Zu: Neuigkeiten vom verblichenen russischen Hochadel ( Fedora in Stockholm) aus der Welt vom 03.01.2017 von Manuel Brug

Als Mara Zampieri 1993 die Rolle der Fedora in Bregenz übernahm war sie 42, Magda Olivero war 54 und noch auf dem Höhepunkt ihres interpretatorischen Könnens. Virginia Zeani war 49, Marcella Pobbe war 37 ,Antonietta Stella war 39, Eva Marton war 42, Renata Tebaldi war 38  und Maud Cunitz war 42. Das bei all diesen Sopranistinnen in diesem Alter schon die obere Terz, wie sich Herr Brug ausdrückt, abhanden gekommen, oder wie bei Pia Tassinari jemals vorhanden war, hält der Verfasser verallgemeinert betrachtet, für etwas fragwürdig. Für Magda Olivero fing mit über 50 ihre Karriere erst richtig an, für die 38 jährige Renata Tebaldi war diese bestimmt auch noch nicht zu Ende gewesen, wie zahlreiche Livemitschnitte beweisen. Hier also vom versüßen der zweiten Lebenshälfte, das Altenteil, zu sprechen, hält der Verfasser für etwas pietätlos. Auch Herr Brug dürfte sicherlich keine 35 mehr sein. Zutreffend wäre dieses vielleicht noch auf die in dem Artikel erwähnte Agnes Baltsa (1992/1994) und die erwähnte Renata Scotto ( 1988/1989), zumal die Stimme der letztgenannten schon 1978, in der Nabucco Studioaufnahme,  etwas schrill wurde. Kommen wir jetzt auf die von Herrn Burg erwähnten Lieblingstenöre zu sprechen. Der Verfasser bezweifelt an dieser Stelle sehr stark, das der Satzteil:“ … nicht mehr ganz frisch und kurz atmet“ auf die Tenöre Jose Cura 1994, Giuseppe Giacomini 1971, Bruno Prevedi 1969 ( 48 Jahre ), Juan Oncina 1967 ( 46 Jahre) Giacinto Pradelli 1950 ( 36 Jahre) und Karl Friedrich 1951 (46 Jahre), zutrifft . Wir haben es hier also wiedereinmal mit einem typischen Brug zu tun, dessen Widerlegung den Verfasser, da dieser hier bei den Geburtsdaten etwas recherchieren mußte, 10 Minuten kostete. Und da erzählt mir noch jemand etwas von Pressestandards und jeder Artikel wird, bevor er veröffentlicht wird, redaktionell geprüft. Wer bitteschön hat hier denn diesen in der Welt erschienen Artikel geprüft.

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