Fit für den Wettbewerb; Andrey Denisenko, Klasse Anna Vinnitskaya (HfMT, 15.08.2019)

Nachdem Andrey Denisenko während eines Wettbewerbes in St. Petersburg vor wenigen Tagen den Grand Prix gewonnen hat, meldete er sich nun mit einen knapp zweistündigen Programm zurück. Der Abend begann mit der „Chromatischen Fantasie und Fuge BWV 903 d-Moll“, gut in den dynamischen Abstufungen, akzentuiert, herrlich in den virtuosen Passagen, schön ausgeformten Trillern ausziseliert. Zu dem hatte sein Spiel eine dramatische Intensität und es gab es auch feinsinnige Pianopassagen. In der Fuge dann diese grandiose intensive Steigerung, gekrönt von einem dramatisch, expressiven Schluß. Es folgte von Alexander Scriabin die „Klaviersonate No. 9 op. 68, mit einem feinsinnigen Entré, dramatische Intensität, dramatisch, expressive ausgeformte Triller, dynamische Abstufungen und feinsinnige Akzente. Von Dmitri Shoshtakovitch das „Prelude und Fuge No. 15 op. 87, wurde pointiert, rhythmisch prägnant, vor allem in den  virtuosen Passagen, grandios in der dramatischen Intensität und herrlich in den dynamischen Abstufungen ausgeformt. Zum Ende des 1. Teils dann das Klavierkonzert C-Dur No. 25 KV 503 von Wolfgang A. Mozart, den Orchesterpart übernahm Elizaveta Don, die zwar für den Beginn ein dramatisches Entré fand und auch dramatische Akzente setzte, den ersten Teil aber eher sportlich nahm, hier hätte so manches gefühlvoller ausziseliert werden können. Im zweiten Teil dann ein feinsinniges Entre, schön ausziselierte Triller, ihr Spiel hatte einen dramatischen Touch und klang stellenweise auch elegant, der dritte Satz enthielt Passagen die einen perlenden, virtuosen Klang offenbarten, dramatische Intensität und leider zu wenig Gefühl. Andrey Denisenko verlieh dem 1. Satz einen perlenden Klang, formte ihn feinsinnig aus, war hervorragend in den virtuosen Passagen, fand dynamische Abstufungen, setzte feinsinnige Akzente im Piano, schön ausziselierte, dramatische Triller, war feinsinnig in den Rhythmik und traf exakt den Charakter der Musik. Der 2. Satz wurde gefühlvoll und einfühlsam ausziseliert, die virtuosen Passagen wurden feinsinnig ausgeformt, herrlich in den dynamischen Abstufungen und setzte schöne, elegante Triller. Der 3. Satz gelang sowohl feinsinnig wie auch dramatisch expressive in den virtuosen Passagen, er spielte akzentuiert und formte die Triller großartig aus. Der 2. Teil des Abends gehörte Sergei Rachmaninovs Klavierkonzert No. 2 c-Moll op. 18, den Orchesterpart übernahm Andrei Aleinikov, der vor kurzen einen Wettbewerb in Italien gewann, der dem 1. Satz eine enorme dramatische Intensität verlieh, er spielte rhythmisch pointiert mit schön ausgeformten Pianopassagen. Im 2. Satz gelang ihm ein einfühlsames, berührendes Entré, mit herrlichen dynamischen Abstufungen. Im 3. Satz dann ein rhythmisch, pointiertes Entré, mit einer großartigen dramatischen Steigerung und einem einfühlsamen, gefühlvoll ausziselierten Mittelteil. Andrey Denisenko gelang ein dramatisch ergreifendes Entré, es erinnerte ein wenig ein schwermütige, packende Glockenschläge, fesselnd mit einer grandiosen Innenspannung, gut ausgeformten virtuosen Passagen, herrlich in den dynamischen Abstufungen, mit einem mitreißenden, perlenden Ende. Der 2. Satz wurde einfühlsam, berührend ausgeformt, mit wiederum herrlichen dynamischen Abstufungen im Piano, akzentuiert, er setzte dramatische Akzente, schön ausgeformte Triller. großartig in den virtuosen Passagen, dann wiederum diese dramatische Intensität und schließlich ein einfühlsam ausziselierter Schluß. Im 3. Satz dann dieser grandiose, virtuose, dramatische Einstieg, diese rhythmische, dramatisch, pointierte Intensität,, großartig in den dynamischen Abstufungen, einfühlsam und gefühlvoll im Mittelteil, mit großartigen Trillern die mit einer feinsinnigen Eleganz ausgeformt wurden. Andrey Denisenko und Andrei Aleinikov bilden als Partner am Klavier ein ideales Duo, selten erlebt der Verfasser bisher eine solche dramatisch, packende Intensität und Innenspannung, als es diese beiden Künstler am Klavier zum Ausdruck bringen können, es scheint es würde ein Orkan über die Zuhörer hinwegfegen, schlichtweg phantastisch. Als 1. Zugabe spielte er Chopin, gefühlvoll,mit einer perlenden Eleganz, rhythmisch pointiert, dynamische Abstufungen und eine dramatisch expressive Steigerung. Als 2. Zugabe gab es Mozart, perlende, virtuose Rhythmik, feinsinnig ausziselisert, großartige Triller, dynamische ‚Abstufungen und dramatische Akzente. ein toller, packender Abend, der den Verfasser einmal mehr begeisterte.

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