Das Opernhaus Frankfurt / Main

Die- Alte Oper Frankfurt-, wurde während des 2.Weltkrieges nahezu vollständig zerstört. Sie wurde erst 1981 wieder zugänglich und dient heute als Konzerthaus oder für Fernsehsendungen als Übertragungsort. Einige Werke, wie z. B. Schrekers: Der ferne Klang (18.08.1912), Die Gezeichneten (25.04.1918), Der Schatzgräber (21.01.1920), Egks: Die Zaubergeige (22.05.1935), Columbus (13.01.1942) und Stephans: Die ersten Menschen (01.07.1920) wurden dort uraufgeführt.
Aus den Jahren zwischen 1950 – 1952 gibt es bei Wallhall einige interessante Tonträger- Aufnahmen aus Frankfurt:  z. B.  Il Tabarro vom Oktober 1952 unter der Leitung von Kurt Schröder mit Aaga Joesten und Heinrich Bensing mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (SHR), Tosca von 1950, ebenfalls unter Kurt Schröder mit Aaga Joesten, Heinrich Bensing und Ferndinand Frantz mit dem SHR und Verdi’s Il Trovatore mit Maud Cunitz, Diana Eustrati, Heinrich Bensing und Rudolf Conszar unter der Leitung von Winfried Zillig mit dem SHR.
Die „Neue Oper“ in Frankfurt bietet 1387 Personen Platz.  Im zweiten Rang sind einige, wenige Stehplätze. Die Ränge sind in einem Bogen angeordnet, sodass es an den Seitenplätzen zu Sichteinschränkungen kommen kann, besonders, wenn manch einer in der ersten Reihe meint, sich mit Armen und Oberkörper über die Ränge in den Innenraum hinein flegeln zu müssen. Nach dem letzten Stand der Dinge, werden pro Spielzeit 250 Vorstellungen gegeben. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das dieses Haus unter dem jetzigen GMD Sebastian Weigle bespielt, umfasst nach dem letzten Wissensstand des Verfassers 115 Musiker. Die Eröffnung erfolgte am  23.12.1951 mit Wagners‘ Meistersingern von Nürnberg.  In den Jahren darauf sangen dort z. B. Carlo Bergonzi (La Gioconda), Angeles Gulin Domingues (Il Corsaro), Anja Silja (Carmen, Vec Makropoulos, Les Troyens)), Simon Estes (Der fliegender Holländer), Eva Marton (Il Trovatore), Birgit Nilsson (Elektra), Eva Maria Westbroek und Barbara Haveman (La fanciulla del west), William Crochan (Les Troyens),  Klaus Florian Vogt (Die tote Stadt 4446-2) und Christian Gerhaher (Don Giovanni). Bedeutende Dirigenden begründen den guten Ruf des Hauses (Mehrere Male als bestes Opernhaus ausgezeichnet), wie Georg Solti, Christoph von Dohnanyi, Michalel Gielen, Sylvain Cambreling und Paolo Carignani. Wie schon erwähnt, ist heute Sebastian Weigle GMD, ein auch international gefeierter Dirigent. (Derzeit an der MET in NY im Einsatz). Intendant ist seit 2002 Bernd Loebe.
Der Leitung dieses Hauses ist es gelungen, ein erstklassiges Ensemble aufzubauen. Somit kann die Oper Frankfurt- wie einst die Hamburgische Staatsoper in der Ära Simone Young (sie dirigierte in der Mainmetropole vor kurzem einen konzertanten Ernani) oft einen sehr beachtlichen Teil des Opernrepertoires mit hauseigenen Kräften besetzen.  Zum festen Ensemble dieses Hauses gehören seit einiger Zeit z.B.: Brenda Rae (La Sonnambula), Claudia Mahnke (Werther, Wozzeck, Trojaner), Martin Mitterrutzer (Don Giovanni) und Tanja Ariane Baumgartner (Xerxes, Trojaner). Alle 3 Damen sind auch beim Hamburger Opernpublikum durch ihren erfolgreichen Einsatz an der Staatsoper sehr geschätzt. Wie sich der Verfasser bei seinem diesjährigen Besuch zweier Aufführungen in Frankfurt überzeugen konnte, wurden sowohl in den Troyanern (4- stündige Fassung), wie auch in Pelleas et Melisande, nahezu alle Rollen erstklassig mit dem Haus- Ensemble besetzt.
Falls Sie sich über das hohe künstlerische Niveau dieses Hauses u.a. vor einem Besuch informieren möchten, empfiehlt Ihnen der Verfasser, sich mit folgenden, hauseigenen Produktionen vertraut zu machen:                                                         – Der Ring des Nibelungen auf DVD                                                                                                                                                       -La Sonnambula mit Branda Rae,                                                                                                                                                           -Wozzek mit Claudia Mahnke                                                                                                                                                                 – Xerxes (Aquez, Baumgartner)                                                                                                                                                             – Salome *(Orosco Estrada)

Alle in diesem Bericht erwähnten CDs und DVDs, falls die ersten bei Wallhall vergriffen sein sollten, sind bei Premiere Opera erhältlich.

Hier ein paar vom Verfasser ausgewählte Hörtips aus dem aktuellen Katalog: ( wenn nicht anders angegeben handelt es sich um CD Einspielungen).

1068-3 LES HUGUENOTS (Meyerbeer)
$11.97 1 $11.97
DVD 6847 CRISTOFORO COLUMBUS (Franchetti)
$3.99 1 $3.99
4240-2. LA CLEMENZA DI TITO
$7.98 1 $7.98
6361-3 LES TROYENS
$11.97 1 $11.97
7041-3 LOHENGRIN (Wagner)
$11.97 1 $11.97
7238-2 SIMON BOCCANEGRA (Verdi)
$7.98 1 $7.98
8032-2 DER FLIEGENDE HOLLANDER (Wagner)
$7.98 1 $7.98
10151-3 LA FANCIULLA DEL WEST (Puccini)
$11.97 1 $11.97
DVD 10803 DAS RHEINGOLD (Wagner)
$3.99 1 $3.99
DVD 10804 WALKURE (Wagner)
$3.99 1 $3.99
DVD 10805 SIEGFRIED (Wagner)
$3.99 1 $3.99
DVD 10806 GOTTERDAMMERUNG (Wagner)
$3.99 1 $3.99
10301-2 WERTHER (Massenet)
$7.98 1 $7.98
10396-2 LIEBESVERBOT (Wagner)
$7.98 1 $7.98
10894-2 EDGAR (Puccini)
$7.98 1 $7.98
11052-3 DIE FRAU OHNE SCHATTEN (Strauss)
$11.97 1 $11.97
11743-3 DIE LIEBE DER DANAE (Strauss)
$11.97 1 $11.97
11753-3 DON GIOVANNI (Mozart)
$11.97 1 $11.97
11850-2 LA FANCIULLA DEL WEST (Puccini)
$7.98 1 $7.98
12246-2 LA SONNAMBULA (Bellini)
$7.98 1 $7.98
DVD 14077 WOZZECK (Berg)
$3.99 1 $3.99
13988-2 EUGENE ONEGIN (Tchaikovsky)
$7.98 1 $7.98
14036-3 XERXES (Handel)
$11.97 1 $11.97

*Die auf der Seite von Premiere Opera aufgeführte Salome unter der Leitung von Andrés Orozco Estrada ist dort leider nicht mehr erhältlich, kann aber über Premiere Opera, Italy bezogen werden. Die erwähnten Preise sind die momentan aktuellen. Können sich allerdings wochenweise ändern.

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Opernexperte
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