Wolfgang A. Mozart: Cosi fan Tutte (Hamburgische Staatsoper, 27.10.2019)

Einmal abgesehen von der leicht überhastet anmutenden Ouvertüre bot das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Christopher Ward einen exzellenten Mozartklang. Maria Bengtsson, die auch schon im Verdi Requiem für Furore sorgte, sang eine großartige Fiordeligi. Nicht minder großartig fiel die Rollengestaltung der Dorabella durch die Mezzosopranistin Stephanie Lauricella aus. Der für den erkrankten Alexey Bogdanchikov eingesprungene John Chest, erwies sich als wahrer Glücksgriff. Ihm gelang eine hervorragende Interpretation der Rolle des Guglielmo; mit dem Kostüm könnte er demnächst auch die Grizabella in Cats singen. Bei Oleksiy Palchykov vermißte der Verfasser, trotz einer hervorragenden stimmlichen Leistung,  stellenweise und insbesondere in der „Un aura amorosa“ Arie den nötigen Schmelz.  Katharina Konradi bot eine phänomenale Despina und Levente Pall brillierte als Don Alfonso. Ebenfalls hervorragend der Chor der Hamburgischen Staatsoper. Die Inszenierung von Herbert Fritsch ist farbenfroh mit mehreren 4, 6, oder gar 12 eckigen Quadern, die auf der Bühne verteilt sind. Höhepunkt der Inszenierung ist ein Cembalo, das stellenweise Paraphrasen aus dem Ouvre von Mozart anbot wie z. B. die kleine Nachtmusik mit einigen Temporückungen. Ein großartiger, kurzweiliger Abend.
Sven Godenrath, Hamburg

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Opernexperte
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