Aribert Reimann. König Lear ( 30.01.2012 Hamburgische Staatsoper )

Aribert Reimann. König Lear ( 30.01.2012 Hamburgische Staatsoper )

Eine Musik die einen förmlich in den Sitz drückt und so schnell nicht wieder loßläßt.
Gewiß kein Stück für einen beschaulichen Abend zum Hingehen und abschalten, hier ist man als Zuhörer gefordert.
Bo Skovhus der mir bereits aus Liederabenden und als Wozzek ( ich spreche von Live nicht von CD Hörerfahrungen ) bekannt ist, habe ich noch nie so intensive und darstellerisch überzeugend erst als heroischen und dann als gebrochenen “ Helden “ agieren und singen erlebt wie an diesem Abend.
Katja Pieweck als Goneril, die mir während eines Balettabends ( nein sie tanzte nicht sie sang ), es war das Weihanchtsoratorium nicht so postiv in Erinnerung geblieben war, leistete hier ebenfalls hervorragendes.
Ihre Stimme war druchdringend und auch eindringlich ohne schrill zu werden und sie verfügte über ein Volumen, das ich so nicht erwartet hatte.
Helen Kwon als Regan, die ja schon immer mit Koloraturen auf Kriegsfuß stand, ich erinnere hier nur an eine im Fersehen gesendete Arie der Könign der Nacht, die mehr als nur leicht verunglückte, hatte auch an diesem Abend große Schwiergkeiten mit der verständlichen Artikulation der Worte, da sie auf der anderen Seite mit der muisikalischen Geschwindigkeit zu kämpfen hatte.
Nein Frau Young war nicht zu schnell, Frau Kwon war hier eher technisch betrachtet zu unfertig um dieser Musik gerecht zu werden.
Hayoung Lee als Cordelia sang berückend lyrisch und schön.
Erwin Leder als Narr, eine Sprechrolle, war sehr prägnant und vor allendingen präsent.
Andrew Watts der als Edgar zwischen Countertenoralen Höhen und “ normaler Tenorhöhe “ wechselte beeindrucklte durch seine Leichtigkeit mit der er seinen schwierigen Part meisterte, es schien für diesen Mann in der Höhe keine Grenzen zu geben.
Auch die übrige Besetzung Wilhelm Schwinghammer als König von Frankreich, Moritz Gogg als Herzog von Albany, Peter Galliard als Herzog von Kornwell, Jürgen Sacher als Herzog von Kent, Lauri Vasar als Graf von Gloster und Adreas Conrad als Edmund, der kurzfristig für Martin Homrich einspringen mußte rundeten diesen Abend auf wunderbareweise ab.

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Opernexperte
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