Russel Key Oberlin ( 11.10.1938 Akron – 26.11.2016 New York )

Angefangen bei der  Stimmlage eines Baritons, ging es dann über den „Umweg “ der Tenorlage zum Altus, welche seinen Ruf begründete. Eine LP mit Händelarien für die DG folgte. Des weiteren nahm er Werke von John Blow, Henry Purcell, John Dowland, Händels Messiahs unter Leonard Bernstein und Music of the middle age (Vol I – VII) auf. Ferner ist eine DVD über ihn bei VAI erschienen. Mit Russel Oberlin und Alfred Deller begann der zulange in Vergessenheit geratene Stimmtypus des Kastraten in Form der Counterstimmlage der klassischen Musikwelt neues Leben einzuhauchen. Das auf LP und CD zugängliche musikalischen Schaffen konnte somit um etliche Rollen und Werke bislang ebenfalls in Vergessenheit geratener Komponisten erweitert werden und etliche Rollen wieder mit der ursprünglichen Stimmlage besetzt werden. Sorgte dieses bei manch einem zu Beginn noch für Irritationen, so ist diese Stimmlage heute  aus der Popmusik und aus der Klassik nicht mehr wegzudenken. Sie ist zum festen Bestandteil dieser Kultur geworden. Russel Oberlin’s Pionierarbeit ist dabei von unschätzbarem Wert gewesen. Wäre es Russel Oberlin  nicht gelungen, diese Stimmlage wieder populär zu machen,  die Renaissance der klassischen Musik hätte wohl  noch ein paar Jahre länger auf sich warten lassen.

Über godenrath

Opernexperte
Dieser Beitrag wurde unter 07.30. Porträts O veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s