Stages Entertainment präsentiert in Stuttgart und Hamburg: Mary Poppins

Nachdem dem Musical Kinky Boots im  Hamburger Operettenhaus eine weniger lange Laufzeit beschert worden war, wurde dieses jetzt gegen Mary Poppins ausgetauscht, von dem man sich eine längere Laufzeit verspricht. Warum wohl auch dieses nichts werden wird, erklärt Ihnen der Verfasser im folgenden Text. Zuletzt lief in Hamburg kurzfristig noch das Musical Tanz der Vampire, welches sich durch einen Hauptdarsteller auszeichnete für dessen Stimme die höheren Noten vollkommen außer Reichweite lagen und einer „Sängerin“ der Magd, die nur schrie anstatt zu singen. So allmählich scheint die „Hamburger Musical Hochpunkt“ auf einem Interpretationstiefpunkt angekommen zu sein, wenn hier nicht sehr bald gegengesteuert wird, könnte es durchaus passieren, das auf Langesicht sich dieses die Zuschauer nicht länger gefallen lassen und weg bleiben . Die Folge n bemerken wir jetzt schon: Manche Laufzeiten von Musicals in Hamburg wurden schon verkürzt.
My Fair Lady, sowie auch Marys Poppins gehören zu den wenigen Musicals, die das Leben des Verfassers seit Kindheit an begleitet haben und die in seinen Augen zu den besten Muscials gehören (West Side Story nimmt hier eine Sonderrolle ein, ebenso wie Les Miserable, in den Augen des Verfassers mehr als ein Musical), die der Verfasser bisher gehört  hat. Um so erfreuter war er, als er hörte dass das Musical Mary Poppins nach Hamburg kommt, so das er dieses unbedingt sehen und für sie besprechen wollte. Umso enttäuschter war er dann, als er das Tondokument aus Stuttgart hörte. Die Feststellung das dieses ein weniger erfreuliches Vergnügen war, ist noch geschmeichelt. Nach ca. 15-20 Minuten hat er sich enttäuscht ausgeklingt. Die Besetzung der Hauptrollen ist Identisch, die Namen der Interpreten sind hier ohne belang, es besteht kein Grund sich diese zu merken, dafür klangen sie einfach zu belanglos.
Hier das Fazit:
Hektischer, uninspirierter Orchesterklang, die Orchesterthemen wechseln ohne jeglichen musikalischen Tiefgang auch
nur Ansatzweise erkennen zu lassen.
Die Stimme der Mutter klingt etwas nervig, um die Kinderstimmen, extrem künstlich, ist es leider auch nicht besser bestellt.
Die dünne Stimme des Schornsteinfegers wurde technisch so aufgepeppt, das jegliches Gefühl und jeglicher Charme offensichtlich ( wie toll klingt hier Harry Connick jr auf einer CD) verloren gingen. Zudem gibt es bei ihm, leichte Probleme einer Melodielinie zu folgen, was der Verfasser für die Interpretation dieser Rolle als überaus problematisch ansieht. Auch die Stimme der Marys Poppins scheint eher dünn zu sein und manche Gesangspassagen
wirken nur angedeutet und wurden per Mikro technisch aufpeppt, so das auch hier jegliches musikalisches Gefühl verloren geht. Daher kann der Verfasser hier nur eine Empfehlung erteilen:
Legen sie sich zu Hause lieber die DVD mit Julie Andrews ein, die ist stimmlich und auch musikalisch feinsinniger (selbst in der deutschen Syncronisation) und besser.

 

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Opernexperte
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