatisch akzentuiert, mit feinsinnig akzentuierten Trillern oder einer akzentuierten Virtuosität findet Nils Anders Mortensen einen individuellen Klang, mit einem Tonfall voller berückender Eleganz und herrlichen feinsinnigen Trillern formt er das Prelude zur „Englischen Suite Nr. 6 BWV 811“, aus. Die „Allemande“ besticht durch ihre perlende Eleganz, die „Courante“ durch ihre virtuose Akzentuiertheit, die „Sarabande“ durch ihre lyrisch getragene Eleganz, das Double durch die feinsinnigen Triller, Die „Gavotte“ ihre pointierte Rhythmik  und die „Gigue “ durch ihre feinsinnige, akzentuierte Virtuosität und diese grandiosen virtuosen Triller.

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Poulenc Concertos (LAWO)

Das Norwegian Orchestra unter der Leitung von Thomas Sondergard bietet beim „Concerto pour piano et orchestra“ von Francis Poulenc einen mitreißenden, feinsinnig ausziselierten Orchesterklang an. Christian Ihle Hadland besticht am Klavier sogleich durch seine perlende, feinsinnige Eleganz, sein akzentuiertes Spiel und seine von einer grandiosen Leichtigkeit geprägte pointierte Virtuosität ebenso wie durch seine dynamischen Abstufungen und das setzten von dramatischen Akzenten. Der 2. Satz wird zu Beginn von einer geradezu traumhaften, lyrischen Eleganz und seitens des Klaviers von einer rhythmisch Akzentuiertheit und einer sich im weiteren Verlauf steigernden dramatischen Intensität geprägt, die schon nach den ersten Sekunden begeistert. im 3. Satz ist es dann diese akzentuierte Virtuosität die Begeistert. Beim“ Concerto en ré mineur pour deux pianos ( Christian Ihle Hadland, Havard Gimse) et orchestre“ ist es die dramatisch, packende, akzentuierte Virtuosität die einen sofort aus dem Gestühl reißt. Der 2. Satz wird dann von einer feinsinnigen Eleganz geprägt, während der 3. Satz wiederum durch seine ungebremste dramatisch akzentuierte Intensität begeistert. Abschließend das „Concerto en sol mineur pour orgue (Kare Nordstoga), orchestre a cordes et timbales“. Grandios mit welche eine packenden Intensität der Organist Kare Nordstoga in dieses Werkes einsteigt. Das Norwegian Radio Orchestra unter der Leitung von Peter Szilvay steht dem in nichts nach, zwischen durch immer wieder feinsinnige lyrische Pianopassagen, eine  mitreißende, packende Werkausdeutung.

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Ssens Trio – Wolfgang A. Mozart – Divertimento K. 563, Preludes anbd Fugues K.4041 (LAWO)

Das Ssens Trio /(Solve Sigerland – Violine, Henninge Landvaas – Viola, Ellen Margarete Flesjo -Cello) finden für das „Allegro“ aus dem Divertimento in E-flat major K. 563, einen warmen, betörenden Tonfall mit einer tiefsinnigen, nicht aufgesetzt klingenden, feinsinnigen Leichtigkeit, die einfach begeistert. Schon in den ersten Sekunden ist man dieser tiefsinnigen virtuos anmutenden Unbeschwertheit ergriffen. Die Engführung der einzelnen Instrumenten Stimmen ist einfach phantastisch und dann diese Eleganz des Ausdruckes, hier offenbart sich Kammermusik auf höchsten Niveau. Dieser betörend warme Celloton mischt sich hervorragend mit dem elegant ausziselierten Klang der Violine und der Viola. Das „Adagio“ besticht durch seine z. T. auch etwas melancholisch anmutende Wärme und teilweise etwas schroffer anmutende Schönheit des Klangbildes. Mit einer unbeschwert anmutenden Leichtigkeit geht es schließlich in den 3. Satz, der 4. Satz besticht durch seinen warmen, lyrisch feinsinnig ausgeformten Pianopassagen, der 5. Satz überzeugt durch seinen eher heiter anmutenden Charakter, während es im Schlußsatz die Virtuose Leichtigkeit ist die Begeistert. Getragen, mit einem leicht melancholisch anmutenden Touch geht es in den ersten Satz des Preludes and Fugues K. 404a, die darauffolgende Fuge besticht dann durchs eine feinsinnige Eleganz und interpretatorische Tiefe. Das nächste Adagio mutet ebenfalls eher melancholisch, getragen an, während die Fuge sich vom Klangcharakter kaum von der vorherigen unterscheidet, bis auf einige schön ausziselierte Triller. Von einer traumhaften Schönheit das letzte Adagi, hier hellt sich auch das musikalische Stimmungsbild etwas auf, etwas was auch über das Klangbild der darauffolgenden Fuge sagen läßt, die ebenfalls mit einigen feinsinnigen Trillern aufwartet.

