Magda Olivero ( 25.03.1912 – 08.09.2014 )

Ähnlich wie auch schon bei Licia Albanese komme auch hier rein rechnerisch auf ein anderes Ergebnis, nämlich auf 102 nicht 104. Ich habe mich hier auf die Daten von Jürgen Kesting, nach seiner Berechnung war Magda Olivero 1977 65 Jahre alt, und auf Kutsch/ Riemens, welche 1912 als Geburtsdatum angeben, gehalten. Woher die Daten im Internet stammen und auch woher die Welt ihre Daten bezogen haben will, daß entzieht sich leider meiner Kenntnis. Sie studierte am Konservatorium von Turin Gesang und Klavierspiel, wo sie 1933 ihr Debüt als Lauretta in Gianni Schicchi gab. Es folgten Auftritte in Mailand, eineTurandot Produktion und einige Arien Studio einspielungen.  1941 zog sie sich bedingt durch eine Heirat für 10 Jahre von der Bühne zurück. Erst der Todkranke Francesco Cilea konnte sie doch noch dazu bewegen wieder auf die Bühne zurückzukehren. Er wollte noch einmal die Sängerin erleben, die er für die Beste für seine Adriana Lecouvreur hielt. Leider erlebte er nur noch die Generalprobe, zum Zeitpunkt der Aufführung war er bereits verstorben. Magda Olivero verstand es einen Gesangsstil der durch Claudia Muzio geprägt wurde zu perfektionieren, das Camp singen.  Eine der letzten Vertreterinnen dieses Stiles war Tiziana Fabriccini, die aber leider das Niveau einer Olivero nicht im Ansatz erreichen konnte. Sie prägte Rollen wie eben die Adriana, die Fedora, die Briefszene aus La Traviata, welche Claudia Muzio interpretatorisch geprägt hatte, wurde oft kopiert aber außer von Magda Olivero und Maria Callas wurde dieses Hohe Niveau, nie wieder erreicht. Sie sang unter anderem die Liu, die Margarethe, die Frau in La Voix Humaine, Medea, Tosca ( Metdebüt mit 51 Jahren ) Francesca da Rimini und die Mimi um jetzt nur einige herauszugreifen. Keine konnte in den Sterbeszene so theatralisch und so bewegend ihr Leben aushauchen wie sie. Im zweiten Teil ihrer Karriere folgten zu dem Auftritte in London, Rom Paris, Brüssel, Amsterdam, San Francisco, Buenos Aires, Florenz und Verona. Auf dem Studiosektor ist sie leider mit einer Turandot ( Liu ), Fedora und mit Auszügen aus Francesca da Rimini unterrepräsentiert. Mit über 80 sang sie noch einmal ihre Paraderolle, die Adriana Lecouvreur neben Alberto Cupido zu Klavierbegleitung ( veröffentlicht bei Bongiovanni ). Sie ist jetzt mit 102 Jahren am 8 September in Mailand verstorben.

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