Die neuen und alten Scharlatane von DSDS

Auch in diesem Jahr ist Fremdschämen bei DSDS wiedereinmal kein Fremdwort und vor allem keine Seltenheit und nein der Verfasser spricht hier nicht von den Kandidaten sondern von denen, die von wem auch immer berufen wurden oder sich berufen fühlen, in der Jury zu sitzen. Hier einige Beispiele:

Charakteristische Stimme und der Text wird intelligent interpretiert. Sicherlich, es werden nicht immer alle Noten getroffen, als ob dieses bei Popmusik jemals der Fall ist. Aber die Charakteristik des ausgewählten Liedes wurde getroffen und richtig wieder gegeben. Es lag sogar eine eigenständige Interpretation vor. Wir waren hier im Bereich Chanson angekommen. Hans Peter fühlte sich hier leider geistig und auch musikalisch überfordert: Der Text wurde, wie er anmerkte, mehr gesprochen als gesungen. Trifft leider auf einen Großteil aller im deutschen pseudointellektuellen „Gesangsbereich“ erfolgreich agierender Künstler zu.

Ein junges Mädchen (16 Jahre alt, Stimme klang reifer) gut plazierte Naturstimme, die Noten schwangen frei, sie klang einmal nicht so wie viele erfolgreiche amerikanische Sängerinnen wie Verstopfung auf Toilette, wurde allen ernste geraten mit mehr Druck zu singen, kann nur heißen zu forcieren. Der Tod jeder Stimme.

Zwei andere besaßen gut plazierte Naturstimmen und verstanden es auch diese richtig einzusetzen, es wurde gut gesungen. Da diese Stimmen aber wohl nicht an das klappern eines Mühlbehälters erinnern, fühlte sich Michelle hier und ich zitiere:“ Nicht getoucht.“Hätten die Damen und Herren etwa handgreiflich werden sollen. Sie selber verkündete in einer Sei dein Star Show schon einmal unlängst:“Ich kann singen.“ In einer  Zeitung offenbarte sich uns auch schon einmal:“Ich hätte viel früher aufhören sollen zu singen.“ Sofern man hier überhaupt von singen sprechen kann, hielt diese Erkenntnis leider nicht sehr lange vor. In der letzten Staffel dann die nächste Erkenntnis:“ Es gibt viele verirrte Menschen, denen von Fans das Gefühlt vermittelt wird sie könnten singen, diese tun mir leid.“ Die Zitat sind z. T. sinngemäß wiedergegeben. Von wem Sie da allerdings im Detail sprach, ließ sie dann aus gutem Grunde offen. Zum anderen,wo es bei RTL Gang und Gäbe ist, als prominenter seine mangelhafte geistige Präsenz mehr oder weniger würdevoll zur Schau zu stellen, wollte am 18.01.2017 auch Michelle nicht mehr länger außen vor bleiben. Einer jungen Frau, die etwas mehr Figur zu bieten hatte als andere erklärte diese, sie (die junge Frau) klänge wie ein Walross, die sängen auch nur immer einen Ton. Das ein Walross immer nur einen, nämlich den gleichen Ton sängen, ist nachweislich falsch. In den Augen des Verfasser geht eines Veröffentlichung eines derartig geistig abgeflachten Kommentares, dessen Sendung einzig auf die Diffamierung der Intelligenz der Person die den Kommentar von sich gab und der Figur dieser jungen Frau abzielte, eindeutig zu weit. Hier hätte RTL zum Schutze beider auf die Ausstrahlung dieses Kommentares verzichten müssen.

Herr Bohlen verkündete dann auch noch in eine Kamera, höhere Noten könne man nur mit Druck und Wucht herausschleudern. Ob er diese Erkenntnis wirklich ernst meinte oder damit nur sein inkompetentes Team blenden wollte, kann der Verfasser nicht beurteilen. Fakt ist, in der Arie des Radames Celeste Aida schrieb Verdi zum Ende ein pianissimo B vor. Nur sehr wenige haben es gesungen. Um es  klar und verständlich zu schreiben, ein Ton im pianissimo wird weder geschrien noch gebrüllt.

Fremdschämen in höchster Potenz, leider wieder einmal keine Seltenheit in dieser Staffel. Das letzte Wort über die ausgestrahlten Wort und Gesangsbeiträge hat angeblich die Produktionsfirma und dieser scheint es offenbar eine große Freude zu bereiten nicht nur die Kandidaten vorzuführen, sondern auch die Jury. Richtig so, meint hier der Verfasser, gleiches Recht für alle, in dieser Beziehung ist die Produktionsfirma wenigstens konsequent.

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