Richard Strauss: Salome Frankfurt 10.09.2016, Magee, Koch, Bruns, Bronder, Schuster; Andrés Orozco-Estrada (CD,Premiere Opera, italy)

Das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada fing eher enttäuschend an. Wenig Innenspannung und auch kein spezieller Srausssound war auszumachen. Es hätte genauso gut auch das Werk eines anderen Komponisten sein können. Erst im Laufe der Vorstellung hatten sich hier beide (Orchester und Dirigent) aufeinander eingestellt und es kristallisierte dann doch noch ein spannender, individueller Straussklang heraus. Emily Magge schon seit Jahren im Wagner-und Straussfach erfolgreich gelang mit ihrer charakteristischen Stimme und leider auch mit einigen schärfen, eine gelungene Rolleninterpretation,leider. Ein Gänsehautfeeling, a la Rysanek in der Schlußszene bei ich habe deinen Mund geküßt, fiel aber leider dann doch aus Benjamin Bruns war mit seinem hellen, lyrisch, charmanten Tenorklang ein großartiger Narraboth. Wolfgang Koch zählt zu den besten Jochanaan Interpreten seiner Zeit. Ohne zu röhren wie ein Platzhirsch, setze er diese Rolle ideal um. Peter Brander war als Herodes einfach phänomenal. Michaela Schuster war ein stellenweise von der Stimme mit ihrem leicht säuerlich anmutenden Stimmklang und ihrem zickigen Getue als Herodias nicht schlecht. Gesamtbetrachtet eine gelungene Produktion.

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