Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor ( Hamburg, d. 14.03.2015 )

Das Orchester, es gab wieder die Fassung mit Glasharmonika, und auch die von Henrik Nanasi angelegten getragenen Tempi sicherten einen wundervollen Donizettiklangteppich und auch der Chor war ebenfalls wieder hervorragend disponiert. Katerina Tretyakova war als Lucia voll in ihrem Element und ich hatte das Gefühl, daß ihre Stimme an diesem Abend, verglichen mit ihrer Lucia vom letzten Jahr an Volumen und Ausdruckskraft noch dazugewonnen hatte. Piero Pretti ein helltimbrierter überaus stilsicher agierender Tenor meisterte diese Rolle gesanglich brilliant auch wenn sich manchmal die eine oder andere rauh anmutende Note meist zu beginn einer Arie einschlich. Mit Dovlet Nurgeldiyev hat Hamburg als eines der ganz wenigen Opernhäuser mit der Tradtion gebrochen, als Arturo grundsätzlich nur mindert begabte Tenöre für diese Rolle zu verpflichten, denn diese Rolle hat es wirklich in sich. Sie befindet sich in einer Tonlage die nur ganz wenige Tenöre wirklich perfekt singen können, die meisten klingen so als würde man sie gerade strangulieren, oder es klingt wie ein Wolf bei Vollmond. Artur Rucinski überzeugte als Enrico. Alin Anca sang an manchen Stellen leider etwas weniger präzise, die Stimme fing dann leicht an zu wabern. Maria Markina überzeugte an diesem Abend als Alisa und Benjamin Popson sang den Normanno. Im Großen und Ganzen eine Sternstunde in Sachen Donizetti.

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