Kritiken als Printausgabe oder Online abrufbar, gibt es da Unterschiede?

Auf den ersten Blick betrachtet könnte man meinen nein, auf den zweiten hingegen sieht die Sachlage ganz anders aus. Betreiben Sie zum Beispiel ein Klassikmagazine oder eine Tageszeitung als Printausgabe so kommen Sie in den Genuß, daß Sie auf Kosten des Hauses, natürlich nicht auf den billigen Pätzen, Premierenabende genießen dürfen, um sich später genüßlich in ihrem Blatt darüber auszulassen. Fragen Sie hingegen als pures Onlinemagazin nach ( ich habe die Probe aus Exempel gemacht, es ging hierbei um eine Karte VK 12 Euro ) werden Sie mit dem Kommentar abgespeist, daß Kontigent sei aufgebraucht. Da stellt sich mir hier doch die Frage, sollte Herr Brug tatsächlich einmal die Wahrheit geschrieben haben und für die überregionale Presse ist die Hamburgische Staatsoper uninteressant geworden, es geht keiner mehr hin, wie hoch ist denn dann das Kontingent, drei Karten (  Hamburger Abendblatt, Bild und Morgenpost ) oder gibt es auch noch eine für die Welt, die aber nicht genutzt wird, da Herr Brug nicht mehr hingeht und die Welt außerdem den Kommentar  zu 80 % wortwörtlich von Herrn Mischke übernimmt. Da nun aber beide  diesem Haus alles andere als wohlgesonnen gegenüber stehen, gibt die Hamburgische Staatsoper hier übers  Jahr gerechnet mehrere 100 Euro dafür aus, daß sie regelmäßig in der Presse schlecht gemacht wird und unterstützt somit aktive einen ihnen zugefügten finanziellen Schaden, der günstig geschätzt pro Aufführung in vier bis fünf stelliger Höhe anzusiedeln ist. Eine Werbekampagne von einer professionell geführten Firma um diesen bestellten und auch bezahlten Schaden auf eigene Kosten wieder gut zumachen, kostet sicherlich wesentlich mehr als 12 Euro VK pro Karte ( ich schreibe zu 80 % positive über dieses Haus, bin unabhängig in meiner Meinung und somit eigentlich ein Idealer Werbeträger ) für einen positiven Premierenbericht, in welchem auch die Sänger erwähnt werden, da ich von diesem Haus und seinen künstlerischen Qualitäten überzeugt bin. Es geht mir nicht darum, das ich mir keine 12 Euro für eine Karte leisten könnte. Um eines richtig zu stellen, es geht hier nicht um die 12 Euro Karte, es geht mir ums Prinzip, das offensichtlich überregional gelesen Printmagazine, überregional gelesen Internetausgaben vorgezogen werden und das aus den oben erwähnten schwer nachvollziehbaren Gründen. Eine Zeitung wird heute gelesen und landet morgen als Einwickelpapier am Fischstand oder die nächste Obstkiste wird damit ausgelegt. Eine Onlinekritik ist, wenn der Server nicht komplett abstürzt dauerhaft verfügbar. So werde ich dem Wunsch der Hamburgischen Staatsoper selbstverständlich auch weiterhin mir´t freuden nachkommen, in dem ich Premieren meiden werde und lieber von der vierten oder  fünften Vorstellung berichten werde. Das hat für diese Haus nur leider den Nachteil, wenn meine Kritik erscheint, ist die Serie die ich bespreche schon zu Ende. Aber wenn das so gewollt ist, daß dieses Haus auch zukünftig bei hochkarätigen Besetzungen halb leer bleibt, mein finanzieller Schaden ist das nicht.  Zudem warten auf mich noch so einig Live CDs anderer Opernhäuser, die es zu besprechen gibt, und die sind  nach meiner Besprechung auch verfügbar, manch eine Aufführungserie leider nicht mehr.

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Opernexperte
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