DSDS eine kurze Zwischenbilanz oder schlimmer geht es immer

Dieses Jahr stellt sich einem stellenweise tatsächlich die Frage was dem Zuschauer eigentlich eher in den Ohren weh zu tun vermag, die absolute Talentfreiheit mancher Kandidaten, oder die Dummheit, welche stellenweise auch schon manche Schmerzgrenze übersteigt, der dort abgesetzten Juroren (Hans Peter, Vanessa Mei, Michelle und Dieter Bohlen ). Das Michelle bereits vor Jahren schon einmal feststellte, daß sie viel früher hätte aufhören sollen zu singen ( zumindest das haben beide, Kandidatin Engel und Michelle plus deren Fangemeinde gemeinsam, alle denken das diese beiden singen können). So kam es dann auch in dieser Sendung zu einem Duett zwischen Roy Drechsler und Michelle ( Idiot ) und wer später zuschaltete hätte wahrscheinlich gedacht, oh mein Gott, schon wieder zwei talentfreie Kandidaten, der eine kann weder Rappen noch singen und die andere zerkräht eine Note nach der nächsten.

Dieses Jahr heißt es ohne Limit, was offenbar auch auf die der nach unten offenen Richterskala, was die Intelligenz der Jurmiglieder anbelangt ,zutrifft. Hier ein paar Beispiele:

Jana Deutsch: Nessun d’orma ( Giacomo Puccini: Turandot, Arie des Calaf; es gibt hier übrigens auch „Jazzversion“ in englischer Sprache).

Passabel bis unterer Durchschnitt, die Ahnungslose Jury war begeistert und wählte sie eine Runde weiter.

Auf der Internetseite von RTL ist zu lesen: Vor der Jury möchte DSDS-Kandidatin Vlada-Viola mit einer klassischen Version von „Dein ist mein ganzes Herz“ von Heinz Rudolf Kunze überzeugen ( http://www.rtl.de/cms/dsds-2016-vlada-viola-kuznetsova-singt-sich-mit-einer-oper-eine-runde-weiter-2620570.html ). Genau genommen hat dieser zweitklassige deutsche Sänger mit dieser Fassung soviel gemeinsam wie eine Kuh mit einem Vogel. Der Titel stammt auch nicht aus einer Oper sondern natürlich aus der Lehar Operette Das Land des Lächelns. Hierzu muß jetzt gesagt werden, diesen Titel habe ich von professionellen Tenören schon deutlich schlechter singen gehört. Hans Peter fragte gleich nach Opa pardon Oper, da ihm aber wohl sein Technobeat feinsinniges Gefühl endgültig aus dem noch vorhandenen Hirn geprügelt haben muß, stimmte er mit Nein. Ein zweite Nein kam von Michelle, die sich wohl schon etwas zu sehr an den Klang ihrer eigenen Stimme gewöhnt haben muß, angeblich hört sie gern mal Klassik, fühlte ihr Herz aber nicht bluten. Ganz ehrlich, wen überraschte dieses. Dennoch kam sie weiter.

Mindy und Grandmouse Flausch: Katzenduett Rossini.

Einmal abgesehen von der fragwürdigen Kostümierung und dem etwas zweifelhaften Kommentaren dieser Kandidatin, die schon arg  den Verstand selbiger anzweifeln ließ, war zumindest was die Intelligenz anbelangt mit der Jury auf Augenhöhe,  kommt selten genug vor. Jedenfalls stand allen Anwesenden nach der Liedankündigung ( Fragezeichen, Ausrufezeichen) deren nicht vorhandenes Wissen ins Gesicht geschrieben. Das es sich hierbei um ein Kunstlied handelt, und zwar eines der wohl bekanntesten von Gioacchino Rossini, wußte keiner. Das sich der komödiantische Effekt gerade daraus ergibt, daß man mit einer gut ausgebildeten Gesangsstimme, welche auch mit spielender Leichtigkeit Koleraturen bilden muß, denn gerade das ist ja der Witz an der Sache, war natürlich auch keinem bekannt. Nachdem diese Person also dieses Stück nach allen Regeln der nicht vorhandenen Kunst zerlegt hat, es war ein gesangliches Desaster schwersten Ausmaßes, fühlten sich alle gut unterhalten, wen wundert es. Weiter kam sie glücklicherweise nicht, offengestanden wenn doch ,überrascht hätte es mich nicht.

Sebastian Schmidt: I won’t give up

Er war die Überraschung des Abends, hervorragende Stimme, gute Artikulation und vor allen Dingen konnte man hier im Bereich des Pops von einer feinsinnigen Interpretation sprechen, die bezogen auf diese Musikkategorie brilliant war. Leider hatte er hier die Rechnung ohne die “ Fachjury “ gemacht, die es gewohnt ist Geühle mit einem Vorschlaghammer serviert zu bekommen, Feinsinnigkeit ist weder bei Hans Peter gefragt, bei seiner “ Musik “ nicht weiter verwunderlich und bei Dieter Bohlen der es musikalisch offenkundig eh etwas flacher mag, auch nicht weiter überraschend.  Vielleicht wurde es ihm aber auch beinahe zum Verhängnis, daß er keine tragische Lebensgesschichte, wie zum Beispiel einem vor drei Jahren auf tragischeweise verstorbenen Kanarienvogels, vorweisen konnte. Auch  mit einer kriminellen Vergangenheit, denn das wissen wir schon seit einigen Staffel, Dieter Bohlen hat hier seine ganz speziellen Vorlieben, immerhin gab es hier schon mindestens drei Kandidaten die Dieter daraufhin ins sein Herz geschlossen hatte, einer kam sogar besonders fröhlich daher, vermochte  er nicht zu punkten. Dennoch kam er weiter.

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Opernexperte
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