Sommerkonzert der Andreas Franke Akademie (HfMT, 28.06.2019)

Mit dem 1. Satz aus der „Sonate für Klavier und Horn F-Dur op. 17“ von Ludwig van Beethoven wurde das Konzert eröffnet. Edvard Rundberg bot am Klavier eine gefühlvolle gut in den Laufpassagen ausziselierte Interpretation mit perlend ausziselierter Leichtigkeit und setzte dezent dramatische Akzente. Benedikt Geiger spielte auf seinen Horn eine gefühlvolle, akzentuierte Interpretation und verstand es ebenfalls geschickt dramatische Akzente zu setzen. Später spielten sie noch von Paul Dukas das „Tres modere“ aus der „Villanelle für Horn und Klavier“. Wobei Edvard Rundberg durch seine feinsinnige Eleganz, mit seinen hervorragenden Laufpassagen, dynamischen Abstufungen und feinsinnigen Triller bestach. Auch Benedikt Geiger besticht durch sein gefühlvolles akzentuiertes Spiel, seinem setzen von dramatischen Akzente und auch die virtuosen Passagen wurden gut ausgeformt. Dazwischen bot der 13 jährige Malte Peters den 2. und 4. Satz aus der 2Sonate für Klavier e-Moll op. 7″ von Edvard Grieg, gefühlvoll gespielt und technisch hervorragend gelöst, im vierten Satz dann rhythmisch pointiert, gut in den virtuosen Passagen und einem dramatischen Entré, lediglich was die dynamischen Abstufungen anbelangt klang vieles noch zu gleich, hier müßte jetzt noch an musikalischen Feinheiten gearbeitet werden. Es folgte die „Romance“ und der „Hungarian Dance“ aus den „Morceaux de Salon für Violine und Klavier op. 6“. von Sergei Rachmaninov. David Wurm, der soeben sein Abi bestanden hat um demnächst seine musikalische Ausbildung an der HfMT fortzusetzen, bestach auf der Violine durch seinen angeraut Ton anmutenden Ton, spielte gefühlvoll, mit einer enormen Innenspannung, setzte geschickt dramatische Akzente, fabelhaft in den dynamischen Abstufungen und formte die virtuos, dramatischen Passagen gut aus. In der 2. Komposition war er grandios in der Ausformung der virtuosen Passagen, spielte rhythmisch pointiert mit grandiosen Trillern. Der Klavierton von Levi Schechtmann hatte eine gefühlvolle Eleganz, lediglich die dynamischen Abstufungen blieben etwas aus der Strecke, hier müßte noch etwas mehr Wert auf die musikalische Details gelegt werden. In der 2. Komposition waren in den Laufpassagen zumindest andeutungsweise dynamische Abstufungen auszumachen. Er war hervorragend in den virtuosen Passagen und setzte dramatische Akzente. Besser wurde er dann beim „Präludium und Fuge f-Moll Nr. 12 BWV 857“. Er spielte mit einer feinsinnigen Eleganz, schön ausgeformten Trillern und in der Fuge dann akzentuiert, dezidiert ausgeformte Triller und wesentlich besser was die dynamischen Abstufungen anbelangt. Auch bei der Etüde op. 10 Nr. 4 formte er die virtuosen Passagen gefühlvoll aus, setzte dramatische Akzente und war auch hier wesentlich besser in den dynamischen Abstufungen.  Beim „Molto ritmico“ aus den „Danse espagnol aus der La vida breve für Klavier zu den vier Händen“ setzt er großartige Triller, war gut in den virtuosen Passagen, setzte dramatische Akzente und formte die Passagen mit dramatischer Intensität gut aus. Malte Peter war auch hier technisch und rhythmisch gut, lediglich die ausgeformten Passagen in welchen dramatische Intensität gefragt ist, müßten noch etwas variationsreicher gespielt werden. Zum Abschluß dann „Introduction et Rondo capriccioso für Violine und Orchester op. 28“. David Wurm bot ein berührendes Entré, spielte akzentuiert, bot schönen Piani, war großartig in den virtuosen Passagen und im Ausformen der Triller, rhythmisch prägnante Passagen werden großartig ausgeführt, setzt dramatische Akzente und spielte mit einer tänzerischen Leichtigkeit. Levi Schechtmann bot ebenfalls ein gefühlvolles Entré, bot hier ansatzweise dynamische Akzente, insbesondere in seinen Solopassagen wurde diese explizierter herausgearbeitet, spielte rhythmisch pointiert, bot schöne bis großartig ausgeformte Triller, sein Spiel hatte die nötige dramatische Intensität.

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