Metoo vs Rassisimus

In der Metoo Debatte wird offensichlicht mit zweierlei Maß gemessen, was den Verfasser dann doch ein wenig überrascht hat, daß heißt, eigentlich nicht. Was ist vorgefallen? Ungeachtet der Tatsachen, bezüglich mancher Dirigenten, bevor auch nur der Hauch einer richterlichen Bestätigung vorlag, wurde die Unschuldsvermutung erst einmal ad acta gelegt und jeder der es  sich erlaubte darauf hinzuweisen, wurde gnadenlos nieder gebügelt. Denn wer als Frau Vorwürfe auf Metoo Äußert, die Betonung liegt auf Frau, hat selbstverständlich Recht. Anders hingegen sieht es da schon aus, wenn ein Mann darauf hinweist von seiner „renommierten“ Professorin sexuell bedrängt und belästigt wurden zu sein. Da steht dann zu lesen, er hat es nur getan, weil sich seine Karriere trotz des Übergriffes nicht so erfolgsversprechend entwickelt hat, wie er es sich wohl ausgemalt hat. Ist es bei einer Vielzahl der Damen, die solche Vorwürfe geäußert haben eigentlich anders? Außerdem ist eine renommierte Professorin, erfolgreich in ihrem Beruf und daher jawohl über jeden Zweifel erhaben, so jedenfalls der in einem einseitigen Artikel zu lesende Grundtenor. Anders als bei dieser Professorin kam bei den gescholtenen Herren  keiner auf die Idee einen einseitigen Bericht zur Entlastung zu veröffentlichen. Wie gesagt, wenn man die mittlerweile als gesichert gelten Fakten einmal außen vor lässt, sollte dennoch vor jeder Hexenjagd erst einmal die Unschuldsvermutung gelten,  bevor man jemanden über die Klinge springen läßt. Bei Herrn Kachelmann war es ähnlich. Was wäre eigentlich geschehen wenn Herr Kachelmann eine Frau gewesen wäre und ein Mann hätte wegen dieses vergehens geklagt, wären dann Richter und Presse ebenfalls so unerbittlich über ihn hergefallen. Wohl kaum, wie jetzt das aktuellen geschehen um eine New Yorker Professorin belegt. Bei ihr gilt plötzlich erst einmal die Unschuldsvermutung. Ähnlich verhielt es sich mit Herrn Özil, als dieser Rassismus schrie, sprangen etliche Reporter auf diesen Zug auf, ohne erst einmal die Fakten zu prüfen. Was waren eigentlich die Fakten und wie kam dieses Foto zu Stande. Laut Recherchen der Welt ist Herr Özil schon seit Jahren ein enger Freund und Verehrer von Herrn Erdogan. Dieser lud ihn sogar als Ehrengast zur Hochzeit einer seiner Töchter ein. Damals war noch Herr Gül das Staatsoberhaupt. Merkwürdig, das er sich hier noch nicht an seine Wurzel erinnert fühlen wollte. Jedenfalls ist von einem Treffen beider mit anschließender Trikotübergabe und Fototermin nichts bekannt. Das Foto war kein Versehen sondern wohl kalkulierte Absicht. Viele Minderheiten in der Türkei wären dankbar, wenn diese ihre Religion und ihre Sitten und Gebräuche so aus üben dürften, wie die angeblich so geschundenen und nicht akzeptierten Türken in europäischen Ländern. Selbstreflexion scheint hier ein absolutes Fremdwort zu sein. Wie der Verfasser schon in einem anderen Kommentar feststellte. Rassismus scheint nur dann in Ordnung zu sein, wenn er andere betrifft und nicht einen selber.

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