Nikola Djoric: Pictures – Mussorgsky, Tschaikovsky – (Berlin)

Das Akkordeon erfreut sich schon seit geraumer Zeit wieder neuer Beliebtheit, sowohl in der Popmusik, wie auch in der Klassik. Was wahrscheinlich die wenigsten meiner Leser wissen werden ist, dass das Akkordeon 7 Oktaven umfasst. Nikola Djoric hat sich entschlossen die für Klavier komponierten Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky und das Jugendalbum von Peter I. Tschaikovsky so zu spielen, wie es fürs Klavier komponiert wurde und nicht in einer Transcription. Dieses hat seine Vorteile, man hört es einmal in seiner original kompositorischen Ausrichtung auf einem anderen Instrument. Der Nachteil aber ist hier das manches, ganz besonders die Promenaden von der Intensität her zu ähnlich klingen. Ansonsten, das „Il vecchio castello“ wird überaus gefühlvoll gespielt,“ Samuel Goldberg und Schmyle“ erklingen ebenso wie das „Heldentor von Kiev“ akzentuiert ausgedeutet. Bei den Jugendszenen bietet Nikola Djoric beim „Morgengebet“, „der kranken Puppe“ und der „Süßen Träumerei“ eine sehr einfühlsame Interpretation. Der „Kleine Reiter“ gelingt rhythmisch akzentuiert, „Die Beerdigung der Puppe“ wird getragen gespielt und bietet ein düsteres Klangbild, während „Die neue Puppe“, „Der Bauer spielt Zieharmonika“ und „Der Lied der Lerche“ heiter und unbeschwert erklingen. „In der Kirche“ hingegen bekommt ein feierliches Klangbild verliehen.

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Opernexperte
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