Jushua Bell: Bruch Scottish Fantasy (Sony)

Das Joshua Bell mehr zu bieten hat, als sein ansprechendes Äußeres wird sich sicherlich auch schon zu den Letzten herum gesprochen haben. Das er auch nicht immer nur die Schlager des Violinenrepertoires aufnimmt, sondern sich auch für teilweise Heut zu tage zu unrecht weniger bekannte Werke und Komponisten einsetzt, ist allgemein bekannt. Nach einer nun schon seit 20 Jahren bestehenden erfolgreichen Tonträgerkarriere hat er sich jetzt doch entschlossen ein besonderes Schmankerl des Repertoires für Violine einzuspielen, das ersten Violinenkonzert von Max Bruch mit der Academy of St Martin in the Fields. Fein durchstruckturiert, mit keinem zu gefällig sich anbiedernden Schönklang, wird dieses 1. Violinenkonzert, elegant und mit einigen zauberisch schönen, aber auch angeraut gespielten Passagen, spannend aufbereitet. Hier gelang Joshua Bell eine spannende Werkausdeutung, die auch nach dem gefühlten tausendsten mal nichts an ihrer faszinierenden Wirkung eingebüßt hat. Vorangestellt die Scottish Fantasy for Violin and Orchestra, op. 46. Auch hier beweisst Joshua Bell, das dieses Werk durchaus einen dramatischen, vom Tonfall her raueren Zugriff vertragen kann. Durch einige zauberhafte weichere, melodische Momente angereichert, gelingt ihm auch hier eine mitreißende Werkausdeutung. Eine CD, dessen hören viel Freunde bereitet.

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