Nina Kotova – Cello, Fabio Bidini – Klavier: Rachmaninov, Prokofiev Cello Sonatas (Warner)

Mit einem etwas strengen, aber verführerischem  Blick, tiefem, schlanken Dekoltée und ihr Instrument lässig umschlungen, möchte uns die russische Cellistin, Nina Kotova dazu auffordern, ihre CD zu erwerben. Nun könnte man auf den ersten Blick denken, wieder so eine Schöne, die auf dem Markt äußerlicher Eitelkeiten uns dazu ermutigen will, ihrer weniger ausgeprägten musikalischen Begabung uns bedingungslos folgend machen zu wollen, frei nach dem Motto: Das Auge „isst“ mit. Nein, es wird schnell deutlich, dass diese Künstlerin nicht mit oberflächlich wirkendem Schönklang verwöhnen will, sondern mit Tiefgang und beeindruckender Ausdeutung der Werke. Die Sonaten werden angeregt durch einen weniger weichen Bogenstrich und teilweise auch einen eher rauer anmutenden Celloklang differenziert und interessant ausgeformt. Beiden gelingt es, sowohl bei der Sonate für Cello und Klavier op. 19 von Rachmaninov, als auch bei der Sonate für Cello und Klavier op. 119 von Prokofiev, die unterschiedlichen, charakteristischen Merkmale beider Komponisten spannend herauszuarbeiten. Abgerundet wird das ganze dann noch mit der Romance Nr. 5 und der Meditation Nr. 5 von Tschaikovsky. Ein gelungenes Programm, das trefflich umgesetzt wird.
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