Night, Sleep, Death and the Stars, songs bei Silvan Loher – Silke Gang, Marco Scilironi (Odradek)

Die Stimme der Mezzosopranistin Silke Gang erinnert der Verfasser bei ihrer Interpretation der Lieder nach Gedichten von Mascha Kaleko Band 1 op. 7, und den Ten Poems by Walt Whiteman op. 6 von Silvan Loher von der Klangcharakteristik her etwas die Stimme von Anne Sophie von Otter, wenn diese Lieder von Weill und Brecht singt. Der Klang ist etwas hohl, weniger charmant, teilweise auch leicht aufgedreht und ein wenig dem Chanson entlehnt. Silke Gang gelingt es bei jedem einzelnen Lied einen individuellen Tonfall zu finden. Die Texte werden exquisite ausmodeliert, auch wenn die Stimme weniger Rund sondern eher charakteristisch klingt und sich stellenweise auch ein an ein Tremolo erinnerndes Vibrato in die einzelnen Liedinterpretationen einschleicht. Marco Scilironi versteht es meisterhaft die unterschiedlichen charakteristischen Merkmale der einzelnen Lieder herauszuarbeiten. Wenn man bereit ist sich auf den Teilweise etwas speziell anmutenden Tonfall dieser Liedstimme, die sich in der Charakteristik von den Liedstimmen die man bei Schubert, oder Schumann und Brahms gewohnt ist, teilweise erinnert es auch ein wenig an Mahler ( Auf eine Leierkastenmelodie), einzulassen, kann man an ihrer Art der Liedinterpretation viel Freude haben.

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