Richard Wagner: Das Rheingold;Roberto Paternostro

Der Orchesterklang ist weniger filigran als z.B. der Bayreuther Aufführungspraxis. Dennoch gelingt Roberto Paternostro und dem Orchester des Staatstheater Kassel ein überzeugender, differenzierter Klangteppich. Die Schwächen liegen hier teilweise in der weniger ausgefeilten Besetzung. Zu den Pluspunkten zählen in dieser Produktion Christian Franz, mit seinem hellen Tenorklang und einer frei schwingenden Höhe,  als Loge. Marisa Altmann-Althausen gibt mit ihrem sinnlichen Mezzo eine herrlich erotisch anmutende Fricka. Silke Marchfeld überzeugt als Erda durch ihren dunkleren Stimmklang. Auch die gesanglich großartig aufeinander abgestimmten Rheintöchter, Marisca Mulder/Christa Platzer (Woglinde), Petra Schmidt (Wellgunde) und Gundula Schneider ( Flosshilde) überzeugen. Manfred Volz klingt als Wotan leider weníger elegant. Sowohl Cyril Assaf, sowie auch Sedat Öztoprak überzeugen als Donner. Klaus Wallprecht (Alberich) und Manfred Jung (Mime) sind eher darauf aus, ihre Rollen durch ein leichtes vokales Überzeichnen auszudeuten. Etwas, was auf einer Bühne eher wirkt, als auf Tonträger. Markus Hollop (Fasolt) und Dieter Hönig (Fafner) muten auch etwas uncharmant an. Eine Produktion, die vom Orchesterklang her überzeugt; die Sänger bewegen sich allerdings überwiegend im oberen Mittelfeld.

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Opernexperte
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