Edward Elgar: The Dreams of Gerontius – Daniel Barenboim – (DECCA)

Nach den wegweisenden Interpretationen mit Dame Janet Baker, hat sich jetzt Daniel Barenboim mit der Staatskapelle Berlin daran gemacht, die Musik von Edward Elgar (1857-1934) wieder etwas mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken. Dass Elgar mehr als Pomp und Circumstances und die grandiose 1. Sinfonie komponierte, ist sicherlich nur wenigen Klassikliebhabern bekannt. Zu den weniger bekannten Werken dieses bedeutenden, englischen Komponisten gehört das hier besprochene Oratorium. Mit der Veröffentlichung dieses Werkes ist Daniel Barenboim einmal mehr ein ganz großer Wurf gelungen. Wurde er in der jüngeren Vergangenheit des öfteren dafür kritisiert, dass seine Interpretationen in der letzten Zeit es etwas an Innenspannung vermissen ließen; bei dieser neuen Produktion ist er wieder voll in seinem Element. Hier gelingt ihm einmal mehr eine mitreißende Werkausdeutung, spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde, was auch an der herausragenden Besetzung liegt. Catherine Wyn-Rogers als Angel, Andrew Staples als Gerontius und Thomas Hampson als Priester und Angel of the Agony sind ein in sich geschlossenes und bestens aufeinander abgestimmtes Ensemble. Mitunter zeigt die wunderbar timbrierte Stimme von Thomas Hampson schon kleine Schwächen, die er allerdings durch seine grandiose Teschnik ausgleicht. Eine sehr hörenswerte Einspielung.

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