Engelbert Humperdinck: Dornröschen (CPO)

Unter der Leitung von Ulf Schirmer, (der dieses Jahr -2017- in Leipzig den Ring des Nibelungen dirigieren wird), bietet das Münchner Rundfunkorchester einen herausragenden, differenzierten Humperdinckklang. Auch hier läßt sich stellenweise die Nähe zu Richard Wagner nicht so ganz verleugnen. Der Grund, warum dieses Werk heute weniger bekannt ist als das gleichnamige Ballett von Tschaikowsky, liegt keineswegs in der Musik begründet, denn die ist melodisch mitreißend und steht jener von Hänsel und Gretel in keinsterweise nach; der Grund, fürchtet der Verfasser, ist eher dahingehend zu suchen, dass dieses Werk für heutige Hörgewohnheiten vielleicht ein wenig zu dialoglastig ist und sich somit leider kein konstanter Fluss des musikalischen Geschehens einstellen will.
Die Besetzung spricht für sich: Brigitte Fassbaender (Rezitation) gibt eine grandiose Dämonia, Christina Landshammer (Sopran) besticht als Rosa, Kristiane Kaiser (Sopran) berührt als Röschen und Tobias Haaks (Tenor) überzeugt als Reinhold. Stephanie Hampl (Alt) gibt eine überzeugende Morphina. In weiteren Sopranrollen erleben wir Anna Borchers als Qucksilber und Winde, Miriam Clark als Sonne,  Brigitte Bayer als Vergißmeinnicht und Guibee Yang als Rose. Der Vogt wird von Wolfgang Klose (Bass) gesungen und die weiteren Sprechrollen sind mit Jerzy May und Barbara Malisch besetzt. Gesamtbetrachtet: eine überaus interessante Produktion.
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