Giuseppe Verdi: Nabucco ( Wien, d. 07.05.2014; CD – Mitschnitt )

Ähnlich gelangweilt , wie das Orchester unter der Leitung von Jesus Lopez-Cobos so klingt auch der Chor. Eigentlich eine Frechheit, was sich die Wiener Staatsoper und das nicht zum ersten Mal in diesem Jahr innerhalb kürzester Zeit heraus nimmt. Angeblich ein Spitzenhaus mit einem Spitzenorchester, mittlerweile eher Kreisliga, sofern überhaupt. Placido Domingo überzeugt auch hier in der Titelaprtie als gebrochener Charakter.  Dmitry Belosselskiy als Zaccaria klingt bestenfalls durchschnittlich, glanzlose Stimme. Während Anna Smirnova als Abigaille wirklich alles heraus reißt, eine große dramatische Stimme, die stellenweise etwas künstlich verschattet klingt.   Zoryana Kushpler als  Fenena bietet ebenfalls ein überzeugendes Rollenporträt. Den Vogel in Sachen schlechtes ……. schießt  hier mit seinem nervigen herumgeplärre der Ismaele und nein ich weigere mich hier wirklich von singen zu sprechen, dargeboten von Marian Talaba, ab.  Ähnlich wie schon in Covent Garden zu beobachten ist, scheint hier das nächste Prestige Objekt was die künstlerische Qualität anbelangt mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, wenn nicht bald jemand auf die Idee kommt hier das Steuer entschieden herumzureißen. Vielleicht sollte Simone Young, die schon das Orchester in Hamburg auf Vordermann brachte in beiden Häusern mal Hand anlegen.

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