Birgit Nilsson zum 100. Geburtstag

Die am 17.05.1918 in Västra Karup geborene und am 25.12.2005 in Bjärlöv verstorbene Sopranistim Märta Birgit Nilsson wäre heute auf den Tag genau 100. Jahre alt geworden. Es gab vor allem zwei Rollen welche sie ihren Weltruhm verdankte und die man für immer mit ihr verbinden wird, die Turandot und die Isolde, mit welcher sie die Tradition einer Frida Leider und einer Kirsten Flagstad fortzusetzen verstand. Neben dem Wagnerfach, Elsa (Bayeruth 1954), Elisabeth und Vernus (Studioaufnahme, Otto Gerdes), und Brünnhilde, zählte auch noch die Färberin aus der Frau ohne Schatten und die Elektra zu ihren Paraderollen. Auch die Salome, wo ihr ein Regisseur einen „Balztanz“ auf den „Leib“ choreographierte, den hinsichtlich ihrer Figur dankend ablehnen mußte und sich stattdessen selber eine Choreographie zurecht bastelte, die auch bei ihre, da sie verglichen mit anderen Rollenvorgängerinnen etwas mehr Figur anzubieten hatte,  wirkte, zählte zu jenen Rollen die sie öffters sang. 1949 sang sie sogar die Ariadne. Erfolgreich war sie auch mit ihrer Tosca, weniger gut hingegen schnitt sie bei ihrem Ausflügen ins Mozartfach, Donna Elvira im Don Giovanni, Amelia im Maskenball, Lady Macbeth und Aida, von Verdi, in ihrer Agathe, oder ihrem Fidelio ab. Auch ihre vier letzten Lieder von Richard Strauss zählen nicht zu den besten Interpretationen dieses Liederzyklusses. Gleiches muß man leider auch über ihre Wesendonklieder sagen, ihre LP mit Weihnachtsliedern und anderen Liederinterpretationen schedischer Komponisten. Birgit Nilsson war und wird immer ein Unikat bleiben und ihre Isoldeninterpretationen von denen nicht wenige auch als Livemitschnitte veröffentlicht wurden, so z. B. eine DVD aus Osaka (Premiere Opera) neu erschienen jetzt ihre Isolde aus Bayreuth aus dem Jahre 1964 (Opera Depot), ihre legendäre Elektra unter der Leitung von Karl Böhm mit Leonie Rysanek aus dem Jahre 1965 unter der Leitung von Karl Böhm (Premiere Opera), dann ihre Turandot Livemitschnitte (u. a. Mexico 1965, Naples 1976), bleiben unvergessen. Ebenso wie Ihre Interpretation der Bünnhilde live unter Ferdinand Leitner 1967.Manches hätte sie besser nie gesungen und dennoch hat es ihren Ruf als eine der besten Sängerinnen ihrer Zeit nie geschadet. Unvergesslich, geradu legendär der Fernsehauftritt jener dreier Runde, Martha Mädl, Astrid Varnay und Birgit Nilsson, die in einer einzigen Bayreuther Ringproduktion aus dem Jahre 1954 in der Walküre unter der Leitung von Joseph Keilberth ( Archipel) vereint zu erleben sind.

 

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