Gioacchino Rossini: La Cenerentola Wien 11/2016, Maximova, Girolami, Pertusi, Arduini (DVD, Premiere Opera)

Vorweg erst einmal empfindet es der Verfasser als äußerst ärgerlich, das die Wiener Staatsoper in einem Anflug von selbstgefälliger Arroganz auf ihrer Seite die Besetzung der beiden hervorragenden Sängerinnen, die der Tisbe und die der Clorinda, unerwähnt läßt. Wenn diese beiden Rollen wirklich so unwichtig sind, warum hat man diese dann nicht gleich ganz gestrichen. Speranza Scapucci hatte an diesem Abend mehr Glück, als auf der zuletzt besprochenen DVD, wo sie die Wiener Philharmoniker am langen Arm vor Langeweile verhungern ließen. Hier ist der Orchesterklang zumindest etwas mitreißender. Elena Maximova gelang zwar keine ganz so spannungsgeladene Schlußszene, wie manch anderer vor ihr, aber dennoch gestaltet sie ihre La Cenerentola gesamtbetrachtet mit viel Charme und perlenden Koloraturen. Maxim Mironov gelang ein großartiger, Höhen sicherer Don Ramiro. Alessio Arduini war als Dandini mit seinem Charme und seiner Ausstrahlung einer der Höhepunkte des Abends. Renato Girolami war in der Rolle des Don Magnifico umwerfend. Michele Pertusi gestaltete einen großartigen Alidoro. Eine kurzweilige, teilweise etwas angestaubt wirkenden, sehr gegenständliche Inszenierung, die durch ein paar Oldtimer etwas aufgepeppt wurde.

 

Alidoro Michele Pertusi

 

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