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The Brigitte Fassbaender Edition 11 CDs (Universal)

Die am 03.07. 1939 in Berlin geborene Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender, Tochter von Willi Domgraf.-Fassbaender zählte Jahrzehnte lang neben Christa Ludwig zu den bedeutesten deutschen Liederinterpretinnen im Mezzofach. Beiden gelang es auf überzeugende Art und Weise in den Liederzyklen von Franz Schubert zu brillieren, Brigitte Fassbaender mit den beiden in dieser Box enthaltenen Zyklen „Die Schöne Müllerin“, und „Schwanengesang“. Durch ihre intelligente, gefühlvolle und schlüssige Textintepretation setzte sie in beiden Zyklen Maßstäbe. Brigitte Fassbaender besitzt dieses warme, fraulich sinnliche Timbre um in Robert Schumanns Frauen Liebe und Leben, den Zuhörer zu bewegen. Auch ihre Interpretationen der Strauss Lieder „Allerseelen“, „Zueignung“ und „Morgen“ gehören zu jenen feinsinnig ausziselierten Textinterpretationen, an die man sich, einmal gehört, immer wieder erinnern wird. Auch zählt sie zu den ganz wenigen die sich mit der Interpretation von Carl Loewe Liedern einen Namen gemacht hat. Ihre Interpretation des Liederzyklus „Frauenliebe“ hat man erst durch sie richtig kennengelernt. Die Duettaufnahmen mit ihrer Schülerin Juliane Banse, Antonin Dvorak: „Klänge aus Mähren“ mit Corb Garben sind ebenfalls von höchster Qualität. Ähnlich wie Christa Ludwig hat sich auch Brigitte Fassbaender dem Liedschaffen Gustav Mahlers angenommen, und seine Rückert-Lieder, Die Lieder eines fahrenden Gesellen und der Kindertotenlieder, vielleicht nicht ganz so beseelt vom Tonfall, wie es einer Christa Ludwig möglich war angenommen und diese aufgenommen, aber dennoch berührend. Bei ihrer Azucena Interpretation unter der Leitung von Carlo Maria Giulini besitzt sie die sinnliche Tiefe in der Stimme um mit den großen Sängerinnen der Vergangenheit, Giulietta Simionato, Fedora Barbieri und Bruna Castagna, mithalten zu können. Berührend ihre Interpretation von „Einsam wachend in der Nacht“neben dem indiskutablen Rene Kollo und der viel zu lyrischen Margaret Price. Einfach großartig ihr Annio (La clemenza di Tito), neben Lucia Popp und Teresa Berganza unter Istvan Kertesz, eine der besten Studioaufnahmen dieser Oper, aus welcher hier die Arien „Amico, ecco il momento“, Ah, perdona al primo affetto“ und „Tu fosti tradito“ ausgekoppelt wurden. Ebenso fantastisch die Auszüge aus der La finta giardiniera von Wolfgang A. Mozart, unter der Leitung von Leopold Hager, eine ihrer besten Schallplatten Produktionen. Ihre Interpretation des Hänsel unter der Leitung von Georg Solti, neben der Gretel von Lucias Popp, gehört zu den besten, die je für die Schallplatte gemacht wurden. Auch ihr Prinz Orlovsky setzte Maßstäbe , hier in der phantastischen Gesellschaft von Kiri Te Kanawa, Edita Gruberova, Tom Krause und Olaf Bär. „Ich lade gern mit Gäste ein“ haben nur sehr wenige Mezzosoprane so sinnlich gesungen, wie sie. Wer sich mit dem Interpretatorische Schaffen diese Ausnahmekünstlerin näher auseinandersetzen will, an der führt an dieser Box, allein schon wegen der Fülle an Liedinterpretationen auf höchsten Niveau, kein Weg vorbei.

