Kurzer Jahresrückblick auf das Jahr 2014

Sehr geehrte Leserinnen und Leser !

Zunächst einmal möchte ich es mir auch dieses Jahr nicht nehmen lassen, Ihnen allen sehr herzlich für ihr Interesse an meiner Seite zu danken. Rückblickend betrachtet hat sich in diesem Jahr aus kultureller Sicht wenig getan. Das deutsche Feuillton hat einmal mehr bewiesen, daß man sich hier an Amerika ein Beispiel nehmen sollte, wo etliche Zeitungen ihre Mitarbeiter die für dieses Ressort tätig waren freigestellt hat. Der  Grund liegt auf der Hand, einseitige Berichterstattung, unzulässige Verallgemeinerungen und Verunglimpfung kultureller öffentlich rechtlicher Fernsehprogramme. Herr Brug zum Beispiel deklassierte den Kultursender ARTE als Pronvinzsender ohne überregionale Bedeutung. Herr Mischke schrieb sein Resormée über die Salzburgerfestspiele schon nach dem ersten Tag und veröffentlichte dieses dummerweise auch noch eine Tag später mit dem Hinweis, daß man die Höhepunkte dieses mal suchen müßte wie die Nadel im Heuhaufen. Ein paar Tage später frohlockte er dann, daß sich Hamburg daran ein Beispiel nehmen sollte. Nachdem das Müchneropernhaus seinen guten Ruf mit einer total verpfuschten Macbeth mit Anna Netrebko und einer weniger geglückten Manon Lescaut mit Frau Opolais auf Spiel gesetzt hat, wurde dieses Haus vom Opernglas, gepriesen durch den Spiegel Nr 1 2015,  aus eben diesen Gründen zum Opernhaus des Jahre berufen. Ich bin geneigt hier Richard Wagner zu zitieren; Wahn, Wahn überall Wahn. Aber hier ist München in bester Gesellschaft, denn die Wiener Staatsoper hatte dieses Jahr vom Dirigat her überwiegend nur Produktionen zu bieten die der Wirkung einer Schlaftablette nicht sehr fern waren und Berlin hat dieses Jahr wenig unternommen um seinen Ruf als Stadt  mit dem größten Tenorproblem zu beseitigen. Positive stach dieses Jahr Malmö mit einer La Boheme hervor und auch die Hamburgoische Staatsoper bot diese Jahr einen musikalischen Höhepunkt nachdem nächsten, wie zum Beispiel: Jenufa mit Mattila, Polaski und Behle, La Boheme mit Lahaj, Kalna und Tretyakova, und nicht zu vergessen ein Barbiere de Seviglia mit Rocha, Erraught, Pogossov únd Girolami. Hier könnten  so manche Opernhäuser, allen voran, München, die Deutsche Oper Berlin und die Wiener Staatsoper noch etwas lernen, nämlich wie man Rollen richtig besetzt. Der umjubelte Darling des Opernhimmels ließ dieses Jahr nichts unversucht um ihren guten Ruf erfolgreich zu demontieren. Nachdem Anna Netrebko zwei verfuschten Tournee, einmal als Leonora, Berlin, Moskau, Salzburg und dann die als Lady Macbeth in München und New York zu verbuchen hatte, sagte sie ihre Fausttournee die in Baden Baden beginnen und auch nach Hamburg führen sollte kurzer Hand und stornierte ihr Manon Lescaut Intermezzo in München gleich mit, damit sie fitt für die Csardasfürstin in Dresden war. Es gab dieses Jahr für mich aber auch so manche ungewollt positive Überraschung, so lernte ich dieses Jahr einige Sänger besonders zu schätzen die mir vorher nicht so geläufig waren, Sonya Yoncheva, Rame Lahaj, Larissa Krokhina, Daniel Todd und Edgardo Rocha. Auch dieses Jahr war wieder in Jahr des Abschied, Anne Reynolds, Nicolai Ghiauselev, Carlo Bergonzi, Cristina Deutekom, Licia Albanese, Magda Olivero, Anita Cerquetti, Udo Jürgens und Joe Cocker.  Es hat auf dieser Seite eine kleine Ämnderung gegeben, diese Seite heißt nicht mehr länger Godenraths Opernparadiese, sondern Ihr Opernratgeber. Ich habe einige Zeit überlegt und mich dann für diese in meinen Augen etwas seriöser klingendere Namensgebung für meine Seite entschieden. Ich hoffe sie hatte alle ein besinnliches und glückliches Weihnachtsfest und wünsche Ihnen eine glückliches und erfolgreiches Jahr 2015.

Mit herzlichen  Grüße

Sven Godenrath

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Über godenrath

Opernexperte
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