Was bedeutet eigentlich Hi Res Audio?

Vielen von Ihnen wird bei der Durchsicht der letzten beiden Besprechungen der Arthaus Blue-rays der Bergriff Hi Res Audio aufgefallen sein und Sie werden sich sicherlich gefragt haben, wo hier die Vorteile liegen

Hi Res Audio ist der neueste Schritt in Richtung möglichst den perfekten Klang, so wie man ihn aus dem Konzert oder der Oper kennt, auch für das heimische Hörerlebnis zu konservieren. Alles fing damit an, daß man den Klang von einem  Klavier auf Rollen bannte, für die menschliche Stimme begann alles mit der Schellack. Dann kam die Schallplatte ( mit DDM oder Phase 4 versuchte man dem Idealklang am nächsten zu kommen ) bzw. Musikkassette. Von der ging es dann weiter zur CD ( DDD und 4 D und Super Audio waren hier der letzte Schritt ). Schließlich gab es noch die Minidisc und schließlich die Audio Blue – ray. Für das heimische Kino fing alles mit der handlicheren Videokassette an, dessen Bilder sehr schnell streifig werden konnte, es ging dann weiter mit der Laserdisc, die aber wegen ihrer Größe der kompakteren DVD unterlag. Nur wie auch schon bei der CD kam es hier zu Klangeinschränkungen. Als bestes Beispiel kann man hier die Stimme von Rosa Ponselle nehmen, schon auf LP war der Klang dieser Stimme immer etwas unterkühlt, dieser unterkühlte Klang wurde nun aber dadurch, daß die Informationen immer weiter komprimiert worden sind verstärkt.  Dieses hatte zur Folge, daß die Stimme noch kälter klang. So hat man auch der DVD immer vorgeworfen, daß Klangbild wäre etwas steril und die Stimmen würden etwas von ihrem warmen Klang einbüßen, den sie bei einem Live-Erlebnis haben.

Die Blue-ray konnte dadurch, daß sie verglichen mit der DVD eine höhere Kapazität hatte nicht nur die Bild sondern auch die Tonqualität empfindlich verbessern. Der nächste große Schritt in Richtung perfektes Klangerlebnis gelang Arthaus jetzt, in dem sie eine neue Technik einsetzten um den Klang noch originalgetreuer konservieren zu können, diese neue Technik heißt Hi Res Audio, daß bedeutet, daß bei der Aufnahme der Klang, also die Frequenzen nicht runtergerechnet wurden sind, es gab also keine Komprimierung der Klangdaten. Bei den hier  vorliegenden Veröffentlichungen handelt es sich um erstklassige Studiomasterbänder, um  1“ C Bänder. Der beispiellosen Klang  dieser Bänder wird hier nun erstmals ohne Verluste in digitaler Form zur privaten Nutzung verfügbar gemacht. Dieses ermöglicht eine ungekannte Nähe zur originalen Aufnahme.
Erst die Blu-ray mit ihrer immensen Speicherkapazität legte den Grundstein, neben HD-Video auch hochaufgelöstes Tonmaterial zu veröffentlichen und alte (analoge) Musikaufnahmen in ihrer ursprünglichen Qualität zeigen zu können. Während eine CD eine Auflösung von maximal 16 Bit aufweist, kommt das Hi-Res auf ganze 24 Bit. Die Abtastrate liegt beim Hi-Res-Audio bei 192 kHz, die CD hingegen muß mit weniger als einem Viertel (44,1 kHz) auskommen. Diese häufige Abtastung in feinster Auflösung bei Hi-Res ermöglicht eine exakte Reproduktion des analogen Klanges. Ein Klang der einem das Gefühl gibt man wäre live dabei.

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Opernexperte
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