E-Mail zu Gioacchino Rossini: Tancredi (Musikfest Bremen, 28.08.2016) plus Kommentar

Mein Kommerntar zur Rezension von Bernd Hoppe in der OperaLounge gilt gleichermaßen für Ihre obige Rezension, sie ist mir völlig unverständlich. Von wegen „… ein grandioser Abend, an den sich viele, die dabei waren, bestimmt noch lange erinnern werden…“ Das schon, aber im negativen Sinne:
„Ach, Herr Hoppe. Unsere Empfindungen über die gesanglichen Leistungen bei Bremens „Tancredi“:
ein krähender Mario Zeffiri, eine in der Mittellage völlig verhauchte (schon seit Jahren!) Patrizia Ciofi, und, was glauben Sie, welches grandiose Gesangsfest der „Tancredi“ mit der herrlichen Jana Kurucová in der Titelrolle geworden wäre!

Liebe Leserinnen und Leser!

Lassen Sie mich diesen Kommentar so beantworten, wie ich einen ähnlichen Kommentar auch beantwortet hätte:

Stellen Sie vor wir hätten nicht den  28.08.2016 gehabt und hätten nicht in  Bremen gesessen, sondern stattdessen in London und es wäre der 28.08.1978 gewesen. Das London Philharmonic Orchestra hätte mit Richard Bonyngne am Pult gespielt und auf der Bühne hätten Joan Sutherland, Marilyn Horn und Luciano Pavarotti gesungen, was wäre das für ein Abend geworden?  Oder aber wir hätten doch den 28.08.2016 gehabt und Fabio Luisi wäre gekommen und  Angela Meade, Jamie Barton und Javier Camarena  hätten an diesem Abend in Bremen gesungen. Wir wissen nicht wie dieser Abend geklungen hätte, es sei denn wir können an Hand von Tonträgern heraus finden in welcher stimmlichen Verfassung diese Sänger zu diesem Zeitpunkt gewesen sind. Vielleicht hätte der Verfasser dieser E-Mail dann aber auch noch etwas zu beanstanden gehabt. Frau Sutherland zu wenig dramatisch, Herr Pavarotti zu laut. Oder aber bei Frau Meade und Frau Barton bei der Figur. Wer weiß es? Wenn man eine Nadel im Heuhaufen finden will, dann wird man diese auch finden. Natürlich kann man sich immer Fragen was geschehen wäre, wenn die eine oder andere Rolle umbesetzt worden wäre. Nur hätte die Sängerin ( Jana Kurucova ) die Rolle innerhalb von so kurzer Zeit noch einstudieren können oder wäre diese vielleicht zu früh gekommen?  Fakt ist eines, sie alle waren nicht da, bzw. nicht entsprechend vorbereitet. Außerdem fielen der Tenor und die Sopranistin aus, nicht der Mezzo für die Titelpartie.  An diesem Abend sangen bestens vorbereitet Marianna Pizzolato, Patrizia Ciofi und Mario Zeffiri und sorgten für einen großartigen und vor allem auch kurzweiligen Abend. Denn eines können Sie mir meine lieben Leserinnen und Leser guten Gewissens glauben, für eine Veranstaltung wie die in der obigen E-Mail beschriebene, hätte sich der Verfasser bestimmt nicht für eine über ein stündige Zugfahrt nach Bremen begeben.

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Opernexperte
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