Querflötenabend: Bachelorprüfung von Violetta Barba, Klasse Prof. Jürgen Franz (HfMT, 28.06.2019)

Zu Beginn spielte sie „Souvenir du Rigi für Flöte, Horn,Handglocke und Klavier op. 34“ von Franz Doppler. Violetta Barba spielte hier feinsinnig, gefühlvoll, bot wunderschöne Triller,. die auch in den dynamischen Abstufungen bestachen. William Santiago Beccerrz bestach am Horn durch seine einfühlsame, schön ausziselierte Interpretation, bot großartige Triller, schön ausgeformte Pianopassagen. Die Handglocke wurde von Elman Mecid gefühlvoll und pointiert bei teilweise nuanciert eingesetzter Intensität gespielt. Antonio di Dedda (Klavier), erwies sich als einfühlsamer Begleiter, setzte dramatische Akzente, bot großartige Triller und bestach im Ausformen der virtuosen Passagen. Von Robert Muczynski folgte die „Sonata für Flöte und Klavier op. 14“. Der 1. Satz wurde rhythmisch pointiert, großartig in den virtuosen Passagen gespielt, sie setzte dramatische Akzente, formte großartige Triller aus und bestach auch in den dynamischen Abstufungen. Auch in 2. Satz wiederum war sie rhythmisch pointiert, großartig in den virtuosen Passagen mit schönen Trillern und einem dramatisch expressiven Schluß.  Im 3. (einfühlsames Entré) und 4. Satz bot sie  wunderbar ausziselierten virtuose Passagen und ebensolchen Trillern. Nobue Ito war im 1. Satz rhythmisch prägnant, ziselierte den Satz gefühlvoll aus und setzte dramatische Akzente, im 2. Satz ausdrucksvoll, mit dramatischer Intensität und rhythmisch akzentuiert. Im 3. und 4. Satz spielte er großartige Triller, einfühlsam, setzte dramatische Akzente, und bot in den dramatisch expressiven Sequenzen einen mitreißenden Ton. Bei der „Sonata für Flöte und Klavier e-Moll“ von Johann Sebastian Bach, bot sie im 1. Satz einen einfühlsamen Beginn und gefühlvolle Triller. Im 2. Satz formte sie die virtuosen Passagen ebenso großartig aus wie die Triller, einfach mitreißend. Der 3. Satz gelang einfühlsam bei getragenem Tempo schön ausziseliert, mit gefühlvollen ‚Trillern und im 4. Satz dann die herrlichen virtuosen Passagen und ihre Art die virtuosen Triller gefühlvoll auszuformen, phänomenal. Beim „Air – Solo für Flöte“ von Turo Takemitsu bot sie einen einfühlsamen Beginn, herrlich in den dynamischen Abstufungen, gut in der Ausformung der virtuosen Passagen und schöne gefühlvolle Pianopassagen. Zum Abschluß dann die „Grand fantasie sur Mignon für Flöte und Klavier“ von Paul Taffanel. Im ersten Teil bot sie schöne Triller und formte die virtuosen Passagen hervorragend aus, eine einfühlsame, berührende Interpretation, dann kam „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen,“ phänomenal, mit wunderschönen, einfühlsam ausgeführten virtuosen Passagen. Im dritten Teil dann diese pointierte Leichtigkeit, charmant ausgeführt mit gefühlvollen Trillern, schließlich eine Arie aus diesem Werk von Ambroise Thomas, mit wunderbar mitreißenden Trillern, gefühlvoll ausziseliert, berührend, großartig in den virtuosen Passagen, rhythmisch prägnant, mit einem atemberaubenden virtuosen Schluß. Auch bei Bach und zum Schluß bei Taffanel zog Nobue Ito wieder alle Register seines Könnens, über gefühlvoll ausziselierte Sätze, einfühlsam und berührend bis hin zu Sätzen mit dramatischer Virtuosität und dramatischer Intensität und rhythmischer Prägnanz. Ein großartiger Abend.

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