Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor (Hamburgische Staatsoper, 23.05.2017)

Unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi bot das Philharmonische Staatsorchester Hamburg einen hervorragenden Donizettiklang. Katerina Tretyakova klang als Lucia, als der Verfasser sie vor einigen Jahren zum ersten Mal in dieser Rolle vernahm, charmanter. An diesem Abend war sie zwar brilliant in der Höhe und auch die Koloraturen wurden gut ausgeformt, leider nur fehlte es ein wenig an Charme.  Ramon Vargas machte als Edgardo überwiegend eine gute stimmliche Figur; lediglich in der Höhe war die Stimme an ein,  zwei  Stellen überfordert. Alexey Bogadanchikov sang einen exzellenten Enrico und auch Alexander Roslavets war als Raimondo in bestechend guter Form. Oleksiy Palchykov gab einen recht guten Arturo und Marta Swiderska war als Alisa leider etwas weniger charmant. Der Tenor Sergei Ababkin, in der Rolle des Normanno, war mehr was für’s Auge als für’s Ohr. In der Chorszene des ersten Aktes ging die Stimme dann auch komplett unter. Ging sie mal nicht unter, klang sie uncharmant. Eher eine Stimme für kleinere Häuser, für ein Haus dieses Kalibers eine absolute Fehlbesetzung. Im Großen und Ganzen ein gelungener, kurzweiliger Abend.

 

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