Johann Friedrich Reichardt: Die Geisterinsel (CPO)

Die Ouvertüre prescht gleich mit einer Energie- und einer Spannungskurve vorran, die einen sofort packt und gefangen nimmt. Leider nur flacht diese einmal aufgebaute Spannung dann gleich nachdem der letzte Ton der Ouvertüre verklungen ist wieder ein wenig an und wir befinden uns, wie es der Untertitel schon verrät in einem Singspiel mit vielen Dialogen. Die Rheinische Kantorei unter der Leitung von Hermann Max vermittelt uns dabei einen kompetenten, transparenten Orchesterklang. Die Stimme der Sopranistin Ulrike Staude als Miranda mutet dabei etwas spröde an. Der lyrisch anmutende Bass von Ekkehard Abele in der Rolle des Propero besticht mit seiner eleganten Stimmführung. Romalia Lichtenstein, die vor einigen Jahren als Norma von sich reden machte, gibt mit ihrem mezzohaft anmutenden Sopran eine überzeugende Ariel. Der lyrischen Tenor Markus Schäfer ist hier als Fernando zu erleben. Barbara Hannigan, die in Hamburg gerade als Lulu für Furore sorgt, ist mit ihrer fesselnden Interpertation des Fabio der Höhepunkt dieser Produktion. In weiteren Rollen runden Tom Sol (Bass) als Caliban, Jörg Hempel (Bass) als Oranzio, Yoshitaka Ogasowara (Bass) als  Stefano und Stefan Filipiak als Sprecher dieses Ensemble trefflich ab.

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