21 th Century Violin Concertos -Rihm, Dusapin, Mantovani- Renaud Capucon (Warner)

Wolfgang Rihms Gedicht des Mahlers mit dem Wiener Symphonikern unter der Leitung von Philippe Jordan entfaltet einen modernen, ein wenig minimalistisch anmutenden Orchesterklang. Diese steht im völligen Gegensatz zu der Musik von Pascal Dusapin. Sein Werk Aufgang erscheint opulenter. Es ist dynamisch und rasant und erweckt den Anschein, als ob diese Musik einen überrollen möchte. Das  Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung  von Myung-Whun Chung favorisiert ein etwas raueres Klangspektrum, wenn man  diese mit Renaud Capucon’s Violinenklang vergleicht. Dieser klingt zwar melodisch setzt aber dennoch schroff anmutende Akzente. Der zweite Satz hingegen ist beinahe melodisch und lyrisch. Bruno Mantovani’s Jeux d’eau beginnt sehr lyrisch und  zart, doch schon nach wenigen Sekunden macht sich in diesem lyrischen Klangspektrum ein moderner, beinahe etwas disharmonisch anmutender Klang breit. Das Orchestra de L’Opera National de Paris unter der Leitung von Philippe Jordan fügt sich mit einen an ein grollen erinnernden Unterton mit ein, welcher teilweise mit einem dominantem Schlagzeug gepaart ist. Gesamtbetrachtet eine interessante Produktion, die nicht nur Freunde der modernen Klassik begeistern könnte.

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