Dorothee Oberlinger: Night Music (Sony)

Die „Sonatori de la Gioiosa Marca“ finden egal für welchen Komponisten, ob nun Vivaldi, Fra Gerardo, Jacob von Eyck oder Jean Baptiste Lully immer den richtigen individuellen Tonfall. Der Verfasser greift hier einige musikalische Höhepunkte auf dieser CD heraus. Grandios wie Dorothee Oberlinger (Flöte) auf dieser CD wie virtuosen Musikbögen in der Sinfonia from „La senna festeggiante“ von Antonino Vivaldi auszuformen versteht, mitreißend. Hervorragend diese gefühlvollen, pointiert wirkenden und stellenweise auch  virtuosen Triller in der Sonata in A-major aus „Il pastor vido“ von Antonino Vivaldi alias Nicolas de Chedeville  ausziseliert werden. Atemberaubend wie gefühlvoll Dorthee Oberlinger das „Pourquoy, doux rossignol“ von Jacques Hotteterre und Jean-Baptiste de Bousset auszuformen versteht und wie sich dieser Klang in den Orchesterklangteppich bettet. Ebenfalls grandios dieses gefühlvolle feinsinnige Entre des Recorder Concerto in C-minor RV 441 von Antonio Vivaldi. Zum Ende mit „Round midnight“ (1944) von Thelonious Monk wird es dann moderner. Es schlägt Mitternacht. Die Musik mutet ein wenig minimalistischer an, modern aber dennoch melodisch. Auch hier gelingt Dorothee Oberlinger eine gefühlvolle Werkausdeutung.

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