Studiokonzert Klasse Prof. Andreas Röhn, Violine (HfMT, 09.12.2018)

Den Abend begann die 19 jährige aus Taiwan stammende Wan-Jung Lu mit Fritz Kreisler: Präludium und Allegro. Ihr Spiel mutete stellenweise eher etwas sportlich an. In den dynamische Abstufungen könnten sie noch feiner agieren. Dennoch  engagierter Auftakt, elegante Übergänge, Innenspannung, warmer Grundton, technisch nahezu perfekt, in den virtuosen Passagen mitreißend, akzentuiert. Bei Henryk Wieniawski: Violinenkonzert Nr. 2 op. 22 (Allegro moderato) Wirkte ihr Spiel eleganter, ein warmer Grundton, dramatisch, akzentuiert, expressive, in den dynamischen Abstufungen leider noch etwas weniger differenziert, vieles Klang eine Spur zu ähnlich bis gleich, in den virtuosen Passagen gab es einige Ungenauigkeiten, brilliant in den Verzierungen. Es folgte Jeehong Park mit  Sergei Prokoffjew: Violinenkonzert in d-Dur Nr. 1 op. 19 (Andantini: Scherzo. Vivacissimo): Ein traumhafter Einstieg, gefühlvoll, vergeistigt, herrlich in den dynamischen Abstufungen, wunderbare Steigerung in dramatischen Passagen, brilliant in den virtuosen Passagen, zauberhafter Schlußton. Bernhard Fograscher am Klavier sorgte für perlende Triller und Klängen die einem Glockenschlag glichen. Die 17 jährige Koreanerin Eusong Jung spielte von Felix Mendelssohn das Violinenkonzert in e-moll op. 64 (Allegro,molto appassionato) Ein schöner Beginn (nicht zu schön gespielt), könnte von der Ausformung her allerdings eine Spur eleganter klingen, leider waren die dynamischen Abstufungen kaum wahrzunehmen gewesen, diese müßten noch etwas deutlicher herausgearbeitet werden, das nicht jede Note von der Intensität her zu ähnlich gespielt wird. Traumhafte Piani, virtuose Passagen wurden sauberer gespielt, klangen aber nicht immer akzentuiert genug, gut ausgeformte Triller, rundeten diese Interpretation ab. Kazim Kaan Alicioglu spielte Wolfgang A. Mozart: Sonate für Klavier und Violine in G-Dur Nr. 18 KV 301, elegant, mit schön ausgeformten Trillern, einem weichen Tonansatz, großartig in den dynamischen Abstufungen, deliziös ausgeformt. Im zweiten Teil dann ein mitreißender expressiver Beginn. Bei Niccolo Paganini: Caprice Nr. 17 op.- 1 wurden die dramatischen, virtuosen Passagen  meisterhaft gespielt, brilliant in den dynamischen Abstufungen. Bernhard Fograscher sorgte am Klavier für grandiose Triller.  Sun Shin spielte Franz Schubert: Fantasie in C-dur D. 940, grandios als wollten die Töne kein Ende nehmen, unglaubliche Innenspannung, Triller wurden brilliant angedeutet, virtuose Passagen brilliant ausgeformt, fein auszieseliert, einfach meisterhaft.  Ting-Shuo Chang spielte Robert Schumann: Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 a-moll op. 105 akzentuiert, dramatisch expressive, tiefsinnig, dynamische Abstufungen wurden hervorragend herausgearbeitet mit einem berückenden, warmen Grundton. Der zweite Satz wurde dann  elegant und feinsinnig auszieseliert, während der dritte Satz virtuos, dramatisch expressive und akzentuiert gelang, mit brillianten dynamischen Abstufungen. Bernhard  Fograscher  sorgen für einen dramatisch, fast bedrohlich wirkend Ton am Klavier.

 

 

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