Coversänger auf Youtube: Kay Grey – Rapper

Der Titel ist in diesem Falle etwas irreführend, da sich seine frühen „Coverversionen“, Originalbeats mit neuem deutschen Texten unterlegt, auf Facebook befinden und nicht auf Youtube. Dort ist einzig die deutsche Fassung des Eminen Titels Walk on Water zu finden. Die Texte bestechen auch durch seinen Hang zur Selbstironie. Es wird selten etwas beschönigend, sondern im passenden Rappjargon ausformuliert. Teilweise können sich auch für mache Damen etwas weniger schmeichelhaft anmutenden Bezeichnungen in den Texten wiederfinden, aber man muß sich auch nicht immer gleich angesprochen fühlen. Die Texte bestechen unter anderem auch durch ihre schonungslose Unverblümtheit und Authenzität. Grigga beispielsweise behandelt die Problematik eines jungen Menschen, der  von den Weißen als Schwarz und von den Farbigen als zu Weiß wahrgenommen wird. Eine Problematik die als Mitteleuropäer sicherlich nicht so ganz leicht nachvollziehbar ist. Wobei wir hier wieder zu einem altbekannten Diskussionsthema kommen: Sind wir beim hören von Stimmen Farbenblind? Fakt ist, wenn man sich die Stimmen von Reri Grist, Barbara Hendricks oder auch die Kathleen Battle betrachtet, weisen diese wenige bis gar keine dementsprechenden charakteristischen Merkmale auf. Während dessen die Stimmen von Leontyne Price, Martina Arroyo und auch die von Jessye Norman, Stimmen die von Verfasser als überaus sinnlich empfundenen werden, ganz eindeutig die charakteristischen Merkmale aufweisen, die eindeutig Rückschlüsse auf die Hautfarbe zulassen. Auch die Stimme von Kay Grey besitzt dieses ganz spezielle sinnliche Stimmtimbre, welches unverwechselbar ist.  Das K im ersten Teil ist nicht als Ableitung eines seiner vermeintlichen Vorbilder zu verstehen, sondern leitet sich von seinem Vornamen ab. Kay Grey unternimmt gar nicht erst den Versuch, andere durch die Art seiner Textsetzung zu kopieren, sondern hat mittlerweile seinen eigenen Stil gefunden, dem er auch treu bleibt. Das die Hand und Körperbewegungen dem ewig gleichen Rhythmus seiner Vorgänger entsprechen, scheint in einer weniger flexiblen Choreographie zu liegen, die dem Rappgesang zu Grunde liegt. Auf Rückfrage bekam der Verfasser dann zur Antwort, das er gedenkt daran noch etwas arbeiten zu wollen, um sich noch besser von anderen Abheben zu können, was in diesem Genre extrem wichtig ist. Die Stimme selbst wird gut geführt und besitzt neben einem außergewöhnlich klangschönem Timbre auch ein breiteres Ausdrucksspektrum, als man es sonst gewöhnt ist. Die Melodieführung ist exellent, hier wird ein Vorurteil erfolgreich widerlegt, das Rapper für gewöhnlich nicht in der Lage sind einfache Melodielinien stimmlich wiederzugeben. Die Rappbranche ist enorm inflationär, auf eine langjährige Karriere können nur die wenigsten zurückblicken (manche segnen auch vorzeitig das Zeitliche), meist ist nach spätestens 5 Jahren Sendepause. Hier hegt der Verfasser die leise Hoffnung, das dieses bei diesem jungen Mann auch auf Grund der individuellen Klangfarbe in der Stimme, die überaus attraktive ist, anders verlaufen könnte. Der Verfasser sieht hier ein enormes Potential, so das er über kurz oder lang auf dieser Schiene eine erfolgreiche Karriere starten könnte.

Titeliste:

Meine Schulzeit

Schluß mit der Schillzeit

Oldschoolsound

Alte Geschichte, neues Wissen

Neugeboren

Grigga

Unterschätzt

Zum ersten und zum letzten Mal

Vergesst es (Feat Hazzard, Riccardo Threesixty)

Flashback

 

Über godenrath

Opernexperte
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