Giuseppe Verdi: Stiffelio Venedig: 24.01.2016, Secco, Giacomo, Platanias, Marsiglia, Lim, Olivieri, Koberidze; Rustioni (DVD, Premiere Opera)

Die Leistung des Orchesters unter der Leitung von Daniele Rustioni ist einfach grandios, mit einer enormen Innenspannung und einer Transparenz wird ein Verdiklang zelebriert der begeistert. An die Stimme von Stefano Secco muß man sich etwas gewöhnen, die Stimme ist schlank, eher lyrisch und besitzt ein im ersten Augenblick nicht ganz so gefällig wirkendes Timbre. Dennoch gelingt im eine großartige Rollenausdeutung. Die dramatische Sopranstimme von Julianna Di Giacomo klingt stellenweise eher charakteristisch, besitzt aber sowohl die dramatische Intensität, sowie auch die Geläufigkeit um die zum Teil rhythmisch schwierigen Passagen dieses Werkes bravourös ausdeuten zu können. Zu dem besteht sie auch in den eher lyrischen Sequenzen dieser Rolle, eine großartige Rollenausdeutung. Obwohl Dimitri Platanias als Stankar mit den Verzierungen so seine Probleme hat, seine Barionstimme klingt attraktive und besitzt die nötige Eleganz und Durchschlagskraft, aber auch die Zartheit um dieser Rolle gerecht zu werden, da kann man bei der einen oder andere leicht verhuddelt anmutenden Verzierung schon einmal zwei Augen zudrücken. Francesco Marsiglia als Raffaele, Simon Lim als Jorg, Cristiano Olivieri als Federico und Sofia Koberidze als Dorotea runden diese Ensembleleistung hervorragend ab.

 

 

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