Massanet Operas 16 CD Box (Warner)

Eine Box die längst überfällig war. Jetzt gibt es in einer nur Jules Massanet gewidmeten Box einen guten Überblick über das Opernschaffen dieses Komponisten. Angefangen mit seiner Herodiade mit Cheryl Studer, die hier noch innerhalb ihrer stimmlichen Mittel sang, Mit einem fabelhaften Ben Heppner als Jean, einem hervorragenden Thomas Hempson als Hérode und José van Dam, immer wieder ein Erlebnis auch auf Tonträgern, als Phanuel. Die Titelpartie wird von Nadine Denize gesungen. Das Orchestre National du Capitol de Toulose unter der Leitung von Michel Plasson bieten einen wunderbaren Klangteppich. Eine der besten  Studioproduktionen die es von dieser Oper gibt mit einer vom Charme und auch was die Verletztlichkeit anbelangt wurde die Manon von Victoria de los Angeles aus dem Jahre 1955, einfach umwerfend interpretierten. Henri Légaya besticht als Des Grieux und Michel Dens singt den Lescaut. Das Orchestre du Theatre National de L’Opera-Cimique sogt unter der Leitung von Pierre Monteux für eine umwerfende Werkausdeutung. Auch als Charlotte in Massents Werther zählt Victoria de los Angeles zu den absoluten Traumbesetzungen. An ihrer Seite einer der besten Tenöre der letzten Jahrzehnte, Nicolai Gedda, mit einem überaus differenzierten Rollenporträt als Werther. Mady Mesple erleben wir als Sophie und Roger Soyer singt den Albert, neben der Manon einer der Höhepunkte in dieser Box. Das Cover verspricht mehr Sexappeal, als die Stimme von Beverly Sills in der Titelpartie der Thais zu halten versteht. Dennoch eine solide Leistung. Nicolai Gedda einmal mehr hervorragend als Nicias. Sherill Milnes ist als Athanael leider etwas weniger differenziert. Richard Van Allan überzeugt als Palémon, Ann Murray singt die Myrtale und als La Charmeuse hören wir Norma Burrowes. Es spielen das New Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Lorin Maazel. Renée Doria eine leider heute eher weniger bekannte Sopranistin zeichnet als Fany Legrand in Massanets Sapho ein berückendes Rollenporträt. In weiteren Rollen hören wir Gines Sirera als Jean Gaussin, Gisele Ory als Divonne und Adrian Légros als Césaire. Das Orchestre Symphonique de la Garde Republicaine unter der Leitung von Roger Boutry zelebrieren einen wunderbaren Orchesterklang. In einer eher weniger bekannten Oper, Le Jongleur de Notre Dame erleben wir Alain Vanzo als Jean, großartig. Jules Bastin gibt einen hervorragenden Frere Boniface. Marc Vento hören wir als Le Prieur, für einen großartigen Orchesterklang sorgen erneut Roger Boutry, diesesmal mit dem Orchestre National de L’Opera de Monte Carlo.  Als letztes erneut Michel Plasson und das Orchestre du Capitol de Toulose mit Don Quichotte. In dieser Produktion bestechen José van Dam in der Titelrolle, einfach umwerfend und Teresa Berganza als Dulcinée. Alain Fondary singt den Sancho Pancha, Isabelle Vernet hören wir als Pedro und Marie Ange Todorovitch singt die Garcias

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