Gaetano Donizetti: L’Elisir D’Amore,Wien 13.06.2016; Costello, Nafornita, Schrott, Caria, Fahima; Armiliato (DVD; Premiere Opera)

Klangen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Marco Armiliato in der Ouvertüre zuerst nur schön, so wurde das Klangbild im Laufe der Vorstellung dann doch charakteristischer und vor allem mitreißender. Der US-amerikanische Tenor Stephen Costello (35) mag in anderen Rollen ein hervorragender Interpret sein, bei seinem Nemorino wollte, trotz einer guten gesanglichen Leistung, der Funke nicht so richtig überspringen. Valentina Nafornita hatte in Wien wahrscheinlich mehr Zeit zum Proben gehabt, als kürzlich in Hamburg; zumindest war ihre Darstellung in der Wiener Inszenierung bezwingender. Vielleicht lag es aber auch daran, dass Stephen Costello hier in seiner Darstellung deutlich schwächer war als Dovlet Nurgeldiyev (ebenfalls kürzlich in derselben Aufführung) in Hamburg. Erwin Schrott war in der Rolle des Dulcamara umwerfend, sowohl darstellerisch, wie auch gesanglich. In dieser Rolle konnte er sein komödiantisches Talent voll ausspielen. Marco Caria war als Belcore leider etwas blaß, die Stimme war weniger gut platziert; an einer entscheidenden Stelle wurde die Endnote seiner Arie künstlich nachgepresst, ein Kardinalfehler sondergleichen und er klang zudem stellenweise auch etwas uncharmant. Hila Fahima war als Gianetta leider ebenfalls etwas blaß und fiel daher nicht weiter auf. Die klassische, gegenständliche, sehr romantische Inszenierung (nach) Otto Schenk ist immer wieder schön anzusehen. Im Großen und Ganzen ein kurzweiliger DVD Abend.
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