Giuseppe Verdi: Attila Bologna 23.01.2016; D’Arcangelo, Piazzola, Siri, Sartori, Floria, Di Matteo; Mariotti ( DVD, Premiere opera )

Das Bühnenbild ist eher klassisch gehalten; ebenso die Kostüme, und durch eine gut durchdachte Personenregie eine überaus gelungene Inszenierung. Unter der Leitung von Michele Mariotti sorgte das Orchestra des Teatro Comunale di Bologna für einen grandiosen Klangteppich; so muß Verdi klingen: die glutvolle Melodik und Rhythmik differenziert ausgedeutet und mitreißend gespielt. Ildebrando D’Arcangelo’s Attila tritt mehr als eleganter Edelmann, denn als räuberischer Barbar auf, aber hinreißend in der stimmlichen Umsetzung. Simone Piazzola wird der Figur des Ezio ebenfalls hervorragend gerecht. Maria José Siri ist eine großartige Odabella. Sie versteht es, sowohl in den lyrischen als auch in den dramatischen Passagen zu überzeugen. Fabio Sartori (Tenor) singt leider stellenweise etwas unausgeglichen: wunderbar geflutete Noten wechseln sich in der Höhe leider immer wieder mit anderen ab, wo es dann ein wenig eng wird. In den weiteren Rollen bestechen Gianluca Floris als Uldino und Antonio Di Matteo als Leone. Der Dirigent des Abends, Michele Mariotti fällt seit geraumer Zeit mit grandiosen Dirigaten auf. Mann bzw. Frau sollte ihn im Auge (und Ohr) behalten.

 

 

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