Giuseppe Verdi: La Traviata; Lee, Viola, Rosiello, Leung, Tambaro, Sciroli; Rolli / 10.2017 (DVD, Premiere Opera)

Auch wenn auf der DVD Bologna notiert ist, die Aufführung fand im Operhaus in Busetto statt. Zum Ende der DVD gibt es eine Tonspurüberschneidung, die Stimmen von Dr, Grenvil, Annina, Alfredo und Germont die später aufgzeichnet wurden, fallen auf Grund eines technischen Defektes in das Piano von Isabella Lee ein. Zur Handlung:

Im Valery’s, einer Galerie, treffen während einer Vernisage der Kunstliebhaber Alfredo und die Galeriebesitzerin Violetta Valery aufeinander, deren halbbekleidetes, erotisch anmutendes Porträt, sie auf einem Bett zu sehen, zu dem sich noch ein bekleideter Männernoberkörper samt Kopf ihrem Itimbereich nähert, zum Verlauf steht. Alfredo kauft dieses Porträt, das dann auch der Stein des Anstoßes wird, warum der Vater die Verbindung zwischen ihr und seinem Sohn nicht gut heißt.

Mit einem wunderbaren Verdiklangteppich eröffnet Sebastian Rolli die Aufführung und es gelingt ihm durchgehend einen grandiosen Verdiklang zu erzeugen. Leider scheitert auch er an der kniffligen Passage im zweiten Akt ab „Alfredo Voi“, wo er in den Violettapassagen das Tempo nicht zurück nimmt. Schade ansonsten währe es ein perfektes Dirigat gewesen. Isabella Lee ist als Violetta einfach umwerfend, mit ihrem Charme, die Art wie sie ihre Halbstimme im Piano einsetzt, sie wird sowohl den lyrischen, wie auch den dramatischen Passagen dieses Werkes voll auf gerecht, eine großartige Leistung. Alessandro Viola is zu Beginn etwas schwach, wird dann im ersten Teil des zweiten Akt richtig gut, auch wenn er mit der Stretta an die Grenzen seiner stimmlichen Möglichkeiten kommt (nur sehr wenigen war es vegönnt gewesen diese adäquat auszuformen: Gedda, Kraus). Im Terzett mit dem Chor im zweiten Teil des zweiten Aktes gelingt es ihm leider nicht so ganz sich stimmlich durchzusetzen. Im dritten Akt ist er dann wieder besser. Bravourös hingegen Marcello Rosiello als Germont, seine dezidierte Art mit des es ihm gelingt die Arie „La provenca“ auszusiselieren hat der Verfasser in dieser Form bisher noch nicht gehört, grandiose. Eine der besten Leistungen des Abends. Marta Leung als Flora, Luisa Tambaro als Annina, Pasquale Scircoli als Gastone, Carlo Checci als Douphol, Claudio Levantino als Marchese und Gerard Farreras als Dr. Grenvil fielen hier leider etwas ab. Dennoch eine grandiose Opern DVD die man gesehen haben sollte.

 

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