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Otmar Schoeck: Das Schloß Dürande (Claves, Klassik Center Kassel)

Eine Oper, die leider sträflich vernachlässigt wurde. Neben diesem Livemitschnitt vom 06.02.2018 aus dem Stadttheater Bern, mit den Berner Symphonikern unter der Leitung von Mario Venzago, der für einen exzellenten, spannungsgeladenen Klangteppich sorgte,  dürfte noch ein weiterer Mitschnitt aus Meiningen von Interesse sein. Der Stimme von Sophie Gordeladze (Mezzosopran) gelingt eine berührende Interpretation der Gabriele. Robin Adams gelingt es mit seinem eleganten, sonoren Bariton eine wunderbare Interpretation der Rolle des Renald. Uwe Stickert, überzeugt mit seinem lyrischen, sich in der Höhe gut entfaltenden Tenor ein überzeugender Graf Armand. Mit ihrem ausdrucksvollem Mezzo besticht Hilke Anderson als Priorin. Jordan Zanaha überzeugt mit seinem sonoren Baß als Nicolas. Der Tenor Adris Cloete besticht in der Rolle des Alten Grafen. Ludovica Bello gibt mit ihrem leider weniger charmant anmutenden Mezzo keine überzeugende Gräfin Morvaille. Dank der gut besetzten Nebenrollen: Todd Boyce – Wildhüter, Michael Feyfar – Gärtnerbursche, Jinsook Lee  und  Vilislava Gospodinova als Helferinnen, Nazarly Sadinskyy – Advokat, Andres Del Castillo – Kommissar, Carl Rumstadt – Jäger , Soldat, David Park – Polizist, Samuel Thompson – Wachtmeister, Carlos Nogueira – Pariser und Bareon Hong – Eine Stimme, eine überaus gelungene Opernproduktion, die aufgrund ihrer überaus melodischen musikalischen Umsetzung, bestehend aus Arien und Rezitativen, begeistert. Ein Werk, das man gehört haben sollte.

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Jaromir Weinberger: Orchestral Works from Schwanda, Bohemian Songs, Dances I-VI (CPO)

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Karl-Heinz Stefeens, bieten gleich zu Beginn bei der Overtüre zu Schwanda, the Bagpiper, einen rhythmisch pointierten Klang an. Obgleich die einzelnen Passagen sehr schön ausziseliert werden klingen sie doch von musikalischem Charakter her sehr ähnlich. Gleiches spiegelt sich übrigens auch in den Bohemian Songs and Dances wieder, es gibt herrliche lyrische Passagen und großartige dramatische Aufschwünge, ebenso wie großartige rhythmische Passagen. leider nur  wird viel zu selten der individuellen Charakter der einzelnen Werke herausgearbeitet, alles wird perfekt ausgedeutet, leider nur eine Spur zu gleich vom Tonfall her.

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Franz Reizenstein: Klavierkonzert Nr. 2, Serenade op. 29a (CPO)

Und wieder ein Komponist, der wohl eher wenigen meiner Leser etwas sagen wird. Franz Reizenstein (1922-1968), der Verfasser besprach zuletzt das Cellokonzert mit Raphael Wallfisch,  reiht sich in die Reihe der englischen Neoklassizisten (Alan Rawsthorne, Lennox Berkeley) ein. Seine Neigung zur Schizophrenie, schlug sich in seiner musikalischen Ausdruckssprache nieder. Nach einem für Aufmerksamkeit sorgenden Bläserintro der Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Yaron Traub, steigt der Pianist Oliver Triendl mit einem dramatischen Entré in den ersten Satz des Klavierkonzertes von Franz Reizenstein ein, mitreißend, es folgen dramatisch ausziselierte Passagen, die mit einer feinsinnigen Intensität ausgeformt werden, die einfach begeistert und großartig virtuose Passagen.  Auch das Orchester begeistert durch einen eher angeraut anmutenden, dramatischen Tonfall und durch seine nuancierte Tonbalance. Von berührender Schönheit dann der Beginn der 2. Satzes welcher von Oliver Traub feinsinnig ausziseliert wird. Der angeraute Orchesterklang sorgt dafür, das es nicht zu schön wird, vom Tonfall her.  Zu Beginn des 3. Satzes dieses großartige Bläserintro und dann steigt Oliver Triendl virtuos in diesen Satz ein,  setzt dramatische Akzente, besticht durch seine dynamischem Abstufungen, gerade in den dramatischeren Passagen, die immer wiederkehrenden dramatisch, virtuosen Passagen, aber auch die feinsinnig ausziselierten lyrischen Passagen  und dann diese dramatisch mitreißenden Orchesterpassagen, eine großartige Werkinterpretation, eines bedeutenden, leider heute viel zu selten gespielten Komponisten. Die Serenade besticht vor allem durch diesen feinsinnig auszislierten lyrischen Beginn des „Andante tranquillo“ und dann diese zauberhafte Violinen- und Flötenpassagen im „Allegro ma non troppo“, diese rhythmisch pointierten Passagen im zweiten „Andante tranquillo“, eine CD von der man gar nicht genug bekommen kann.

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