14 mal probiert, 14 mal ist nichts passiert oder 14 Jahre sexismus bei DSDS

Ist DSDS sexistisch und vor allem werden dort Teilnehmer ganz bewusst an der Teilnahme gehindert. No Limits und der Zuschauer entscheidet?!? Bist du nicht  jung, schön, klingst wie 100 andere und zudem bist noch in der Lage ein paar Töne zu treffen und kannst dabei noch Gefühle aus zweiter Hand imitieren, bist du früher oder später draußen. Bei Männern dagegen ist das Aussehen und die Figur irrelevant.  Schon seit 14 Jahren beobachtet der Verfasser,  das dort Teilnehmerinnen unter zur Handnahme von fadenscheinigen Argumenten der Zutritt in die Endrunde verwehrt bleibt, weil sie von der Figur her nicht einem allgemein gültigen Schönheitsideal entsprechen. Es soll laut Youtube auch Fälle gegeben haben nachdem sich zwei homosexuelle Männer geweigert hätte vor der Kamera eine Liebesbeziehung vorzutäuschen. Aufnahmen verschwanden angeblich daraufhin und beim Nachdreh flogen diese kurzer Hand aus der Sendung, schlecht gesungen hießt es dann. Ein anderer junger Mann, der auf dem Weg einer Geschlechtsumwandlung war, wurde später ausgesondert, weil er als Frau angeblich hohe Töne singen müssen können. Hatte die infantile Jury zu diesem Zeitpunkt nie etwas von Amanda Lear (Follow Me), Divine (I am so beautiful)  oder Nathelie Stutzmann gehört. Dieses für einen normalen Zuschauer, welcher an den Lippen von Herrn Bohlen  hängt und daher keine eigene Meinung haben kann,  fällt hier eine objektive Beurteilung sicherlich schwer. Erschwerend kommt hinzu, das in vielen Fällen der Ton im nach hinein nachweislich manipuliert wurde. Jetzt  werden auch Personen die erst weiter waren  ausgeschlossen, weil sie im Vorgespräch eine kriminelle Vergangenheit verschwiegen haben. Offenbaren sie diese aber im Vorgespräch, werden diese ebenfalls nicht weiter gelassen. Wieso bin ich eigentlich verpflichtet mein Privatleben hier öffentlich auszubreiten. Wer dieses bei derartigen Formaten wahrheitsgemäß macht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. RTL als moralische Instanz, lächerlich. Angeblich hat doch hier der Zuschauer das letzte Wort und wenn der entscheidet, daß diese Person trotzdem das Preisgeld gewinnen soll, dann ist das eben so. Letztendlich wird doch angeblich jemand gesucht der singen kann und nicht everybodys Darling, oder Deutschlands beliebtester Schwiegersohn.  Die große Musikkarriere findet in der Regel sowieso nicht statt und im nächsten Jahr spricht von den Kandidaten der vorangegangen Sendungen samt ihrer Vorgeschichten sowieso keiner mehr.

Seit 14 Jahren sucht Herr Bohlen nun schon via Castingshow den Superstar und geschlagene 14 mal ist er damit gescheitert. Im Gegensatz zum Verfasser scheint er aber die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben zu haben, bzw. wenn man sich die Show einmal genau betrachtet im Grunde genommen doch. Das Format verspricht nur vom Titel her, daß ein Superstar gesucht wird. Im Grunde genommen wird nur für maximal ein Jahr ein neues Gesicht gesucht, daß auf dem Altar der öffentlichen Bloßstellung geopfert werden kann. Was heißt hier eigentlich ein Gesicht, im Grunde genommen hunderte. Gut der eine oder andere konnte dadurch in der Musik Fuß fassen, und hat später eine Karriere als Musicalsänger, Vokalcoach, Ballermann Dauergast,  einem eigenen Youtubekanal oder als Dschungelcamper hingelegt.  Nach einem guten oder eher weniger gut hingelegten Auftritt war so manch einer eher verschrieen als prominent. Andere verstanden es dagegen noch für kürzere Zeit ihren desaströsen Auftritt bei RTL für weitere Auftritte zu vermarkten. Unvergeßlich die symphatische Dame, welche mit etwas mehr Figur gesegnete war und eben nicht nur die Haare, sondern auch die Brüste schön hatte. Überhaupt drängt sich dem Verfasser hier mehr und mehr der Verdacht auf, daß hier eher Germany’s Next Topmodel oder wie bereits oben erwähnt Deutschlands beliebtester Schwiegersohn gesucht wird. Personen die eine besonders charakteristische Stimme haben, oder einen Musikstil pflegen, der auf den ersten Blick vielleicht weniger massenkompatibel anmuten könnte, werden ebenfalls aussortiert. Übrig bleibt die Mainstreamstimme, klingt so wie 100 andere auch und ist daher über kurz oder lang weg vom Fenster und das zu recht.

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