Sergej Rachmaninov: 2. Sinfonie; Gabriel Feltz (dreyer gaido, Note 1)

Im ersten Satz offenbart sich gleich zu Beginn ein düsteres, getragenes Klangbild im Piano. Auch hier gelingt es den Dortmunder Philharmonikern unter der Leitung von Gabriel Feltz von der ersten Sekunde an die Zuhörer zu packen und zu begeistern. Der Orchesterklang setzt mit einer Innenspannung ein, die bis zum Ende durchgehalten wird, der Klangteppich offenbart eine geistige Durchdringung des Werkes, der man sich einfach nicht entziehen kann. Schon nach wenigen Minuten der erste fesselnde dramatische Aufschwung (man könnte fast schon schreiben das dieser zelebriert wird) und dann diese anhaltende dramatische Intensität ab der Mitte des 1. Satzes, atemberaubend. Wie Gabriel Feltz die dramatischen Passagen ebenso dezidiert auszuformen versteht, wie er das Tempo anzieht und schließlich wieder zurück nimmt, schlichtweg phantastisch. Im 3. Satz werden die romantischen Passagen deliziös ausgekostet und schließlich diese immer wieder aufblühende dramatische Intensität im 4. Satz, diese Interpretation ist ein ganz großer Wurf, an dieser CD führt kein Weg vorbei, man sollte sie unbedingt gehört haben.

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