Albert Roussel Edition 11 CDs (Warner)

Der Pianist Jean Doyen spielt, das „Prelude“ aus der Suite pour Piano op. 14.L. 15 bei einem eher düster anmutenden Klang, mit herrlichen Trillern und gut ausgeformten virtuosen Passagen, bei sich steigernder dramatischer Intensität, dennoch gefühlvoll, aber doch eher nüchtern aus. „Bourreée“ erhält einen überaus dramatisch, virtuosen Touch, rhythmisch pointiert die Interpretation des „Rondo“, mit wundervollen kurzen Trillern, Während das „Modéré“ gefühlvoll, wird das „Trés lent“ aus der Sonatine op. 16. L. 18 eher feinsinnig ausgeformt. Grandios in seinem virtuosen Beginn und seiner rhythmisch pointierten Ausformung  das „Prelude et fugue op. 46. L. 58“. Jonathan Snowden spielt „Pan“ aus den Jonueurs de flute, gefühlvoll mit traumhaft ausgeformten gefühlvollen Trillern, während Andrew Litton am Klavier als Kontrast eher nüchtern vom Tonfall her begleitet. „Tityre“ wird von beiden herrlich virtuos ausgeformt. Einfühlsam und dennoch akzentuiert interpretieren Pierre Doukan (Violine) und Thérése Cochet (Klavier) die „Sonate for Violin and piano No. 2 op. 28“, im letzten Satz wird der Tonfall dann etwas angerauter und auch die rhythmisch pointierten Passagen werden gut gemeistert. Mit einer pointiert anmutenden Virtuosität steigen Patrick Gallois (Flöte), Fréderique Cambreling (Harfe), und das Trio a cordes de Paris (Charles Frey – Violine – , Michael Michalakakos – Viola – Jean Grout – Cello – ) in die Serenade op. 30 l. 36 ein. Es folgen einige wunderschön ausziselierte, gefühlvolle Passagen (Flöte, Violine) mit einigen wunderschönen Trillern (Flöte, Violine). Dem Trio a cordes de Paris gelingt es schließlich im String Trio op. 58. L.- 73 das „Adagio“ bei leicht angerautem Tonfall schön und gefühlvoll auszuziselieren. Der 1 Satz des „Piano concerto op. 36. L. 44“ mit Danielle Laval Klavier und dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Jean-Pierre Jacquillat wird dramatisch expressive und mitreißend interpretiert, während der 2. Satz feinsinnig und gefühlvoll ausziseliert wird, erklingt der 3. Satz eher rhythmisch pointiert. Auch das „Concertino for cello & orchestra op. 57 L. 72“ mit Albert Tétard am Cello reißt einen durch seine dramatische Intensität zu Beginn des 1. Satzes aus dem Gestühl. Der 2. Satz wird berückend schön ausziseliert. Der 1. Satz der Symphony No. 2 in d-minor op. 7 L. 8 wird vom Orchestre National de France unter der Leitung von Charle Dutoit, gefühlvoll mit einem perlend anmutenden Klang ausgeformt. Auch der 2. Satz nimmt einen mit seinem gefühlvollen Streicherintro sofort gefangen. Im 3. Satz bestechen die wunderschönen Flöten und Violinentriller gleich zu Beginn und diese dramatisch, packende Intensität. Mit Évocations op. 15 L.16 erreichen einen der Höhepunkte dieser Box. Diese Werk wartet mit Natalie Stutzmann , Nicolai Gedda und José van Dam mit einer Besetzung der Extraklasse auf. Es spielen das Orchestre Naional du Capitol de Toulouse unter der Leitung von Michel Plasson, eine sensationelle Interpretation. Grandios auch die 2. Sinfonie mit seinem berührenden , getragenen Entré gespielt vom Orchestre National de l’O.R.T.F. unter der Leitung von Jean Martinon. Der 2. Satz begeistert durch seine rhythmisch, akzentuierte Unbeschwertheit und der dritte nimmt einen gleich durch seine düstere, melancholisch, dramatisch erzeugte Stimme gefangen. Des weiteren noch zu hören die Suite in F-major mit dem Orchestre des Concerts Lamoureux unter der Leitung von Charles Munch und das „Concert“ mit dem Orchestre Colonne unter der Leitung von Pierre Devaux. Mit einem rhythmisch, feurigen Entré wird man vom Concerts Lamoureux unter der Leitug von Charles Munch in den 1. Satz der 3. Sinfonie förmlich hinein gezogen. Traumhaft schön die Flötenpassagen gleich zu Beginn des 2. Satzes, Mit einer mitreißenden Virtuosität und wundervollen Pianopassagen wird der 3. Satz aus geformt und auch im 4. Satz erst diese traumhaften Flötentriller und dann wieder unbändige Virtuosität, einfach grandios. Mit einem traumhaften Streicherintro wird der 1. Satz der 4. Sinfonie eröffnet, mit dem Orchestre des Concerts Lamoureux unter der Leitung von Charles Munch, bestechend die rhythmisch, pointierten Passagen im 3. Satz  , gefolgt von Passagen mit einer unbändigen dramatischen Intensität ( die sich auch im 4. Satz wiederholen) und herrlichen Bläsereinwürfen. Grandios auch die Lieder CD, auf der es eine wieder hören mit Colette Alliot-Lugaz, Kurt Ollmann, Mady Mesple und José van Dam gibt. Eine weiterer Höhepunkt schließlich die Oper Padmavati mit der unvergleichlichen Marilyn Horn, mit Nicolai Gedda, José van Dam, Laurence Dale, Jane Berbie und Charles Burles, es erwartet einen ein vokaler Hörgenuß der Extraklasse mit dem Orchestre National du Capitol de Toulouse unter der Leitung von Michel Plasson.

Werbeanzeigen

Über godenrath

Opernexperte
Dieser Beitrag wurde unter b. Opern, c. Lied, d. Solo & Orchesterwerke veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s