Franz Josef Selig; Gerold Huber: Schubert, Strauss, Wolf ( AVI )

Seit Hans Hotter wissen wir, daß auch große majestätisch klingende Stimme in Liedern einen ganz besonderen Zauber versprühen können. Faszinierend wie leichtfüßig es dieser Interpret versteht, seine Stimme durch diese Melodien tanzen zu lassen. Dieses wird besonders in den Lied: Fahrt zum Hades, deutlich. Bei Titel 2, „Der Tod und das Mädchen“, haben wir es mit keinem verängstigten Geschöpf zu tun, sondern mit jemanden der es allein mit der Autorität seiner Stimme versteht, den Tod in die Schranken zu weisen. Dieser versucht dann auf einschmeichelnde Art, hier vielleicht doch noch zum Zuge zu kommen. Aber der Sänger läßt hier keine Zweifel daran aufkommen, daß der Teufel wohl mit Charme nicht weit kommen wird. Faszinierend seine Kunst der Phrasierung,  wie er den Klang seiner  Stimme innerhalb von Sekunden verändern kann,  von autoritär zu einschmeichelnd  und wieder zurück ins dramatisch autoritäre. Mit am Besten ist dieses in dem Lied Nr. 10 „Der Sieg“ zu erleben. Das Lied Nr. 14, „Der Wanderer“  wird  zum größten Teil in einem berückend schönen ausdrucksstarkem Piano interpretiert. Der Pianist Gerold Huber findet sowohl in den Schubert, sowie auch in den Michelangelo Liedern von Wolf und den drei Richard Strauss Lieder einen individuellen Klang.

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