Oslo Philharmonic + Petrenko – Alexander Scriabin: Sinfonie Nr 1 und Nr. 5 (LAWO)

Mit einem wundervoll anmutenden Piano und einer sich mehr und mehr steigernden Intensität gelingt es dem Oslo Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasily Petrenko bei der Sinfonie No. 1 op. 26 von Alexander Scriabin das Publikum von der ersten Sekunde an zu fesseln. Tiefsinnig, etwas düster mit brillianten Streichern und mit welch einer Eleganz er es versteht dramatische Affekte zu platzieren, somit trifft Vasily Petrenko exakt den richtigen Tonfall. Grandios diese dramatische Intensität im zweiten Satz. Im Schlußsatz bestechen  die Mezzosopranistin Alisa Kolosova mit ihrem warmen, sinnlichen Mezzoklang und die helle, höhensichere Tenorstimme von Alexey Dolgov, dessen Stimmen hervorragend miteinander verschmelzen. Wunderbar der gefühlvoll singende Oslo Philharmonic Choir, der sich zum Ende noch zu einem dramatischen Schlußton steigert. In der 5. Sinfonie – Prometheus the Poem of Fire, op. 60 – treffen wir auf den Pianisten Kirill Gerstein, Modernes, dramatisches Klangbild, selbst der Tonfall des Klaviers mutet etwas disharmonisches an, wird aber dennoch gefühlvoll und feinsinnig von Kirill Gerstein ausziseliert, mit einer grandiosen, spannungsgeladenen Chorszene.  Beim Klang des Orchesters meint man Prometheus förmlich vor sich auferstehen zu sehen, ein grandios ausgedeutetes Werk. Eine CD, die von er ersten bis zur letzten Note begeistert.

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