Charles Gounod: Faust (Hamburgische Staatsoper, 22.04.2018)

Im Vergleich zur Aufführung vom 15.4.2018  (Auf dieser Seite bereits besprochen)
Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, unter der Leitung des wieder zupackend dirigierenden Christopher Ward, wurde seinem Ruf als großartiges Opernorchester, wenn das Dirigat stimmt, vollauf gerecht. Auch der Chor zeigte sich in Bestform. Verglichen mit der Aufführung am Sonntag davor, waren die Solisten an diesem Abend bezwingender. Wies die Stimme der Sopranistin Anita Hartig noch ein leichtes, irritierendes Vibrato auf, so schien dieses nicht mehr vorhanden zu sein. Ihre Marguerite war bezwingend, einfühlsam, schlichtweg grandios. Das Duett zum Ende des zweiten Aktes mit einem großartigen Jean-Francois Borras, der durch seinen einfühlsamen Gesangsstil und seiner leicht anspringenden Höhe bestach, geriet zu einer Sternstunde. Alexey Bogdanchikov klang als Valentin noch eine Spur diffenrenzierter. Vladimir Baykov gab einen bezwingenden Mefistophélès. Shin Yeo gestaltete den Wagner überzeugend; Ruzana Grigorian als Siébel und Marta Swiderska als Marthe waren ebenfalls großartig. Ein rundum gelungener Abend.

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