Modest Mussorgsky: Boris Godunov Liceu 2004 (DVD, Arthaus Musik)

Seinen ersten auf CD dokumentierten Boris Gudonov gab Matti Salminen 1981 in Genf. Seitdem gehört diese Partie zu seinen Paraderollen. Als er den Boris 2004 abermals in Barcelona sang, waren seine stimmlichen Mittel schon etwas geschwunden, aber immer noch imposant. Aus einer vollstimmigen Borisinterpretation wurde eher eine überzeugende Charakterstudie. Brian Asawa war als Fyodor phantastisch und auch Marie Arnet verstand es, als Xenia zu punkten. Stefania Toczyska, als ihre Nurse, war dabei ebenfalls in beeindruckender Form. Philip Langridge bestach als Vassily und Albert Shagidullin gab den Andrei. Als Vaarlam glänzte Anatoly Kotcherga und als Gottesnarr war Alex Grigoriev schlicht- weg sensationell. Das Symphonie Orchester des Grand Theatre del Liceu, unter der Leitung von Sebastian Weigle, sorgte für einen düsteren, mitreißenden Mussorgskysound. Die Inszenierung auf spärlich ausgestatteter Bühne mit einem riesigen Stuhl, mal stehend, mal umgeworfen, stammt von Willy Decker; die teilweise etwas weniger opulenten Kostüme von John Farlane. Eine gelungene Aufführung der Originalversion von 1869.
Advertisements

Über godenrath

Opernexperte
Dieser Beitrag wurde unter 02.02. Arthaus (DVD und Blue-ray) veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s