Daniel Röhn: The golden Violin – Music of the 20 s – (Berlin)

Nachdem das Konzertprogramm von Daniel  Röhn in der Elbphilharmonie nicht unbedingt für einhellige Begeisterung sorgte, vielleicht lag es ja auch an der miserablen Akustik, nicht umsonst verkündete Jonas Kaufmann diesen Saal zukünftig meiden zu wollen, war der Verfasser jetzt doch auf diese CD gespannt. Sie beginnt mit drei Gershwin Kompositionen für Violine, eingerichtet von Jascha Heifetz. „An american in paris“ wird fulminant ausgeformt und auch die Charakteristik der Musik wird adäquat herausgearbeitet. Bei „It ain’t necessarily so“ besticht diese gefühlvolle Ausformung, ebenso wie die virtuosen Passagen hervorragend gemeistert werden. Das Würtembergische Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Case Scaglione sorgen für einen dezidierten Klangteppich. Der „Tempo di blues“ wird schwungvoll und dennoch gefühlvoll ausgedeutet. Grandios wie Tiefsinnig die virtuosen Passagen in Cecil Burleigth „Moto Perpetuo“ ausgeformt werden. Auch bei „The ballade of Mack the knife“ von Kurt Weill findet Daniel Röhn exakt den richtigen, individuellen Tonfall. Berührend und gefühlvoll gelingt die Interpretation von „What good would the moon be“ ebenfalls von Kurt Weill. Musikalisch etwas seichter und weniger tiefsinnig fallen dann leider die beiden Kompositionen von Charles Chaplin „The terry Theme“ und „The flower shop“, trotz der hervorragenden Interpretation, aus und auch das Novello“ aus „The Land of might-have-been“ plätschert leider etwas daher. Wunderschön gelungen hingegen „18 Variation“ von Sergei Rachmaninoff. Gleiches gilt auch für Josef Suks „Chant d’amour“. Das irische Volkslied „Gweedore brae“ hätte in seiner Ausdeutung etwas mehr Tiefgang vertragen können. Gefühlvoll, pointiert und berührend die Interpretation des Friedrich Hollaender Liedes „Ich weiß nicht zu wem ich gehöre“. Zum Abschluß von Jascha Heifetz „When you make love to me“ arrangiert von Stephen Buck.  Die musikalische Ausdeutung der unterschiedlichen charakteristischen Eigenheiten der einzelnen Kompositionen erfolgt auf höchsten Niveau und werden daher bravourös gemeistert. Jede einzelne Komposition erhält ihren eigenen, individuellen Tonfall,

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